Proteste und Gedenken am ersten Spieltag der NFL

Am ersten Spieltag der National Football League (NFL) haben sich weitere Spieler dem Protest von Quarterback Colin Kaepernick von den San Francisco 49ers gegen Polizeigewalt und Rassendiskriminierung angeschlossen. Vier Spieler der Miami Dolphins knieten beim Abspielen der Nationalhymne, Cornerback Marcus Peters von den Kansas City Chiefs hob währenddessen die rechte Faust, Martellus Bennett und Devin McCourty von den New England Patriots hoben sie danach.

Das Heben der Faust rief Erinnerungen an die Olympischen Spiele 1968 in Mexiko-City hervor. Bei der Siegerehrung für die 200 m der Männer hatten Goldmedaillengewinner Tommie Smith und Bronzemedaillengewinner John Carlos gegen Rassendiskriminierung und für die Einhaltung der Menschenrechte protestiert.

Die Spiele am Sonntag standen darüber hinaus im Zeichen des 15. Jahrestages der Terroranschläge vom 11. September 2001. Vor den Begegnungen wurden Videobotschaften des damaligen US-Präsidenten George W. Bush sowie des amtierenden Barack Obama auf den Videotafeln in den Stadien eingespielt. Obamas Ansprache wurde im Stadion in Baltimore von Buhrufen begleitet.

Kaepernick hatte während der Vorbereitungsspiele mit seinem Protest begonnen. Zunächst war er während der Nationalhymne gesessen, danach kniete er an der Seitenlinie. Sein Verhalten hat eine landesweite Diskussion ausgelöst.

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