Reiten: Werth möchte nicht mit Löw oder Müller tauschen

Isabell Werth, die erfolgreichste Reiterin der olympischen Geschichte, möchte nicht mit Fußball-Bundestrainer Joachim Löw oder Nationalspieler Thomas Müller tauschen. "Ich bin eher froh, dass nicht 80 Millionen Menschen ihre Daumen senken, wenn ich keine Weltmeisterin mehr werden sollte – so wie es bei Thomas oder Jogi Löw der Fall war", sagte Werth der Welt am Sonntag: "Mein Bekanntheitsgrad reicht mir so, wie er ist – ich muss nicht mehr davon haben."

Anders als Müller, der sich nach dem Vorrunden-Aus der deutschen Mannschaft bei der Weltmeisterschaft in Russland seiner Tränen nicht schämte, würde Werth ihre Emotionen im Fall einer Niederlage allerdings zurückhalten. "Ich habe nie in meinem Leben aus Frust in der Öffentlichkeit geweint", sagte sie der WamS: "Dass ich in solchen Momenten heulend in der Ecke sitzen würde, kann ich mir nicht vorstellen." Meistens sei sie "nach Niederlagen eher wütend auf mich und meine Fehler".

Davon hat Isabell Werth in den vergangenen Jahren nicht allzu viele gemacht. Die 49-Jährige war unter anderem siebenmal Weltmeisterin, bei den Weltreiterspielen im September in Tryon/North Carolina peilt sie WM-Gold Nummer acht und neun an.

Von der Fußball-Nationalmannschaft erwartet Isabell Werth Anfang September in München gegen Weltmeister Frankreich eine starke Leistung: "Ich glaube, dass die Spieler hoch motiviert sein werden. Die werden richtig beißen, werden die WM-Schmach wiedergutmachen wollen."

Werth wird in Tryon mit ihrer Wunderstute Bella Rose an den Start gehen. Außer ihr gehören die beiden Mannschafts-Olympiasieger Sönke Rothenberger mit Cosmo und Dorothee Schneider mit Sammy Davis jr. sowie Jessica von Bredow-Werndl mit Zaire zur deutschen Equipe. Die Dressur-Wettbewerbe beginnen am 12. September mit dem ersten Teil des Grand Prix.

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