Skilangläufer und Doping-Kronzeuge Dürr lebenslang gesperrt

Wien (dpa) - Der österreichische Skilangläufer Johannes Dürr ist als Doping-Wiederholungstäter lebenslang gesperrt worden. Das teilte die österreichische Anti-Doping Rechtskommission mit.

Der 32-Jährige sei wegen des «Verstoßes gegen die Anti-Doping-Bestimmungen schuldig zu sprechen», hieß es in der Mitteilung. Dürr soll zeitweise zudem Blutdoping für einen anderen Sportler organisiert haben.

Alle Ergebnisse von Dürr ab 26. Februar 2016 wurden annulliert. Zudem wurden ihm alle ab dem Tag errungenen Titel und Medaillen sowie Preisgelder aberkannt. Die Entscheidung ist rechtskräftig, Dürr legte innerhalb der Frist keinen Einspruch ein.

Bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi 2014 war Dürr erstmals positiv getestet und gesperrt worden. Als Kronzeuge hatte er danach weitreichende Aussagen gemacht und die «Operation Aderlass» ausgelöst, die bei der Nordischen Ski-WM in Seefeld/Österreich zu Razzien geführt hatte. Auch nach seinem Comeback habe er Blutdoping betrieben, sagte Dürr.

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