40. Verkaufsbörse: Von Strampler bis Spielzeug

Im Volkshaus Thum gingen gestern wieder junge und werdende Eltern auf Schnäppchenjagd. Viermal jährlich findet die Babybörse statt. Was ist das Geheimrezept des Erfolgs?

THUM.

Hochbetrieb hat gestern Nachmittag im Thumer Volkshaus geherrscht. Platzangst durfte man wirklich nicht haben. Obwohl der Saal des Hauses für Veranstaltungen beste Bedingungen bietet, wurde es zeitweise recht eng für die Kunden ob des Andranges. Aber das wissen sowohl die Anbieter als auch die Käufer, wenn im Haus des Gastes eine Verkaufsbörse für Baby- und Kinderbekleidung und Zubehör auf dem Programm steht.

Cathleen Decker vom Volkshaus weiß, dass die Veranstaltung, kurz auch nur Babybörse genannt, immer restlos ausgebucht ist. "Wir haben meist um die 70 Verkaufstische und die Kapazität ist damit voll ausgelastet", so die Mitarbeiterin. Und weil es immer mehr Anmeldungen als Plätze gibt, werden die Bewerber schlussendlich ausgelost. Dabei findet im Volkshaus nicht nur eine Börse im Jahr statt. 2005 begann alles mit zwei Babybörsen. Später gab es drei Veranstaltungen pro Jahr. "Seit 2015 veranstalten wir die Börse viermal im Jahr", so Haus-des-Gastes-Mitarbeiter René Dippmann. Gestern waren die Thumer summa summarum bei der 40. Babybörse angelangt. Das Erfolgsrezept? "Der Saal ist hell und freundlich. Das Familienzentrum sorgt für die gastronomische Betreuung, die Teilnehmer werden vor der Börse nochmals angeschrieben, und wir machen entsprechend Werbung. Es stimmt einfach das Gesamtpaket", schätzte René Dippmann ein. Cornelia Hammer bestätigte die Aussage des Mitorganisators. "Ich bin schon seit vielen Jahren immer mal hier. Die Tische sind groß genug, die Lichtverhältnisse stimmen, ich finde die Bedingungen einfach in Ordnung", so die Anbieterin aus Augustusburg.

Katrin Weißer aus Jahnsbach, die seit etwa fünf Jahren zur Börse Kindersachen anbietet, weiß allgemein die sehr angenehme Atmosphäre zu schätzen. Und die versprüht allemal auch noch einen sehr familiären Hauch. "Viele Anbieter hier kennen sich schon recht gut", so Cathleen Decker. Die Muttis, Vatis, Omas und Opas kommen übrigens aus dem ganzen Erzgebirge und aus dem Chemnitzer Raum nach Thum. Auch die größeren Kinder, die ihre Mütter begleiten, versuchen sich schon mal als Händler. Am liebsten gehen viele von ihnen aber selbst auf die Pirsch nach schönen Dingen. Allerlei Kleidung, Spiele, Bücher, Puppen, Autos oder Minifahrräder - das Angebot war auch bei der 40. Auflage groß und vielseitig. Und nicht zuletzt gab es richtige Schnäppchen auch bei fast neuwertigen Sachen zu erzielen. "Wir mussten dagegen oft unsere Hemden tragen, bis sie fast von selbst abgefallen sind", scherzte einer der Großväter.

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