Ehrenfriedersdorf verzichtet auf Tourismusabgabe

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Ehrenfriedersdorf..

Das vergangene Jahr war nicht leicht - auch und vor allem für die Tourismusbranche. Zwar konnten die Sommermonate für etwas Entspannung sorgen, auch das Erzgebirge lockte viele Touristen an. Nichtsdestotrotz fehlten an vielen Stellen wichtige Einnahmen. Aus diesem Grund hat sich die Stadt Ehrenfriedersdorf dazu entschlossen, auf die Tourismusabgabe zu verzichten. Der Stadtrat stimmte einem entsprechenden Vorschlag aus der Verwaltung einstimmig zu.

In der Bergstadt regelt eine Satzung die Tourismusabgabe, die wie eine Art Kurtaxe zu verstehen ist. Die dadurch eingenommenen Gelder werden für den Tourismus eingesetzt, erklärte Bürgermeisterin Silke Franzl. Es gehe dabei um die Herstellung, Anschaffung, Erweiterung und Unterhaltung der zu touristischen Zwecken bereitgestellten Einrichtungen und Anlagen, heißt es dazu in der Satzung. "Jetzt ist aber Solidarität und Zusammenhalt gefragt", so Franzl. Daher solle von allen keine Abgabe erhoben werden.

Abgabepflichtig sind in Ehrenfriedersdorf nicht nur Beherbergungsbetriebe, Betreiber von Ferienwohnungen oder Gaststätten. Auch Ladengeschäfte, Apotheken und selbst Handwerksbetriebe können in unterschiedlichen Umfang unter die Abgabepflicht fallen. Kurzum: Abgabepflichtig sind im Prinzip alle, denen unmittelbar und mittelbar wirtschaftliche Vorteile durch den Tourismus erwachsen. Zwar seien nicht alle Unternehmen gleich von der Krise betroffen. Die Stadt will dennoch keine Unterschiede machen. Das Gleichbehandlungsprinzip stehe dem entgegen, so Franzl.

Stadtrat Olaf Küttner erklärte, dass der Verzicht eine Notwendigkeit darstelle. Man müsse die Gewerbetreibenden nicht noch zusätzlich belasten. Hartmut Decker sagte, dass es eine Unterstützung darstellt. Das Gremium votierte einstimmig für den Verzicht. Pro Jahr wird mit rund 7000 Euro aus der Tourismusabgabe gerechnet.

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