Mildenauer Kirche soll von innen neu erstrahlen

Eigentlich war nur ein neuer Anstrich für den Innenraum geplant. Daraus wurde eine komplette Sanierung. Auch die alte Heizung steht im Fokus.

Mildenau.

Die evangelisch-lutherische Kirche in Mildenau hat eine bewegte Geschichte. Ende des Zweiten Weltkrieges wurde sie zerstört, in den folgenden Jahren wiederaufgebaut. 1962 wurde der Innenraum gestrichen. Mehr als 50 Jahre später wird es nun Zeit, diesen Anstrich zu erneuern. Dass er überhaupt so lange schön war, liegt laut Pfarrer Martin Gröschel vor allem daran, dass neben den normalen Reinigungsarbeiten jedes Jahr alles sorgfältig geputzt wird. Doch irgendwann hilft alles Wände abkehren und Staub entfernen nichts mehr. Ein neuer Anstrich muss her. Mit den Planungen kamen immer neue Baustellen hinzu, berichtet Matthias Meyer von der Kirchgemeinde. Unter anderem muss die Heizung erneuert werden. Der alte Kessel darf nur noch mit Sondergenehmigung betrieben werden. Und die Heizungsrohre, die sich durch den Innenraum und Bänke ziehen, sind auch nicht ganz ungefährlich, weil sie sehr heiß werden können. Auch die Elektrik bedarf einer Generalüberholung.

Und wenn man einmal baut, dann auch für die Zukunft. Neben den notwendigen Sanierungen will die Kirchgemeinde auch Verbesserungen in der Nutzung erreichen. Dafür sollen einige Kirchenbänke unter der Empore nahe des Eingangsbereichs weichen. "Wir wollen Platz für Begegnungen schaffen", sagt Martin Gröschel. Denkbar wären beispielsweise Kirchencafés. Des Weiteren sind ein Eltern-Kind-Raum auf der ersten Empore und Plätze für Rollstuhlfahrer geplant. Und weil die Orgel im Zuge der Bauarbeiten ohnehin ausgebaut werden muss, soll auch sie saniert werden, erklärt der Pfarrer.

Alles in allem könnte die Sanierung 1,9 Millionen Euro kosten, wenn alles so umgesetzt wird. Gebaut werden soll in zwei Bauabschnitten. Los geht es mit der Heizung und einem Teil der Elektrik. Der Zeitplan sieht einen Beginn der Sanierungsarbeiten im Herbst dieses Jahres vor. Die Gemeinde könnte sich in dieser Zeit beispielsweise im Saal des Gasthofes treffen. Im zweiten Bauabschnitt folgen die restliche Elektrik und natürlich auch der komplette Neuanstrich, mit dem alles begann. Bei der Finanzierung des Großprojektes setzt die Kirchgemeinde auf drei Säulen: Zuschuss der Landeskirche, Fördermittel sowie Eigenmittel und Spenden.

"Stein auf Stein" heißt die Spendenaktion der Mildenauer Kirche.


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