Unterwegs mit Interzonenzug und Bimmelbahn

An Abwechslung hat es nicht gemangelt bei den 3. Dampfloktagen von Annaberg-Buchholz. Und die Veranstalter haben schon wieder neue Ideen.

Cunersdorf.

Mit einer langen Wagenschlange donnert der Rheingold durch die Modelllandschaft, während im Bahnhof ein sächsischer Nebenbahnzug hält. Schwere Güterzüge wechseln sich mit Interzonenzügen ab, die einst zwischen Ost und West verkehrt sind. Und in der Anschlussstation zur Schmalspurbahn rangiert die gute alte Bimmelbahn. "Mehr Abwechslung geht eigentlich gar nicht", staunte ein Besucher über das gewaltige Verkehrsaufkommen bei den 3. Annaberg-Bucholzer Dampfloktagen. Die standen am Wochenende im Domizil der Cunersdorfer Modelleisenbahner im Haus der Vereine des Ortes auf dem Programm.

Die Veranstaltung hielt, was sie versprochen hatte. Mehr als 60 mit Dampfloks bespannte Züge fuhren über die 35 Quadratmeter große Vereinsanlage im Maßstab 1:87. "Nach einer Runde über die gesamte Anlage hat ein Zug 120 Meter zurückgelegt", erklärt Vereinsvorsitzender André Morgenstern. Da bedürfe es nicht nur so nebenbei einer guten Wartung der Fahrzeuge. "Wir haben noch Wagen aus älterer Produktion mitlaufen, die sind weitaus robuster als neue Modelle", berichtet er.

Thementage stehen beim Erzgebirgischen Modelleisenbahnclub Cunersdorf/Crottendorf schon seit mehreren Jahren regelmäßig auf dem Programm. Die Bastler haben damit schon an die einstige Deutsche Reichsbahn als großes Transportunternehmen erinnert und die moderne Eisenbahn präsentiert. Eingeführt hat die Thementage Vereinsmitglied Matthias Langer, der dabei auch über die vorbildgerechte Zusammenstellung der Züge wacht. Eingefleischte Eisenbahnfreunde wissen freilich, dass früher in Ermangelung von Wagen und Loks mitunter recht originelle, ja kuriose Zugbildungen zustande gekommen sind. Und natürlich hat auch jedes der Vereinsmitglieder seine Favoriten bei den Lokomotiven und Wagen. Helmar Müller beispielsweise schwört auf einen Luxustrain, den es im Original so nicht mehr gibt: "Der Rheingold wäre schon was für mich", verrät der Bastler und schmunzelt dabei. Nun geht es den 14 Vereinsmitgliedern und 2 Schülern, die sich für das anspruchsvolle Hobby begeistern, nicht nur um viel Abwechslung beim Betrieb. längst gibt es schon wieder neue Ideen: "Wir wollen den Nachtfahrbetrieb einführen und die Züge beleuchten, was beim analogen Betrieb technisch recht aufwendig ist", verrät André Morgenstern.

Die Ausstellung anlässlich der 3. Annaberg-Buchholzer Dampfloktage im Haus der Vereine in Cunersdorf, August-Bebel-Straße 46, hat nochmals am 16. und 17. Februar geöffnet - jeweils von 10 bis 18 Uhr.

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