Kind trieb kilometerweit im Pöhlbach

Polizeiermittlungen zu tödlicher Tragödie laufen

Königswalde.

Zum Tod des Kindes, das am Montagnachmittag im erzgebirgischen Königswalde offenbar in den Pöhlbach gefallen war, laufen die Ermittlungen fieberhaft. Es gilt, die genauen Umstände der Tragödie zu klären. Nähere Angaben wollte die Chemnitzer Polizei am Montag nicht machen, ehe die Ermittlungen nicht abgeschlossen sind. Die Eltern des Kindes werden derzeit betreut.

Die Mutter hatte am Montag um 15.45 Uhr die Notrufnummer gewählt, als sie ihren Sohn auf dem Grundstück nicht mehr sah. Die anrückende örtliche Feuerwehr suchte den Jungen zunächst im direkten Umfeld. Da das Gelände an den Bach grenzte, wurden weitere Helfer angefordert, um auch dessen Lauf abzusuchen. Ein Fährtenhund, ein Hubschrauber und eine Wärmebildkamera kamen zum Einsatz, obwohl sich der Einsatz der letzteren bei der Suche von Körpern in Flussläufen wegen der meist niedrigen Wassertemperaturen oft schwierig gestaltet. Der Pöhlbach war laut Hochwasserzentrum am Montag mittelstark bis stark angeschwollen. Am Pegel Wiesa unterhalb der Unglücksstelle führte er rund drei Kubikmeter Wasser pro Sekunde, fast die zehnfache Menge des normalen Wasserstands.

Bei Geyersdorf fand man den Jungen leblos im Bach. Laut Polizeisprecherin Jana Kindt lag die Fundstelle drei Kilometer stromabwärts der vermutlichen Unglücksstelle. Obwohl man das unterkühlte Kind ins Krankenhaus brachte, starb es kurze Zeit später. Außer der Familie nahmen auch einige der 50 Einsatzkräfte psychologische Unterstützung des Kriseninterventionsteams in Anspruch. (jeuh/aed/eu)

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