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Ein Großteil der für dieses Jahr geplanten Instandhaltungsmaßnahmen der SWA sind im Objekt Barbara-Uthmann-Ring 131 - dem sogenannten Hochhaus - geplant.

Foto: ERZ-Foto/Georg Ulrich Dostmann

Schuldenberg schmilzt: Zehn Millionen in zehn Jahren getilgt

Die Städtische Wohnungsgesellschaft Annaberg-Buchholz setzt weiter auf den Abbau ihrer Verbindlichkeiten. Neue Kreditaufnahmen sind damit tabu. Trotzdem bleibt noch Geld für Instandhaltung.

Von Thomas Wittig
erschienen am 09.02.2018

Annaberg-Buchholz. Wenn es um Geld geht, hätte jeder gern mehr als das, was ihm gerade zur Verfügung steht. Dem Geschäftsführer der Städtischen Wohnungsgesellschaft Annaberg-Buchholz (SWA) Sven Schreiter geht das nicht anders. Rund 700.000 Euro kann er dieses Jahr in Instandhaltungsprojekte stecken. Eine höhere Summe kann er dafür (noch) nicht lockermachen. Dabei hätte er gern 300.000 Euro mehr zur Verfügung, um vorhandenen Investitionsstau schneller abbauen zu können. Doch Kredite sind tabu. Davon hat die SWA schon genug laufen - aus der Zeit bevor Schreiter die Geschäfte übernahm. Das war 2008 - vor zehn Jahren.

Von den mehr als 42 Millionen Euro, die damals standen, sind inzwischen noch 32,9 Millionen Euro übrig geblieben. Wird der Tilgungskurs von etwa einer Million Euro pro Jahr auch die nächsten Jahre fortgeführt, könnte der Schuldenberg Ende 2020 unter die 30-Millionen-Grenze rutschen. Darauf möchte sich Schreiter allerdings nicht festlegen lassen. "Natürlich ist es unser Ziel, jedes Jahr so viel wie möglich von den Verbindlichkeiten abzubauen. Wenn wir beispielsweise ein Haus verkaufen, stellt der Erlös eine Sondertilgung dar", sagt Schreiter. Zudem helfe die von Oberbürgermeister Rolf Schmidt im vergangenen Jahr mit der Bank ausgehandelten Zinssenkung enorm weiter. Dennoch sei es noch ein langer Weg.

Trotzdem freut sich Schreiter, dass dieses Jahr endlich im Gebäude Barbara-Uthmann-Ring 131 - das im allgemeinen Sprachgebrauch auch gern als Hochhaus bezeichnet wird - der Fahrstuhl erneuert werden kann. Dieser soll zudem künftig von vorn und ebenerdig begehbar sein. Die Ausschreibung für die Maßnahme werde momentan vorbereitet. Im Haus Wolkensteiner Straße 25 bis 27 ist der Austausch der Fenster geplant. Anschließend soll das Objekt wieder zur Vermietung freigegeben werden. Dacherneuerungen plus Wohnungsinstandhaltungen sind weitere Vorhaben, die dieses Jahr anstehen. Und mit dem Hochhaus sowie den Gebäuden 19 und 21 im Wohngebiet "Adam Ries" sollen drei Objekte mit Rauchmelder ausgestattet werden.

Die SWA verfügt aktuell über 1798 eigene Wohnungen und verwaltet zusätzlich 285 weitere. Circa 300 Wohnungen aus dem eigenen Bestand stehen leer. Das sind knapp 17 Prozent. Davon wiederum seien rund 100 schwer zu vermieten, weil sie noch unsaniert sind, sagt der Geschäftsführer.

Obwohl im Vergleich zu 2016 der Leerstand im vergangenen Jahr in etwa gleich geblieben ist, müsse dennoch mit einer weiteren Zunahme gerechnet werden. "Wir warten dringend auf Zuzug in Annaberg-Buchholz", sagt Schreiter mit einem Lächeln und dem Verweis auf die geplante Hochschule und den Investitionen im neuen Industriegebiet.

Natürlich gebe es auch die Option, leer stehende Gebäude zu verkaufen. Allerdings sei das in der Regel nur möglich, wenn sie weit unter dem eigentlichen Buchwert angeboten werden, was für die Gesamtsituation der SWA auch nicht viel bringe. Das letzte Wort in der Sache habe ohnehin der Aufsichtsrat.

Leicht verringert habe sich die Anzahl der Wohnungen, die mit Flüchtlingen belegt sind. Vor zwei Jahren waren das 70, jetzt seien es noch etwa 60.

Leicht gestiegen hingegen sei die Anzahl an Zwangsräumungen. 15 davon habe es im vergangenen Jahr gegeben, sagt Monika Schiefer, Leiterin Wohnungswirtschaft. Zum Prozedere erklärt sie: "Nach zwei fehlenden Monatsmieten erfolgt die fristlose Kündigung. Zudem werden Mahnungen verschickt. Schließlich gibt es die Räumungsklage. Das Ganze zieht sich manchmal bis zu einem Jahr hin". Wie in der Kreisstadt üblich, werden die Personen, deren Wohnungen zwangsgeräumt werden, in die Hände der Diakonie übergeben. Sie kümmert sich um Wohnungslose.

 
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