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ChristianEberhardt - Marktmeister

Foto: Bernd März

Weihnachtsmarkt: Besucherrekord von kurzer Adventszeit verhindert

Das Motto "Sich Zeit nehmen für das Besondere" ist in Annaberg seit 20 Jahren Programm. Aufbauend auf dem damals entwickelten Konzept gibt es jedes Jahr neue Dinge zu entdecken. Und auch für 2018 ist wieder einiges geplant.

Von Thomas Wittig
erschienen am 03.01.2018

Annaberg-Buchholz. Zirka 100.000 Gäste haben dem Annaberger Weihnachtsmarkt einen Besuch abgestattet, sagt Marktmeister Christian Eberhardt. Das sind rund 20.000 weniger als 2016. Trotz der nackten Zahlen sei der jüngste Weihnachtsmarkt einer der besten gewesen. Und er hätte durchaus das Zeug dazu gehabt, den bisherigen Besucherrekord von 120.000 zu knacken. Dafür passten allerdings zwei wichtige äußere Umstände nicht. Erstens war es mit nur 23 Tagen der kürzeste Weihnachtsmarkt, 2016 mit 29 Tagen der längste. "Es fehlte also fast eine ganze Woche", so Eberhardt. Zweitens sei zur Bergparade nicht die erwartete Zahl an Gästen gekommen. "Das wiederum lag mit Sicherheit daran, dass sie am 23. Dezember und damit unmittelbar vor Heilig Abend stattgefunden hat, wo viele zu Hause noch jede Menge Sachen zu verrichten hatten", mutmaßt Eberhardt.

Sei es wie es sei. Für ihn ist etwas anderes ohnehin wichtiger als die Zahlen. Das ist das Thema Sicherheit. "Wir können zum Glück konstatieren, dass es bei uns keine Vorkommnisse gab", sagt Eberhardt. Davon unabhängig sei es eigentlich schlimm, dass dieses Thema so in den Fokus gerückt ist. Seit dem Terroranschlag 2016 auf den Weihnachtsmarkt auf dem Breitscheidplatz in Berlin müsse man sich damit aber befassen. Für Annaberg bedeutete das mehr Polizeipräsenz sowie erstmals die Sperrung der Großen Kirchgasse ab Höhe Erzgebirgsmuseum für sämtlichen Fahrzeugverkehr. Nicht einmal der Stadtverkehr konnte die Einfallstraße Richtung Markt nutzen. Das machte ein quer stehender und mit rund 16 Tonnen Masse beladener Sattelauflieger unmöglich. "Weil der entsprechend weihnachtlich gestaltet war, diente er vielen Passanten sogar als Fotomotiv mit demHintergrund Sankt Annenkirche", hat Eberhardt festgestellt. Diese Vollsperrung der Großen Kirchgasse soll auch dieses Jahr beibehalten werden. Zumal es auch von Seiten der Weihnachtsmarktbesucher dazu nur positive Resonanz gegeben habe.

Aber auch der Markt selbst wurde immer wieder gelobt. Monika Dietze (67) aus Borna fand ihn gemütlich. "Wir haben Kartoffelpuffer gegessen. Die waren mit sechs Euro für zwei Stück nicht gerade günstig, aber sehr lecker", meinte sie. Mike Pöschl (54) aus Aue fand wiederum die Budengestaltung sehr schön. "Der ganze Markt ist sehr einladend und familiär. Auch die Preise sind okay", betonte der Auer. Und Katrin Böttger (51) aus Meißen lobte die zahlreichen Details. "So gab es etwa am Stand vom Mühlenbäcker auch wirklich ein Mühlrad und am Sockenstand eine Strickmaschine zu sehen", so die Meißnerin.

Genau das ist es, worauf Wert gelegt wird, erklärt Eckhard Tanzhaus, der vor mittlerweile 20 Jahren mit Eberhardt ein Konzept für den Annaberger Weihnachtsmarkt entwickelt hat. "Das befindet sich jetzt in Phase drei, der Konzeptausrichtung", sagt Tanzhaus, der inzwischen längst im Ruhestand ist, aber dennoch weiter als Ideengeber der Stadt zur Verfügung steht.

In dieser dritten Phase geht es um die weitere Optimierung des Weihnachtsmarktes. Dazu gehört für ihn noch mehr Liebe zum Detail (Extra-Suppenlöffel), die urige Standortentwicklung (Fachwerk, Raumoptimierung), authentische Gemütlichkeit (Hutzen) sowie das Wichteldorf mit den 24 Miniaturwerkstätten an der Marktseite zum Rathaus hin. Letztere sollen sich beginnend ab dem kommenden Weihnachtsmarkt neu präsentieren. Mehr will Tanzhaus aber noch nicht verraten. Und ab diesem Jahr ist generell Mehrweggeschirr vorgeschrieben. "Beim zu Ende gegangenen Weihnachtsmarkt haben wir noch kompostierbares Einweggeschirr etwa aus Holz oder Pappe akzeptiert. Das ist vorbei", so Eberhardt. Und ganz kühne Pläne sehen sogar bei einzelnen Buden ein Obergeschoss vor. Bis das soweit ist, sind mit den Betreibern aber noch viele Gespräche nötig, sagt Tanzhaus. (mit saho)

 
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