Steuerzahler soll den CFC retten

Der Insolvenzverwalter des Chemnitzer FC hat sich mit einem Schreiben an die Stadträte gewandt. Inhalt: Das Loch im laufenden Etat des Vereins soll von der Kommune geschlossen werden. Dabei geht es um mehrere hunderttausend Euro.

Die Fraktionen des Chemnitzer Stadtrates haben in dieser Woche umfangreiche Post vom Chemnitzer FC erhalten. In einem 19-seitigen Schreiben unterrichtet Insolvenzverwalter Klaus Siemon die Stadträte über den Stand der Sanierung des Vereins, listet die bislang getroffenen Maßnahmen auf und gibt zugleich einen Ausblick auf die kommenden Wochen und Monate.

Kernaussage des Schreibens ist Siemons Einschätzung, dass der CFC "zumindest in der Regionalliga und auch in der 3. Liga nicht ausreichend in der Lage sein wird, den Spielbetrieb in diesem ... Stadion zu finanzieren", wie er schreibt. Mit "diesem Stadion" meint er die für 27 Millionen Euro neuerrichtete Arena an der Gellertstraße im Stadtteil Sonnenberg. Eine mögliche Lösung des Problems liefert er gleich mit: Es erscheine ihm - Siemon - angemessen, "dass die Stadt dem CFC für die Verpflichtung, im Stadion zu spielen, ein Entgelt zahlt". Der Steuerzahler also, der ja bereits die Finanzierung der Arena übernommen hatte, soll demnach nun dafür aufkommen, dass der Verein die Spielstätte auch tatsächlich nutzt.

Dafür sei der Verein, so fährt Siemon fort, zu einem "Katalog der Gegenleistungen" bereit. Dazu zählt unter anderen die Verpflichtung, alle Heimspiele im Stadion an der Gellertstraße auszutragen, ein "Bollwerk gegen Rechtsradikalismus" zu sein, für Chemnitz und die Region zu werben sowie für ein "gesellschaftspolitisches Fortkommen der Stadt" zu sorgen. Vor diesem Hintergrund, so Siemon, halte er eine Unterstützung der Stadt Chemnitz in der laufenden Regionalliga-Saison in Höhe von 750.000 Euro "für dringend notwendig". Sollte der Verein in die 3. Liga aufsteigen, sollte die Unterstützung der Kommune noch einmal anwachsen: Dann spricht Insolvenzverwalter von einer Summe in Höhe von 1,25 Millionen Euro - und zwar pro Saison.

Als Grund für diese Forderungen nennt der Jurist die Lücke im Etat der laufenden Saison. Derzeit fehlten 493.000 Euro, wobei Siemon betont, dass selbst ein ausgeglichener Etat nicht angemessen wäre: Eigentlich müsste das Budget einen Überschuss in Höhe von 250.000 Euro ausweisen - zur Risikoabdeckung, wie er begründet. Weitere Möglichkeiten zur maßgeblichen Ausgabenkürzung oder zur Einnahmenerhöhung sieht er nicht. Die Kosten für den Spielbetrieb seien bereits "dramatisch" gesenkt worden, wie er schreibt und fügt hinzu: An keiner anderen Stelle ließen sich Beträge in einer Größenordnung von 750.000 Euro noch einsparen. Siemon geht aber noch weiter: Er macht die Stadt indirekt dafür verantwortlich, dass der CFC überhaupt in eine finanzielle Schieflage geraten ist: Mit dem Stadionneubau, so schätzt er ein, sei das "Sportunternehmen CFC auf ein Niveau gehoben worden, das eine permanente und durchdachte Unterstützung notwendig macht".

Zugleich geht der Verwalter auch auf die Ereignisse von Ende August ein, als am Rande des Stadtfestes ein Mann mutmaßlich von zwei Asylbewerbern getötet worden war. Das Ereignis hatte in Chemnitz zu Kundgebungen und Demonstrationen geführt, bei denen es auch rechtsextremistische Ausschreitungen gegeben hat. Wenn die Ereignisse eines gezeigt hätten, so Siemon in seinem Schreiben an die Stadträte, "dann ist das Umstand, dass wir beim Chemnitzer FC mit den Vorgängen in Zusammenhang stehen und von der Öffentlichkeit in Zusammenhang gebracht werden". Daraus zieht Siemon den Schluss, dass der Verein "das Bollwerk gegen Rechtsradikalismus" sein müsse. Um dieses Ziel zu erreichen, müsse der Verein aber wirtschaftlich überleben können.

Für den Fall, dass die Kommune nicht bereit wäre, den CFC auch finanziell zu unterstützen, nennt Siemon eine Alternative: die Erhöhung der Eintrittsgelder um 75 Prozent. Dadurch könnten die Einnahmen des Vereins um 675.000 Euro erhöht und das Budget ausgeglichen werden. Dies aber würde gerade jene Besucher des Stadions treffen, so der Verwalter, "die ohnehin schon hohe Eintrittsgelder zu zahlen haben und damit überfordert wären".

Bewertung des Artikels: Ø 3.8 Sterne bei 10 Bewertungen
23Kommentare
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  • 2
    1
    HHCL
    23.10.2018

    @cn3boj00: "Es geht nicht um Hobbies. Sport, Theater, Kunst, und ein Vereinsleben gehören zu unserer Kultur, zu unserem Leben, und nicht alles finanziert sich von selbst. Sonst würde es nämlich nur noch um Kommerz gehen."

    Es ginge schon anders und in den USA wird es auch anders gehandhabt: Dort müssen sich Theater, Sportvereine usw. viel mehr um ihre eigenen Finanzen kümmern und z.B. massiv für Sponsoren werben. Das hat hier aber keine Tradition, insofern gebe ich Ihnen Recht.

    @Interessierte: Was schwurbeln Sie da? Inwiefern ist es wichtig, dass die im Westen ansässige Kanzlei Siemon Westdeutsche beschäftigt? Was hat das mit dem CFC zu tun? Oder unterstellen Sie, dass der West-Insolvenzverwalter sich um den Ost-Klub nicht richtig kümmert? Der Schaden einer vergeigten Insolvenz dürfte deutlich unangenehmer für die Kanzlei sein, als das sie es sich leisten könnten Ihre alten Feindbilder auszuleben.

    Schön, das sich Frau Patt geäußert hat. Verraten Sie uns auch in welcher Weise und was daran interessant ist? (Übrigens: In dieser Kanzlei stammen von den neun Anwälten auch sieben aus dem Westen. Da hat wohl ihr Radar versagt?)

  • 1
    4
    Interessierte
    23.10.2018

    Macht denn dieser Insolvenzverwalter seine Sache gut oder verdient er damit nur Geld ???
    Das Insolvenzmanagement aus Düsseldorf
    http://kanzlei-siemon.de/

    Dass das Alles nun der Steuerzahler bezahlen soll , den Verdacht hatte ich vor 2-3 Wochen privat auch schon mal gehört ; aber der neuerliche Name ist natürlich ´gut ` für unser rechtes Chemnitz

    Und die Frau Almut Patt hatte sich gestern in SSp-Sport auch zum Erbbaurecht und den 1,26 Mio Pacht geäußert , sie war ja wohl schon immer gegen diesen Bau
    In dieser Kanzlei kommen aber auch alle aus dem Westen -
    http://kanzlei-siemon.de/

  • 2
    0
    698236
    22.10.2018

    Ich empfehle die spannende Lektüre des Beteiligungsberichts der Stadt Chemnitz. Ergänzend den Haushaltsplan der STadt Chemnitz mit den gesamten sportlich relevanter und kulturellen Ausgabentiteln. Dazu dann noch ein TAschenrechner oder zwei Spalten in Excel - geht schneller. Summen vergleichen und dann nochmal einen Kommentar in der Freien Presse abgeben. Viel Spass.

  • 6
    1
    cn3boj00
    22.10.2018

    Liebe Kristin, Sie machen es sich zu einfach. Es geht nicht um Hobbies. Sport, Theater, Kunst, und ein Vereinsleben gehören zu unserer Kultur, zu unserem Leben, und nicht alles finanziert sich von selbst. Sonst würde es nämlich nur noch um Kommerz gehen. Es ist Aufgabe der öffentlichen Hand, dafür auch finanzielle Mittel bereitzustellen, sonst gäbe es bestimmte Kulturformen gar nicht mehr oder sie wären nur etwas für Reiche. Wenn Sie die Kultur auf dem Sofa bei Super RTL genießen ist das Ihr Problem, und ich hoffe Sie oder Ihre Familie schaut nie Fußball oder anderen Sport im TV.
    Das ist natürlich die allgemeine Seite. Die besondere ist, dass der CFC mit dieser Mannschaft ein Profiverein ist, ein Wirtschaftsunternehmen. Und das kann natürlich nur dann steuerfinanziert (oder bezuschusst werden), wenn es ein kommunales Unternehmen ist. Eine Lösung wär also, eine CFC GmbH als städtischen Eigenbetrieb zu gründen, ähnlich den staädtischen Theatern oder Museen. Klingt irgendwie lächerlich, aber man sollte das wenigstens erwähnen. Da stellt sich natürlich die Frage, inwieweit einerseits die Bürger da mitmachen, andererseits ob so etwas überhaupt mit dem Kommunalrecht vereinbar wäre.
    Aber die Profimannschaft des CFC, die ja nun gerade kein Verein mehr sein soll, sondern eine Kapitalgesellschaft, kann man nicht mit Steuermitteln bezuschussen. Ich glaube auch hier, dass das gar nicht geht, aber so ein Anwaltsfuzzi müsste das ja besser wissen.
    Wie dem auch sei, hier rächt sich einerseits, dass damals diese Aufstiegseuphorie herrschte, und dass man das Stadion entgegen allen Warnungen gebaut hat, ohne ein Konzept zu haben was passiert, wenn die sportlichen Erfolge nach unten statt oben gehen. Wenn die Kommune unbedingt Profifußball haben will, kann sie bestenfalls z.B. keine Nutzungsgebühr für das Stadion erheben, sie kann aber nicht dafür bezahlen, dass der Club da spielt! Hier zäumt der Insolvenzverweser das Pferd am Schwanze auf!
    Entweder es gibt keine Möglichkeit der Finanzierung, dann muss die Profimannschaft abgewickelt werden. Dann kann es z.B. zu einem privaten Rettungsprojekt, etwa der Fans, kommen. Oder aber, man gewinnt endlich zahlungskräftige Sponsoren. Z.B. VW, wo doch Sachsen als Autoland so treu zur Stange hält. Das wäre Aufgabe dieses Westverwalters.
    Zum anderen macht das Dilemma natürlich auch deutlich, dass es ein generelles Problem im Profifußball gibt, denn der CFC steht ja nicht allein so da. Sportlich top, wirtschaftlich flop. Hier ist der DFB und diese ganze Sportbürakratie gefordert. Es kann nicht sein, dass drittklassige Vereine ein Budget von mehreren Millionen aufbringen müssen, dazu noch mit dutzenden Auflagen belegt werden, um eine Lizenz zu bekommen, aber bei der Geldverteilung die Hälfte der Einnahmen an die Vereine geht die international aktiv sind. Schon allein der Umstand, dass der CFC eine makellose Serie hinlegt, müsste so viel Geld aus den Verbandskassen sprudeln lassen, dass damit das Überleben gesichert ist. Auch andere Vereine argumentieren so, und vielleicht sollten sich endlich die Clubs der dritten und vierten Liga zusammentun und die Verbandsmafia richtig unter Druck setzen, mit Streikandrohung.
    Und das Gespinne mit der Politik gehört nicht hierher.

  • 4
    5
    KristinS
    22.10.2018

    Was ist denn das für ein Müll? Steuergelder zahlen für das Hobby anderer? So sehe ich das, aber nicht nur beim Sport, sondern auch bei der Kultur. Wer gibt mir etwas für meine Freizeit dazu? Meine Hobbys lassen sich leider nicht durch städtische Gelder mitfinanzieren, sondern müssen sich durch mich und mein Einkommen finanzieren. Es ist nicht lebensnotwendig, genauso wie das Zusehen bei sportlichen oder kulturellen Veranstaltungen. Also sollten doch die Fans dann auch für ihre Hobby selber aufkommen.

  • 4
    3
    HHCL
    22.10.2018

    "Aber anscheinend wollen die Chemnitzer keinen Profi Fußball. Wie sonst ist es zu erklären, daß bei einer Viertel Million Einwohnern nicht mal die Hälfte der 15 tausend Plätze verkauft werden. Geht endlich in euer Stadion."

    Nein! Ich gehe zu den Veranstaltungen, die mich interessieren (evtl. zu welchen die mich nicht interessieren, zu denen ich aber nett(!) eingeladen werde) und nicht pflichtschuldig zum Fußball um den schönen Schein zu wahren. Anders 'rum wird ein Schuh draus: Warum gibt es so ein großes Stadion, dass offensichtlich die Bürger nicht wollen, nicht als "ihr" Stadion empfinden und für das die fußballerischen Qualitäten dieses Vereins nie gereicht haben.

  • 8
    0
    Blackadder
    22.10.2018

    @Heile: Sie können doch die Leute nicht zwingen, zum Fußball zu gehen, nur weil er viel Geld gekostet hat! Was ist das denn für eine Einstellung?

  • 7
    10
    Heile
    21.10.2018

    Ich kann den Herrn Simon verstehen. Wenn in Chemnitz ordentlich Berufsfußball gespielt werden soll, müssen auch die Mittel aufgebracht werden.
    Wie wäre es denn, wenn wenigstens das schöne neue Stadion immer voll wäre. Schon wär Kohle da. Aber anscheinend wollen die Chemnitzer keinen Profi Fußball. Wie sonst ist es zu erklären, daß bei einer Viertel Million Einwohnern nicht mal die Hälfte der 15 tausend Plätze verkauft werden. Geht endlich in euer Stadion.

  • 16
    5
    franzudo2013
    20.10.2018

    Ich freue mich sehr, dass hier sonst konträre Foristen einen Konsens finden.
    Zumal es hier um Ordnungspolitik geht.
    Ein Duesseldorfer Anwalt sollte der Letzte sein, der der Stadt Chemnitz einen Nasenring einzieht und als Ochsen durch die Manege jagt.
    Das sollte wirklich das allerletzte Mandat für diesen IV in Sachsen gewesen sein.

  • 21
    1
    Einspruch
    20.10.2018

    Ein Fass ohne Boden ständig nachfüllen zu wollen, ist Blödsinn und kann nicht die Sache des Steuerzahlers sein.

  • 20
    3
    349625
    20.10.2018

    Die Lösung steht doch klar im letzten Absatz:

    Wäre ich Fan des CFC, würde ich mich doch ein Loch in den Bauch freuen wegen dem geschenkten Stadion. Und mich scheckig lachen, dass die Chemiker in Leipzig zwangsabsteigen mussten, damit mein CFC in der Regionalliga spielen kann. Und jetzt spielt der CFC auch noch richtig gut, was auch ganz bestimmt nicht mit dem zu guten (bezahlten?) Personal zu tun hat.
    Also sind die 75% mehr pro Eintrittskarte doch eine Ehrensache für mich als echten Fan und kann den letzten Satz des Artikels so überhaupt nicht begreifen. Jedes Spiel eine wahre Freude!

    Und deswegen kann der ganze Blödsinn mit dem 19-seitigen Schreiben in die Tonne gekloppt werden.

    Aber ich bin (zum Glück) kein Fußball-Fan. Nur ein doofer Chemnitzer Steuerzahler.
    Allerdings frag ich mich, was beim CFC/DFB(?)/Insolvenzverwalter los ist.
    Bzw. wessen Geistes Kind Letzterer zu sein scheint.

  • 15
    3
    BlackSheep
    20.10.2018

    Der reichste Mann im Staate hats doch, der Steuerzahlen.

  • 29
    4
    ChWtr
    20.10.2018

    In Verbindung mit der Etatlücke ist es eine bodenlose Frechtheit durch den IV, politische Argumente zu äußern und die Stadt incl. Steuerzahler in die Pflicht zu nehmen.

    Ganz schlechter Stil, wo offenbar Fußball schon lange nicht mehr nur Sport ist.
    Politik raus aus den Stadien - überall.

  • 30
    3
    Ich121959
    20.10.2018

    Fussball gegen Rechts und dafür Steuergelder? Super Idee. Hätte vielleicht noch was über "Klimawandel stoppen" rein schreiben sollen. Ironie on.

  • 35
    3
    franzudo2013
    20.10.2018

    Wenn die Stadträte darauf eingehen, dann wären sie nicht mehr ernst zu nehmen. Zuerst müssen alle Konsolidierungs-Optionen gezogen werden, einschließlich Ticketpreiserhoehung, bevor die Kommune angebettelt wird. Jedes Unternehmen schließt zu, wenn es Einnahmen und Ausgaben nicht in Ordnung bringt.

  • 28
    3
    DTRFC2005
    20.10.2018

    Ich bin bei Gott kein Fußballfan und halte den Stadionbau für völlig übertrieben, da in der Bevölkerung damit der Eindruck erweckt wurde, das Stadion sei nur für den Fußball gedacht oder täusche ich mich etwa ? Warum man Sportler aber nun vor den "Gegen Rechtskarren" spannen muss ( im gleichem Atemzug mit den Finanzschwierigkeiten), finde ich persönlich gar nicht gut. Finanzspritzen von der Stadt ? Sorry, aber andere Vereine bekommen auch nichts extra. Effizient schein mir dann doch die Eintrittsgelder zu erhöhen, Heimspiele natürlich im Stadion zu absolvieren sowie dieses auch für andere Veranstaltungen sportlicher oder künstlerischer Natur zu nutzen.

  • 30
    6
    612115
    20.10.2018

    Bitte bei der Bewertung der Forderung bedenken, dass es auch unter den Fans des CFC kaum jemanden geben dürfte, der diese Schwachsinn unterstützt und ernsthaft eine Zahlung von der Stadt erwarten würde. Das ist nur die Verzweiflungstat eines auf ganzer Linie versagenden Insolvenzverwalters und kann getrost ignoriert werden.

  • 29
    5
    ChWtr
    20.10.2018

    Es fehlt ein Etat von rund 0,5 Mio. EUR, mit Überschuss sogar 0,75 Mio. - woher also nehmen?

    Der IV hat die Aufgabe, den klammen Verein aus der selbstverschuldeten Miesere zu helfen. Dafür ist er da, dafür wird er bezahlt.

    Dies jedoch mit der Argumentation eines Bollwerks gegen Rechts zu rechtfertigen ist eine so dreiste, billige Karte - die er stecken lassen sollte.

    Ich hoffe sehr, dass man "das Spiel" durchschaut und endlich auf eine seriöse Basis Einnahmen generiert.

    (dies kann auch schmerzlich sein...)

    In Sachsen und anderswo gibt es ähnliche Vereine, die eine solche Argumentationskeule nicht ziehen können oder wollen, auch wenn dafür am Schluss der sportliche Neuanfang bzw. Abstieg steht.

    Der CFC als öffentlicher Verein sollte sich solcher Gedankenspiele eines IV's in Grund und Boden schämen.

  • 27
    5
    ZwischenDenZeilen
    20.10.2018

    Wenn die Stadt jetzt einwilligt, pro Saison Summe X zu überweisen, kommt sie da NIE mehr raus.
    Besonders dreist ist ja die "Gegenleistung", auch tatsächlich im Stadion zu spielen - alternativ müsste sich der CFC ja woanders einmieten... Mies auch, das Schreiben direkt mit an die Presse zu geben und so die Räte unter Druck zu setzen.
    Natürlich wird jetzt die ganze pro/contra Stadion-Diskussion wieder aufbrechen, inklusive Grundsatzstreit und Vergleich mit Theater Museen etc.
    Interessanterweise spricht Siemon selbst von einem "Sportunternehmen". Dieses sollte sich in der Marktwirtschaft über Gebühren seiner Kunden/Gäste finanzieren anstatt um kommunale Bezuschussung zu betteln. Mutet man den eigenen Fans nicht zu, etwas mehr zu zahlen?

  • 28
    5
    Steuerzahler
    20.10.2018

    Dieser „Schriebs“ des Insolvenzverwalters zeigt die ganze Mitschuld der Stadtverwaltung, ihrer OB und ihrer Räte an der verfahrenen Situation. Aber man war ja noch froh, diese populistische Entscheidung zum Stadionneubau getroffen zu haben. Leider wird es nie eine persönliche Verantwortlichkeit in Form von Schadenersatz durch die Entscheidungsträger geben!

  • 28
    8
    Blackadder
    20.10.2018

    Was für eine unfassbar unverschämte Forderung. Und das schlimme ist ja, dass alle Stadionbau-Gegner das genau so vorhergesagt haben. Und was für dumme Argumente? Der CFC muss wirtschaftlich überleben, um ein Bollwerk gegen Rechtsradikalismus zu sein? So ein Quatsch. Ein echtes Bollwerk wird doch auf Seite 10 wieder schlecht geredet. Das sollte man unterstützen, wenn man etwas gegen Rechtsradikalismus tun will, nicht drittklassige Fußballclubs.

  • 33
    9
    HHCL
    20.10.2018

    "Daraus zieht Siemon den Schluss, dass der Verein "das Bollwerk gegen Rechtsradikalismus" sein müsse."

    Ganz hinterhältiger Schachzug um dem Steuerzahler wieder Geld aus der Tasche zu ziehen. Für den Kampf gegen Rechts braucht es diesen schlecht geführten Schrammelverein nicht. Das Geld, dass man dafür aufbringen muss, kann viel effektiver in andere Maßnahmen gegen Rechts verwendet werden, die sich dann auch nur darum kümmern würden und nicht zum Großteil Balltreterei finanziert.

    Aber die Stadt wird dem Verein schon die Brieftaschen der Bürger öffnen; wieder einmal. Es wird Zeit, dass wieder gewählt wird. (Es ist vielleicht unklug den CFC zum Bollwerk gegen Rechts zu ernennen. Wenn die AfD die nächste Wahl gewinnen sollte, könnte das ein formidables Eigentor sein.)

  • 29
    5
    Zeitungss
    20.10.2018

    Chemnitzer, wacht endlich auf !!! Ein lausigste Krimi lässt sich besser lesen als die Ideen des Verwalters. Die Fangemeinde sieht das natürlich ganz anders.
    Wie dem auch sei, es macht hoffentlich KEINE Schule. Immerhin, man spricht über Chemnitz, wenn auch nicht so, wie man es gerne hätte.



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