Abwasser: Wird Jöhstadt Mitglied im Verband?

Stadtrat soll sich in der Sitzung am Donnerstag zur Thematik positionieren

Jöhstadt.

Der Abwasserzweckverband (AZV) Oberes Zschopau- und Sehmatal erledigt seit August 2020 alle Verwaltungsaufgaben im Bereich Abwasser für die Stadt Jöhstadt. Bis dato hatte das die Kommune in Eigenregie getan. Sie war damit eine von wenigen Gemeinden der Region, die noch selbst die Abwasserentsorgung gemanagt haben. Nach diesem ersten Schritt auf den AZV zu könnte bald der nächste folgen, wenn der Stadtrat am Donnerstagabend grünes Licht gibt.

Bei diesem zweiten Schritt geht es um die Übertragung der gesetzlichen Aufgabe der Abwasserentsorgung für Jöhstadt und die Ortsteile an den Zweckverband. Das bedeutet, Jöhstadt wird wie Sehmatal, Königswalde, Geyer und weitere Kommunen Mitglied im AZV. Er würde damit die Abwasseranlagen der Stadt - Kanäle und Kläranlagen - übernehmen, betreiben und dafür entsprechende Gebühren erheben. Ob es so kommen soll, darüber will der Stadtrat am Donnerstag debattieren und gegebenenfalls einen Grundsatzbeschluss verabschieden. "Nur auf dieser Basis beginnen wir Verhandlungen mit dem AZV, um ihm möglicherweise schon am Jahresende die Aufgabe der Abwasserentsorgung vollumfänglich zu übertragen", so Bürgermeister André Zinn.

Ein erstes Gespräch habe es bereits mit Jörg Walther, Geschäftsführer des AZV, gegeben. Er steht einer Aufnahme Jöhstadts grundsätzlich positiv gegenüber. "Wir helfen natürlich gern, das ist keine Frage", sagt Walther. Entscheidend für ihn dabei ist, dass alles über entsprechende Gebühreneinnahmen gedeckt werden muss. "Es wird aus Sicht des AZV kein Drauflege-Geschäft geben", betont Walther. Andererseits geht es auch nicht um Gewinn. "Als kommunaler Verband, dem neun Kommunen der Region angehören, dürfen wir gar keinen Gewinn machen", erklärt der AZV-Chef. Sicher werden die Gebühren für die Jöhstädter, sollten sie sich für den Verband entscheiden, höher als bisher ausfallen. Das liege daran, dass, wie bereits im Rat im vergangenen Jahr festgestellt, bislang die Abwassergebühren von der Stadt subventioniert wurden.

Die Stadtratssitzung am Donnerstag beginnt 19 Uhr im Sportcenter Jöhstadt.

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