Auf zum Studium - mit dem Traum-Schnitt 1,0

Natanja Ehrhardt aus Schlettau hat ihr Ziel erreicht und ein Super-Fachabitur in der Tasche. Nun wird sie sich der Bioanalytik widmen. Aus ihrer Sicht kommt es auf ein eigenes Lernsystem an. Aber auch auf Auszeiten.

Schlettau.

In etwa zwei Monaten beginnt für eine junge Schlettauerin ein neuer Lebensabschnitt. Natanja Ehrhardt wird nach Coburg gehen, um dort Bioanalytik zu studieren. Dass das möglich ist, darauf hat sie die vergangenen Jahre hingearbeitet, wollte ein sehr gutes Fachabitur schaffen. Das ist der Schülerin am Institut für Ausbildung Jugendlicher in Annaberg-Buchholz mit einem Traum-Schnitt von 1,0 gelungen. Damit gehörte sie zu vier Abiturienten, die das in diesem Jahr an Bildungseinrichtungen im Altkreis Annaberg erreicht haben. Das herausragende Ergebnis war für Natanja Ehrhardt kein Zufall, sondern ein Ziel, das sie seit Langem vor Augen hatte.

"Ich wollte die besten Möglichkeiten haben, um weitermachen zu können", sagt die 18-Jährige. Mittlerweile habe sie sich etwa für ein Stipendium beworben, da sei der Schnitt sehr wichtig. Um diesen zu schaffen, hat sie zwar viel gelernt. "Aber ich hatte trotzdem noch Freizeit, man braucht einen guten Ausgleich", berichtet die angehende Studentin. Um das Pensum zu absolvieren, sei es wichtig zu wissen, welcher Lerntyp man ist und eine Struktur zu haben. Natanja Ehrhardt: "Regelmäßig lernen ist wichtig - und zu wissen, wie." Sie selbst lerne sehr gut durch das Schreiben von eigenen Zusammenfassungen - "wenn ich mir den Stoff selbst erkläre und das aufs Papier bringe". Sie mache das stets handschriftlich, konnte durch das Visuelle vieles gut verfestigen. Zudem sei sie gern zur Schule gegangen. "Ich kann mich für vieles begeistern", sagt die junge Frau. Und das sei notwendig, um gut zu lernen. Genauso wichtig sei, dass es Auszeiten gibt. Natanja Ehrhardt: "Ich bin sportlich aktiv, fahre Mountainbike, spiele Volleyball und wandere."

Dafür bietet auch ihr künftiger Studienort gute Möglichkeiten. Dass sie in die naturwissenschaftliche Richtung gehen will, das steht für sie schon lange fest. Sie stellt sich darauf ein, dass das Bioanalytik-Studium sehr fordernd sein wird. "Aber ich freue mich darauf. Das entspricht meinem Interessengebiet." Im weitesten Sinne gehe es darum, biologische Proben zu analysieren. "Man kann später im Bereich der Humanmedizin tätig werden, aber auch auf anderen Gebieten. Das Ganze ist sehr vielfältig", erklärt die junge Schlettauerin. Sie selbst habe bereits ein Praktikum in einem Labor gemacht, was ihr sehr gut gefallen hat. Das bestärkte sie in ihrem Studienwunsch.

Los geht es im Oktober. Ob Natanja Ehrhardt dann wirklich Vorlesungen und Seminare hat oder das Ganze noch in Form von Online-Unterricht erfolgt, stehe noch nicht fest. Vorbereitet ist sie aber, hat bereits einen Mietvertrag über einen Platz in einem Studentenwohnheim unterschrieben. Das alles kommt viel eher als geplant. Denn eigentlich wollte sie noch ein Freiwilliges Ökologisches Jahr im Erzgebirge absolvieren, doch daraus wurde corona-bedingt nichts. Daher beginnt nun bereits in wenigen Wochen etwas komplett Neues - weg von zuhause. "Ich denke schon öfter darüber nach. Aber noch hält sich die Aufregung in Grenzen. Doch sie kommt bestimmt noch."

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