Fluorite sind der Renner

In Thum fand die 3. Mineralienbörse statt. Dabei zeigte sich, dass die Sammler besonders mit einem Problem zu kämpfen haben.

THUM.

So richtiges "Börsenwetter" herrschte wahrlich nicht am Wochenende. Vielmehr war Altweibersommerwetter vom Feinsten angesagt, was zu Ausflügen in Mutter Natur einlud. Trotz allem ist die dritte Thumer Mineralienbörse am Sonntag gut angekommen. Mehrere Hundert Besucher fanden zur Veranstaltung ins Thumer Volkshaus, wo sich die ganze Welt der Mineralien auftat. Fast 30 Aussteller aus Sachsen und darüber hinaus hatten im "Haus des Gastes" ihre Tische aufgebaut. Das Angebot an Mineralien war groß. An Sammlerzubehör und der entsprechenden Literatur mangelte es ebenso nicht. Zeitiges Kommen sicherte seltene Stücke und das eine oder andere Schnäppchen.

Die Vorstellungen der Gäste waren dabei genauso unterschiedlich wie bunt. "Voll im Trend liegt dabei immer wieder Fluorit, also Flussspat", nannte Jens Häusler einen Dauerbrenner unter den Objekten der Begierde. Fluorite, unter anderem aus Niederschlag, Pöhla oder Frohnau, sind dabei die Renner. Das Mineral gilt bei vielen Interessenten auch als König unter den schönen Steinen, weil es sich farblich sehr vielgestaltig präsentiert. "Gern gesammelt werden aber auch die Amethyste aus dem Erzgebirge, wie aus Thermalbad Wiesenbad, Geyer oder Drebach", ergänzte Häusler. Er hatte die Veranstaltung mithilfe der Ehrenfriedersdorfer Mineralienfreunde auf die Beine gestellt. Unterstützung hatte er ebenso bei der Fachgruppe Mineralogie/Geologie Leipzig gefunden. Auf der Suche nach einem schönen einheimischen Amethyst war auch Andreas Hahn. Schlussendlich hatte er sich für einen solchen Edelstein aus Großolbersdorf entschieden. Der Thumer ist ein begeisterter Mineralienfreund. Er selbst war im Bergbau tätig. "Ebenso meine ganze Verwandtschaft, weshalb ich auch viele Minerale geschenkt bekommen habe", verriet der Experte. Udo Schauer haben es die Quarze angetan. "Vorrangig sammle ich Stufen aus der Region. Ich bin hier auf der Börse immer fündig geworden und sicher finde ich auch was Passendes für die Enkel", so der Sammler.

Jens Häusler betonte, dass es mit dem Nachwuchs unter den Mineraliensammlern allerdings ordentlich klemmt. "Wir brauchen dringend Nachwuchs in den Vereinen", schätzte der Chemnitzer ein. Für das fehlende Interesse nannte er vor allem Probleme mit den Fundstellen. Man könne heute nicht mehr einfach so in die Natur gehen und Fundstellen absuchen, denn oftmals sei so ein Gelände privat. "Heute gehört irgendwie jedes Gebiet irgendwem", so Häusler. Somit sei es schwierig, junge Leute an das Hobby heranzuführen und sie zu begeistern. Jenes mangelnde Interesse von Kinder und Jugendlichen zeigte sich auch zur Börse. "Obwohl wir bis 14 Jahre keinen Eintritt verlangen, hält sich der Besuch von Kindern doch sehr in Grenzen", bedauerte Häusler.

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