Kliniken im Erzgebirge: Bis zu 60 Prozent Ausfallquote beim Personal

329 Patienten müssen aktuell in den Kliniken der Region behandelt werden. Die Ausfallquote beim Personal liegt zum Teil bei bis zu 60 Prozent. Alle Corona-Fälle können aber behandelt werden - noch.

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1010 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 11
    1
    Stefan1
    17.12.2020

    Warum ist die Ausfallquote so hoch? Die Frage kann ich beantworten, da ich seit 25 Jahren in der Pflege arbeite, dies bedeutet gleichzeitig, Schichtsystem, rollende Woche, psychisch und physisch allerhöchste Belastung. Desweiteren Pausen, wo du nicht mal Zeit findest für einen TG bzw. das man in eine Schnitte beißen kann, weil ständig was dazwischen kommt. Dann kommt noch, wie jetzt die Angst dazu, dich ständig anzustecken, wo du es mit nach Hause einschleppen könntest. Ne, zur Zeit ist es kein Zuckerschlecken und ich kann jede Pflegekraft verstehen, wenn er erstmal eine Auszeit braucht. Wir sind halt auch nur Menschen. Bleibt Gesund.

  • 6
    10
    saxon1965
    17.12.2020

    @592957: Danke! es erstaunt mich immer wieder, wie vergesslich einige Mitbürger sind. Unser Gesundheitswesen ist, wie es die Politik gemacht hat. Unsere Beiträge werden in Kürze steigen, da die Kassen ja verpflichtet wurden ihre Rücklagen aufzubrauchen. Ich bezweifle jedoch, dass dadurch die Qualität im System besser wird.
    Bei der 60 prozentigen Ausfallquote würden mich die Gründe interessieren. Sind das positiv Getestete, "Quarantäneopfer", CVID19-Kranke oder andere Ursachen?

  • 6
    12
    tbaukhage
    17.12.2020

    @michibäck: Das "Du" als Anrede hat nichts mit Despektierlichkeit, Missachtung, o.ä. zu tun. Es ist die übliche Anredeform in jeglichen Internetforen. Wenn Du schon so lange dabei wärst wie ich, wüsstest Du das noch aus MAUS-Zeiten. Nur in einigen deutschen Foren und nur von Leuten, die sich wohl für ganz besonders wichtig halten, wird deswegen immermal wieder rumgemosert.
    Ich werde weiter, auch hier bei der FP, beim "Du" bleiben und erwarte auch mir gegenüber nichts anderes.

    So, und jetzt können wir gern über Deine Vorschläge diskutieren, wie Du zB. den augenblicklichen Zustand in unseren Krankenhäusern ändern würdest oder welche Maßnahmen wir alle einhalten oder ergreifen sollten...

  • 16
    9
    michibäck
    17.12.2020

    Das am Gesundheitssystem gespart wird ist ausschließlich Schuld der Politik. Ich mache auch Politik in keinster weiße verantwortlich für die Infektionszahlen. Das habe ich auch nicht geschrieben. Aber am Zustand des Gesundheitssystems. Oder wer hat da sonst schuld?
    Außerdem verbitte ich mir mich ungefragt zu duzen oder mir ein beschränktes Weltbild vorzuwerfen. Wir können gern sachlich diskutieren, aber ohne persönliche Diffamierung. Ich mache das auch nicht und akzeptieren andere Meinungen ohne persönliche zu werden.

  • 13
    7
    592957
    17.12.2020

    Hier mal ein Beitrag aus dem Deutschen Ärzteblatt von 2019 (Corona war unbekannt)
    https://www.aerzteblatt.de/archiv/205989/Intensivmedizin-Versorgung-der-Bevoelkerung-in-Gefahr
    und von 2018
    https://www.ruhrnachrichten.de/dortmund/intensivstationen-meldeten-nichts-geht-mehr-1269870.html
    und 2017
    https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/72938/Grippewelle-sorgt-fuer-ueberlastete-Kliniken
    und 2016
    https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/71591/Notaufnahmen-und-Rettungsdienste-sind-stark-ueberlastet
    und 2015
    https://www.sueddeutsche.de/bayern/notfallmedizin-in-bayern-vor-dem-kollaps-1.2350251

  • 27
    19
    TWe
    17.12.2020

    @michibäck
    Haben Sie tatsächlich ein so eingeschränktes Weltbild?

    Ihrer Meinung nach müsste das Gesundheitssystem einschließlich der Personaldimensionierung also von vorn herein so geplant sein, dass es für die aktuelle Ausfallrate im Rahmen einer Pandemie-Situation adäquat aufgestellt ist. Richtig?

    Sie sind sich dabei aber schon im Klaren darüber, dass auch Sie selbst dafür Ihren solidarischen Beitrag entrichten müssten. Nach einer Daumenrechnung müsste dann der Krankenkassenbeitrag auch um 60 % höher ausfallen. D. h. anstatt aktuell ca. 15 % wären das dann ca. 24 %. Ich möchte nicht Ihr Geschrei hören, wenn Sie verpflichtet werden, hierfür Ihren entsprechenden Anteil zu bezahlen.

    Das Gemeckere auf die vermeintlichen Versäumnisse der Politik im Hinblick auf die Ausstattung des Gesundheitssystems verfolgt gegenwärtig nur ein Ziel: Davon abzulenken, dass sich jeder Einzelne unter den aktuellen Bedingungen (möglichst freiwillig) massiv einschränken muss, liebe Querdenker.

  • 24
    16
    tbaukhage
    17.12.2020

    @michibäck: Und was ändert Dein Gejammer an der aktuellen Situation? NICHTS, GAR NICHTS!

    Wenn Du die Schuld ausschließlich der Politik zuschieben willst, dann heb's Dir für die nächsten Wahlen auf. Oder bring' Vorschläge, die jeder Einzelne von uns HEUTE umsetzen kann, um die Lage zu entspannen.

  • 33
    15
    DerGebirger
    17.12.2020

    @michibäck

    Wenn man die Schuld für die aktuelle Situation allein der Politik bzw. den BWLern in den Krankenhäusern geben möchte, macht man es sich zu leicht.

    Ja, es wurde in der Vergangenheit zu viel gespart, aber die Politiker sind nicht der Grund für die hohen Fallzahlen. Daran hat das Verhalten der Bevölkerung auch einen nicht unerheblichen Anteil. Und wenn man trotz der aktuellen Situation (hohe Fallzahlen, Kliniken am Limit) IMMER NOCH zu viele Leute antrifft, die sich ohne Maske durch den engen Supermarkt drängen und einen nur blöd anmachen, wenn man sie auf die fehlende Maske anspricht, dann muss man sich nicht wundern...

    Wenn jemand nicht mal in der Öffentlichkeit bereit dazu ist, sich aus Rücksicht und Respekt seinen Mitmenschen gegenüber eine Maske aufzusetzen, der wird sich im privaten Umfeld auch nicht besser verhalten und nicht mal die einfachsten Regeln (AHA-Regel) konsequent einhalten.

  • 26
    10
    Tifi
    17.12.2020

    Kuck an ! Kommen wir jetzt langsam zu den Ursachen für die "dramatische" Situation? Im Frühjahr das Betten zählen und die Umrüstung von Messehallen als Vorsorge und politische Weitsicht verkaufen und jetzt feststellen, dass Betten keine Menschen pflegen! Und im Sommer KH personal in Kurzarbeit. Meinen Respekt für die Angestellten im Gesundheitswesen die unter belastenden Bedingungen arbeiten müssen und mein volle Verachtung der politischen Führung

  • 36
    43
    michibäck
    17.12.2020

    Seit Jahren wird am Gesundheitssystem, und nicht nur da, gespart gespart gespart. An der Ausstattung und Ausbildung. Jetzt kommt die Quittung. Und jetzt wird man noch von der Politik mehr oder weniger indirekt gebeten doch nicht krank zu werden. Die leid tragenden sind die kranken. Und statt das die Politik mal einen Fehler eingesteht und versucht, vor allem langfristig, da etwas zu ändern, werden zum Lob die Diäten erhöht.
    Das es hätte nicht so weit kommen müssen sieht man in einigen asiatischen Ländern. Aber hier muss das Rad immer neu erfunden werden. Und das hat auch nichts mit dem Verhalten der Menschen zu tun. Die Politik hat versagt versagt versagt!