Lehrerausbildung in Annaberg läuft an

Mehr Referendare an den Schulen im ländlichen Raum sind das erklärte Ziel des Freistaates. Dem sind die Verantwortlichen am Dienstag ein Stück näher gekommen.

Annaberg-Buchholz.

Die ersten 24 Referendare für den Bereich Grundschule haben am gestrigen Dienstag gemeinsam mit Sachsens Kultusminister Christian Piwarz (CDU) ihre neue Lehrerausbildungsstätte in Annaberg-Buchholz offiziell in Betrieb genommen. Im vierten Obergeschoss des Beruflichen Schulzentrum an der Hans-Witten Straße stehen ihnen unter anderem die ersten fünf Unterrichtsräume sowie eine Bibliothek zur Verfügung. Dafür hat der Erzgebirgskreis als Eigentümer der Immobilie annähernd 170.000 Euro in die Modernisierung der bisher leer stehenden Räume in dem Objekt investiert. Der landeseigene Staatsbetrieb für Immobilien und Baumanagement trägt davon 135.000 Euro in Form eines Baukostenzuschusses, erläutert Pressesprecher André Beuthner vom Landratsamt des Erzgebirgskreises.

Die neue Ausbildungsstätte in Annaberg-Buchholz ist damit nach der in Löbau der zweite dezentrale Standort für die Referendariatsausbildung in Sachsen im ländlichen Raum. Laut Christian Piwarz sind das auch die beiden Regionen im Freistaat, in der sich die Gewinnung von Lehrkräften am schwierigsten gestaltet. Begonnen werden soll jeweils mit der Ausbildung der Referendare im Grundschulbereich. Denn in diesem Bereich spricht Nadja Anders, Leiterin des Landesamtes für Schule und Bildung in Chemnitz, von einer Trendwende. "Weit mehr als 80 Prozent dieser Referendare bleiben mittlerweile in der Region", konstatiert sie.


Auch die 24 künftigen Lehrerinnen und Lehrer - die gegenwärtig von zwölf erfahrenen Lehrkräften ausgebildet werden - kommen überwiegend aus dem Erzgebirge sowie aus den Regionen Chemnitz und Zwickau. Werde die dezentrale Ausbildung im Bereich der Grundschule gut angenommen, könne auch auf andere Schularten, etwa die Oberschule, erweitert werden, kündigt der Kultusminister an. Und auch Landrat Frank Vogel bestätigt: "Wir sind ausbaufähig." So steht bereits fest, dass in einer zweiten Ausbaustufe des großräumigen Objektes weitere Unterrichtsräume und Fachkabinette sowie eine Aula entstehen werden. Geht alles nach Plan, sollen die Bauarbeiten im Februar des kommenden Jahres abgeschlossen sein. Mit der Erweiterung stehe dann Platz für mindestens 50 Referendare zu Verfügung. Perspektivisch kann in dem Gebäude laut Landrat Vogel sogar auf 70 bis 75 aufgestockt werden.

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