Seit fünf Jahren Kultur mal drei

Im ehemaligen königlich- sächsischen Forstamt der Stadt am Fichtelberg öffnen sich seit September 2014 täglich die Türen ins Wiesenthaler K3. Das Haus atmet Charme und Geschichte zugleich.

Oberwiesenthal.

Das Wiesenthaler K3 präsentiert sich seit September 2014 als Kulturzentrum. K3 steht für drei Mal Kultur. Gemeint sind die Gästeinformation, das Museum und die Bibliothek. Auf zwei Ausstellungsetagen wird der Besucher zu stadttypischen Themen - wie Wintersport, William Wauer, Anton Günther oder Skifasching - informiert. Hinzu kommen Sonderausstellungen zu verschiedenen Inhalten. 14 Themenwelten hat Kulturmanagerin Eva Blaschke im Rahmen von Sonderausstellungen bisher zusammengestellt. Außerdem gab es Buchvorstellungen, Reiseberichte, Fotopräsentationen oder Kunstprojekte. Nun wurde das fünfjährige Bestehen gefeiert.

"Mit William Wauer, dem Expressionisten und Künstlersohn der Stadt, und Anton Günther, dem Liedermacher und Grafiker des Gebirges, können die Gegensätze im Museum nicht größer sein", stellt Eva Blaschke das Spannungsfeld vor Augen. "Es freut uns, dass immer mehr Menschen Interesse an unserem Fundus zeigen und dem Museum Erhaltenswertes und Nachlässe zur Verfügung stellen." Nur ein kleiner Teil aller Exponate sei derzeit in den Museumsräumen sichtbar. "Unser Job ist es, die Dinge zu sammeln, zu erforschen, zu bewahren und den Besuchern zu vermitteln", sagt die Museologin.

Für Bürgermeister Mirko Ernst verbinden sich mit den Gedanken an die Geschichte des Hauses viele Emotionen, viel Spaß und viel Geld. "Das war ein Kraftakt für unsere Stadt", erinnert er sich. Rund 2,8 Millionen Euro seien in das Projekt mit Hilfe von 85 Prozent Fördergeldern geflossen. "Es ist absolut genial, wenn eine Stadt ihr Gedächtnis und ein gutes Stück Kultur pflegen kann", so der Bürgermeister. Man habe mit dem Wiesenthaler K3 ein gutes Schlechtwetterangebot für die Besucher und sei mit familienfreundlichen Angeboten außerdem in der Lage, Kinder, Familien und Schüler zu interessieren. Besonders die Bibliothek werde außerordentlich gut genutzt.

Bewährt hat sich auch eine Kombination aus Stadt- und Museumsführung. "Ohne die engagierte Mitarbeit der Verantwortlichen im Haus und im Ort sind unsere Angebote jedoch nicht zu stemmen", sagt Eva Blaschke. Sie sei auf den Sachverstand und das Wissen der Einheimischen angewiesen. Wichtig sei auch die Kooperation mit unterschiedlichen Museen in Tschechien und der Region.

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