Stadt sagt Kothaufen den Kampf an

Hundetoiletten gibt es bisher keine in Thum - das ändert sich in den kommenden Wochen. Auch die Bürger sind gefragt.

Thum.

Das Problem kennt wohl jeder Fußgänger im Frühling: Sobald der Schnee verschwunden ist, tauchen Hundekothäufen auf. Wer nicht Gefahr laufen möchte, eine Stinkbombe am Schuh mitzuschleppen, muss auf jeden Schritt achten. So auch in Thum. Wie aus der Stadtverwaltung verlautet, kam es in der Vergangenheit immer wieder zu Klagen von Bürgern, dass Geh- und Radwege, öffentliche Anlagen und sogar Spielplätze durch Hundekacke verunreinigt seien. Laut Polizeiverordnung müssen die Halter zwar Hinterlassenschaften ihrer Tiere beseitigen, also mitnehmen und entsorgen. Von öffentlichen Spielplätzen, Liegewiesen, Sportplätzen, Schulen und ähnlichen Einrichtungen sind die Tiere grundsätzlich fernzuhalten.

In der Praxis sieht das allerdings mitunter anders aus, was freilich kein exklusives Thumer Phänomen ist. In der Bergstadt gibt es aber bislang noch keine öffentlichen Hundetoiletten. Um die Situation zu verbessern, hat die Stadtverwaltung nun zehn solcher Behälter gekauft, Modell Dogstation M5, Stückpreis 350 Euro. Die anthrazitgrauen Teile bestehen aus feuerverzinktem Stahlblech, sind pulverbeschichtet, enthalten Beutelspender und bieten Raum für 60 Liter Hundekot - anderer Abfall darf dort nicht entsorgt werden. "Wir hoffen natürlich, dass das Angebot genutzt wird", sagt Bürgermeister Michael Brändel (Bürgerliste).


Derzeit lagern die Hundetoiletten noch im Bauhof. Laut Leiter Ronny Kahle soll in den kommenden Wochen damit begonnen werden, sie aufzustellen. Standorte sind in allen drei Ortsteilen geplant. In Thum betrifft das die Ecke Wiesenstraße/Hainstraße, Kirchsteig, Radweg, Wanderweg an der Roten Mühle und Tiergarten. In Herold sind Drebacher Straße/Am Kraftberg sowie der Sportplatz vorgesehen, in Jahnsbach die Sitzgruppe Schmiedegasse am Radweg, die Zufahrt zum Mühlteich und der Bahnhof.

Doch es könnten auch noch mehr Hundetoiletten aufgestellt oder bereits geplante an anderer Stelle errichtet werden. "Wir wägen weitere Standorte ab, wenn es sinnvoll erscheint", heißt es aus dem Thumer Ordnungsamt. Diesbezüglich nehme der Bürgerservice im Rathaus Hinweise entgegen.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...