Wintervergnügen am Sonnenstrand

Schneezauber mitten im Sommer an der Ostsee - Tourismuspartner aus Oberwiesenthal machen es möglich. Und da geht es natürlich auch um Sport.

Oberwiesenthal.

Zum dritten Mal verwandelt sich die Zinnowitzer Strandpromenade auf der Insel Usedom Ende des Monats in eine schneeweiße Winterlandschaft. Mehrere Tourismuspartner vom Fichtelberg sorgen mit ihrem "Oberwiesenthaler Schneezauber" für Abkühlung. Dahinter steckt neben reichlich Spaß ein ernstes Anliegen. "Der Verbund der Tourismuspartner möchte mit seiner Promotiontour neben einer Erfrischung die Besucher für den Wintersport begeistern und auf die Schneesicherheit des Kurortes hinweisen", sagt Julian Mieske, Marketingdirektor der Ahorn Hotels & Resorts.

2016 war die Neuauflage der Veranstaltung ins Ostseebad zurück gekehrt. Vier Oberwiesenthaler Hoteliers haben damals mit Partnern aus dem Kurort sowie mit Skisprunglegende Jens Weißflog für ein spannendes Skisprung-Spektakel gesorgt. Im vorigen Jahr war dann Biathlon angesagt. Vom 27. bis zum 29. Juli nun wird die Strandpromenade rund um die Konzertmuschel erneut zur Wettkampfarena mit reichlich Pulverschnee: Eine etwa 80 Meter lange Biathlonstrecke wird den Gästen zum Mitmachen angeboten. "Wir haben uns bewusst erneut für das Thema Biathlon entschieden, da die Schneemenge, der Spaßfaktor und die Akzeptanz im vergangenen Jahr ein toller Erfolg waren", sagt Julian Mieske. Dann wird auch Jens Weißflog wieder mit dabei sein und mit den Zuschauerinnen und Zuschauern um den Pokal der Kurverwaltung Zinnowitz kämpfen. Neben dem sportlichen Angebot stehen weitere Winteraktivitäten wie zum Beispiel Schneemannbauen auf dem Programm. Dazu wird es eine Kochshow mit regionalen Köstlichkeiten geben, kündigt der Marketingdirektor an.

Der Winterspaß im rund 550 Kilometer entfernten Zinnowitz, der die Küstenbewohner für einen Urlaub auf dem Dach Sachsens begeistern soll, wird im Erzgebirge aber nicht überall gut geheißen. Die Ökobilanz derartiger Spektakel - erst im Februar dieses Jahres war Schnee für den 1. Snow Volleyball Cup an die Küste transportiert worden - wird vor allem beim Kreisverband Bündnis 90/Die Grünen kritisch gesehen. "Wer Wintersportarten nachgehen oder Schneeerlebnisse haben möchte, sollte ins Erzgebirge kommen", argumentierte Kreisvorsitzende Ulrike Kahl damals.

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