Wolf verletzt vier Schafe in Jöhstadt

Übergriff auf Nutztiere geschah im Oktober. Nach einer Begutachtung besteht nun Klarheit.

Jöhstadt/Nossen.

Ein oder mehrere Wölfe haben im Erzgebirge erneut zugeschlagen. Wie Vanessa Ludwig von der Fachstelle Wolf mit Sitz in Nossen auf Nachfrage erklärte, fand der Übergriff auf die Nutztiere am 11. Oktober statt. Betroffen waren vier Schafe in Jöhstadt. Gleich nach der Meldung des Übergriffs sei die Fachstelle Wolf zur Begutachtung gekommen. Dabei wurde der Wolf "mit hinreichender Sicherheit als Verursacher festgestellt", so Vanessa Ludwig.

DNA-Probe seien keine genommen worden. Grund: Grundsätzlich würden im Freistaat Sachsen genetische Proben bei Nutztierübergriffen nicht für die Schadensermittlung hingezogen, da die Begutachtung der vorgefunden Risssituation und der geschädigten (tote oder verletzten Tiere) alleine Hinweise darauf ergeben, ob ein Wolf als Verursacher ausgeschlossen werden kann oder nicht, heißt es zur Erklärung. Für den Antrag auf Schadensausgleich seitens des Tierhalters reiche es aus, dass die Begutachtung durch den amtlich bestellten Nutztierrissgutachter den Wolf mit hinreichender Sicherheit feststellen konnte.

Das Gebiet um Jöhstadt liegt im Einzugsbereich des Vysluni-Rudelterritoriums, welches seinen Schwerpunkt in der Tschechischen Republik hat. Seit diesem Übergriff wurden keine weiteren Risse aus dem Erzgebirgskreis gemeldet, informiert die Fachstelle Wolf. (aed)

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