Rathausspitze äußert sich erstmals zu Stadionvertrags-Kündigung

Mit der Beendigung des Pachtvertrages steht die Frage, ob das CFC-Wappen an der Arena demontiert werden muss - die Antwort gibt nun der zuständige Bürgermeister.

Regelmäßig lädt die Rathausspitze vor Stadtratssitzungen zur Pressekonferenz. Das nächste Mal tagt das Gremium am 20. Juni, und einer der Tagesordnungspunkte dort wird die von der Stadtverwaltung vorgesehene und in der Öffentlichkeit viel diskutierte Kündigung des Stadion-Pachtvertrages sein.

Entsprechend war die Pressekonferenz am heutigen Freitag mit Spannung erwartet worden. Den Fragen der Journalisten stellte sich dort allerdings nicht Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig, sondern Stadtkämmerer Sven Schulze (beide SPD). Der 46-Jährige erklärte, es gäbe in der Frage nur zwei Alternativen - künftiger Leerstand des Stadions oder - wie von der Rathausspitze vorgeschlagen - eine weitere Nutzung über eine Spieltagsmiete, wenn die auch weder für die Kommune noch für die GGG als neuem Pächter kostendeckend sein wird. Ausdrücklich wies Schulze Befürchtungen zurück, dass künftig die Wohnungsmieter der GGG die Defizite durch den Stadionbetrieb ausgleichen müssten. "Da gibt es keinen Einfluss", betonte er.

Zugleich erklärte Schulze, auch nach Kündigung des Stadion-Pachtvertrages werde das CFC-Logo weiter am Hauptgebäude der Arena sichtbar sein. Man werde "keine Bilderstürmerei betreiben", sagte er wörtlich. Offen sei hingegen, ob das Wappen künftig allein an dem Gebäude hängen wird, ob noch weitere Vereinslogos dort angebracht werden sollen oder ob der Umstand, dass es sich um ein städtisches Stadion mit verschiedenen Nutzern handelt, anderweitig an der Fassade dokumentiert wird.

Erstmals hat sich am heutigen Freitag auch CFC-Insolvenzverwalter Klaus Siemon zu den Plänen der Stadt geäußert. Er verweist in einer Presseerklärung darauf, dass der Verein das Stadion an der Gellertstraße für seine Regionalliga-Partien in der nächsten Saison nutzen will. Zum Angebot des BSC Rapid, der CFC möge an der Irkutsker Straße und nicht an der Gellertstraße spielen, teilte Siemon mit, das sei keine Option. Es bedeutete nach seinen Worten statt dessen "den endgültigen wirtschaftlichen Tod des CFC und des Nachwuchsleistungszentrums".

Den vollständigen Wortlaut der Erklärung des CFC-Insolvenzverwalters finden Sie unter folgendem Link: www.freiepresse.de/cfcsanierung

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