Verbotene Neonazi-Gruppe: Mitglied will in den Stadtrat

Ein Bewerber der Liste Pro Chemnitz/DSU gehörte laut Innenministerium jahrelang zum Stamm der "Nationalen Sozialisten Chemnitz".

11Kommentare
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  • 0
    2
    PeKa
    11.04.2014

    Ballfreund, das Problem ist nicht, dass sich diverse Grüppchen, Vereine und Bünde im Untergrund bilden, sondern dass sie sich Schlagringe, Munition und Waffen besorgen und bei sich zu Hause aufbewahren, um diese zur Stunde X einsetzen zu können. Merken Sie den Unterschied?

    Was Sarrazin betrifft, so haben sich die Menschen an seine pseudowissenschaftlichen Thesen mittlerweile gewöhnt und wissen, was sie von ihm zu halten haben.

  • 0
    1
    Interessierte
    11.04.2014

    Ja , das ist nett erklärt ; ich hätte mich auch anders ausdrücken können , aber das wäre wieder nicht durch gegangen , deshalb habe ich nur einmal nachgefragt !;-)
    Zum Sarrazin kam gestern ein Beitrag bei ´Scobel`

  • 3
    0
    Ballfreund
    11.04.2014

    @Interessierte: Solche Gruppen gibt es, weil hierzulande schon wieder die Meinungsfreiheit bedroht ist. Jemand zog weiter unten einenVergleich zur DDR. Ganz so schlimm es noch nicht, denn immerhin darf Sarrazin seine Bücher in diesem Land veröffentlichen. Das er aber von linken Gruppen dabei Gewalt angedroht bekommt und diese legale Buchlesungen von ihm zu unterbinden zu versuchen, ist ein Zeichen, wohin es mit der Meinungsfreiheit in diesem Land geht. Und genau dann bilden sich eben diverse Grüppchen, Vereine und Bünde im Untergrund.

  • 4
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    KSeifert
    10.04.2014

    Extremisten aus welcher politischen Ecke auch immer gehören natürlich nicht ins Parlament. Aber Herr PeKa, mir stellt sich die Frage, warum hat man denn diesen schwerbewaffneten "jungen Mann", der sich nun für einen Sitz im Chemnitzer Stadtrat bewirbt, dann nicht gleich in Gewahrsam genommen ? Wenn es Anhaltspunkte für einen derart schweren Tatbestand geben würde, hätte Pro Chemnitz.DSU- Fraktionsvorsitzender Rechtsanwalt Kohlmann den "jungen Mann" sicher zu einem Nichtantritt bewogen, bzw. bewegen müssen.

  • 5
    1
    10.04.2014

    Peka: Bei der Linken hat - das ist ja bekannt - nicht nur mal einer eine verbrecherische Stasi- und SED-Vergangenheit. Das gibt es überhaupt keinen "Aufriss". Stasi- und SED-Täter, die das Leben anderer Leute zerstört haben, haben überhaupt nichts zu befürchten und können sich fröhlich politisch betätigen.

  • 4
    3
    10.04.2014

    Ich bin erschüttert, wie einige Kommentatoren hier die vermeintliche Gruppe "Nationale Sozialisten Chemnitz" (NSC) mit der Stasi gleichsetzen und damit die Verbrechen der Stasi und des SED-Regimes verharmlosen. Das ist zynisch, menschenverachtend und einfach nur zum Kotzen. Was auch immer diese Leute, die als NSC bezeichnet werden, in ihrer Freizeit so getrieben haben, strafbar war es offensichtlich nicht. So weit bekannt, wird ja keinem der Betroffene irgendeine Straftat zur Last gelegt. Menschen gejagd, gefoltert und ermordet, wie es die Stasi getan hat, haben die also nicht. Und ich stelle mir gerade die Frage, die sich auch eine kritische Presse als erstes stellen müsste: Es wird behauptet, diese NSC hätten ein autoritäres Regime errichten wollen. Wie geht das, ohne eine einzige Straftat zu begehen? Alle Aktivitäten der Gruppe, auf die das Innenministerium verweist, waren völlig legal, zumeist Demos. Und auf diesen Demos ist wohl offenbar alles brav und friedlich abgelaufen. Das scheint mir doch eher eine ganz unseriöse und rechtsstaatlich bedenkliche Aktion des Freistaates Sachsen gewesen zu sein, der hier tatsächlich mit autoritären Maßnahmen gegen Leute vorgegangen ist. Wäre echt gut, wenn die Freie Presse da mal kritisch nachhaken würde.

  • 1
    5
    PeKa
    10.04.2014

    Es handelt sich nicht um eine Partei, die sich das Recht nimmt, im Namen "aller" zu sprechen und zu richten, nur weil sie eine bestimmte Ideologie durchsetzen will, sondern es ist - wie aus dem Beitrag hervorgeht - das Operative Abwehrzentrum zur Bekämpfung des Rechtsextremismus, das Schlagringe und Waffen in 16 Wohnungen bzw. Objekten gefunden hatte. Wollen Sie, werter KSeifert, von Leuten, die Schlagringe, Munition und Waffen illegal bei sich zu Hause lagern, im Stadtrat vertreten werden? Ich will es nicht!

  • 5
    6
    KSeifert
    10.04.2014

    Liebe "Freie Presse". Ich habe mit dem Begriff "rechtspopulistische Vereinigung" ein Problem. Will man die 24 engagierten Chemnitzer Stadtratbewerber der Bürgerbewegung Pro Chemnitz.DSU, aus allen gesellschaftlichen Schichten der Stadt kommmend, für Veränderungen ,der Bürger ihrer Stadt stehen, in eine bestimmte, unliebsame Ecke schieben ? Mir kommen Erinnerungen an die Zeit vor 25 Jahren hoch, wo eine Partei sich das Recht nahm, im Namen "aller" zu sprechen und zu richten.

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    5
    gelöschter Nutzer
    10.04.2014

    @Interessierte: Diese Gruppen und Andersdenkende gab es immer. Das stand nur zu DDR-Zeiten nicht in der Zeitung und da es seinerzeit keine Meinungsfreiheit gab und ernste Strafen drohten, hielten sich solche Leute eher bedeckt bzw. sie wurden stillschweigend entfernt. Das gab es also schon immer und das wird es leider auch immer geben.

    Wenn sie keine Arbeit haben und ihnen redet jemand ein, dass das nicht an ihnen liegt sondern an dem bösen Ausländer, glauben sie dass ganz schnell. Als Ersatz für die eigene Unfähigkeit nimmt man solche Ersatzprügelknaben gern an und geht dann bereitwillig in solche Gruppen. Es gibt noch viele andere Gründe, warum man zu beitritt. Das war nur das simpelste Beispiel.

  • 4
    2
    Interessierte
    10.04.2014

    Ich frage mich nur immer , warum sich diese diese Gruppen gegründet haben , die gab es doch früher nicht , somit muß es doch irgendwelche Gründe geben , die dazu geführt haben , dass diese Leute eine andere Meinung haben und etwas anderes wollen oder gar verändern wollen ; und letztendlich schließen sich dort immer mehr an ( es schließt sich aber keiner eine Gruppe an , wenn er nicht will , da kann man propagandieren wie man will )

  • 2
    6
    PeKa
    10.04.2014

    Ich möchte nicht wissen, was für ein Aufriss gemacht werden würde, wenn bei einem Kandidaten für die Linke Stasivergangenheit festgestellt würde. Der müsste ganz gewiss seine Kandidatur zurück ziehen. (Bei allem dürfte klar sein, dass ich sowohl die Stasi als auch der NSC als kriminelle Vereinigungen einstufe).



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