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Anzahl der Ausfalltage wegen Krankheit steigt erneut an

Rückenschmerzen sorgen im Erzgebirgskreis für fast jeden vierten Ausfalltag. Das geht aus dem Jahresbericht der DAK-Gesundheit hervor. Und: Bei einer Erkrankung liegt der Kreis deutlich unter dem Landesdurchschnitt.

Von Thomas Wittig
erschienen am 11.10.2017

Annaberg-Buchholz. Immer mehr Überstunden sorgen für immer mehr Stress auf Arbeit. Das ist auf Dauer nicht gesund. Den Beweis dafür liefert der aktuelle Bericht der DAK. Aus den Zahlen der Krankenkasse, die jetzt für das Jahr 2016 vorliegen, geht hervor, dass die Anzahl der Ausfalltage wegen Krankheit erneut gestiegen ist. Schon 2015 gab es einen Anstieg. Konkret waren vergangenes Jahr an jedem Tag von 1000 Arbeitnehmern 48 krankgeschrieben, was einem Krankenstand von 4,8 Prozent entspricht. 2015 belief er sich noch auf 4,6 Prozent.

Mit diesen aktuellen Zahlen ordnet sich der Kreis sachsenweit etwa in der Mitte ein. Demnach ist 2016 mit 5,2 Prozent der höchste Krankenstand in den Landkreisen Leipzig und Nordsachsen zu verzeichnen gewesen. Der niedrigste Wert wird mit 4,0 Prozent für die Stadt Leipzig gemeldet.

Die Liste der häufigsten Erkrankungen von DAK-Versicherten im Erzgebirgskreis wird von Muskel-Skelett-Erkrankungen angeführt. Dabei handele es sich in der Regel um Rückenschmerzen. "Diese sind für beinahe jeden vierten Ausfalltag verantwortlich, stiegen im Vergleich zu 2015 um 19 Prozent an", erklärt Jörg Ziehe, Leiter des Chemnitzer Servicezentrums der Krankenkasse. Am zweithäufigsten mussten Ärzte im vergangenen Jahr gelbe Scheine wegen Atemwegserkrankungen wie etwa Bronchitis ausstellen. Diese Diagnosen sind im Vergleich zum Vorjahr mit einem Prozent leicht angestiegen. Für dieses Jahr rechnet Ziehe hingegen mit einem deutlichen Anstieg in dieser Kategorie. Verantwortlich dafür macht er die schwere Grippewelle.

Leicht zurückgegangen sind indes psychische Erkrankungen, zu denen etwa Angstzustände sowie Depressionen zählen. Damit liegt der Erzgebirgskreis überraschenderweise sogar ein ganzes Stück unter dem Landesdurchschnitt. "Eine Erklärung dafür habe ich nicht wirklich", sagt Ziehe. Laut der DAK-Statistik haben im Landkreis die psychischen Erkrankungen konkret zu 186 Fehltagen je 100 Versicherten geführt, in Sachsen hingegen zu 249 Fehltagen pro 100 Versicherten. In Chemnitz etwa waren psychische Erkrankungen im vergangenen Jahr für die meisten Fehltage von Arbeitnehmern verantwortlich.

An manch einer Stelle hinken die Zahlen aber auch. So werden unter dem Punkt Neubildungen Krebserkrankungen nur zu einem Teil erfasst, da sich die Statistik der DAK ausschließlich auf Erwerbstätige bezieht. Das bedeutet zum Beispiel, dass zahlreiche Prostatakrebsfälle bei Männern, die in der Regel erst im höheren Alter auftreten, gar keine Erwähnung finden. Auch sind laut Ziehe nur die Fehltage erfasst, für die ein Krankenschein eingereicht worden ist. Wer hingegen mal einen Tag nicht auf Arbeit gehen kann, weil er sich unwohl fühlt, sich dafür aber kein ärztliches Attest einholt, finde keinen Eingang in den DAK-Report, sagt Ziehe.

Die DAK betreut im gesamten Erzgebirgskreis aktuell etwa 10.000 Versicherte. Die Mehrzahl davon sind Frauen.

 
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