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Betroffen von der Bombendrohung: ein Discounter-Großhandel am Gewerbering. Weitere Geschäfte bzw. Unternehmen in dem Areal an der B 101 waren laut Einsatzleiter nicht beeinträchtigt.

Foto: Bernd März

Bombendrohung legt Großmarkt lahm

Mehrere Stunden ging gestern in einer Handelseinrichtung am Gewerbering gar nichts mehr. Und nicht nur dort.

Von Antje Flath
erschienen am 10.10.2017

Annaberg-Buchholz. Olaf Matthes ist seit mehr als 25 Jahren als Brummi-Fahrer unterwegs - mehr als die Hälfte dieser Zeit international. Erlebt hat er dabei schon so einiges und könnte "einen Roman schreiben". Gestern musste er allerdings eine ganz neue Erfahrung machen: Zwangspause wegen einer Bombendrohung. "Wartezeiten gibt es immer mal. Aber so etwas habe ich noch nicht erlebt", berichtet er.

Seit mittlerweile acht Jahren routinemäßig für ein europaweit tätiges Logistikunternehmen im Einsatz, das sich auf Lebensmittellogistik spezialisiert hat, wollte er gestern gegen Mittag wie immer seine Frischware im Edeka-Großmarkt in Annaberg-Buchholz abliefern. Doch in dem Discounter-Großhandel am Gewerbering ging zu diesem Zeitpunkt nichts mehr. Unbekannte hatten mit der Explosion des Gebäudes gedroht. Gegen 10 Uhr war eine entsprechende Information bei der Polizei aufgelaufen. Wenig später waren die etwa 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Kunden evakuiert, das Gebäude abgesperrt. Sie kamen vorübergehend in einem nahe gelegenen Autohaus unter, beobachteten das Geschehen aber aufmerksam.

Auch für den vom Firmenstandort in Ottendorf-Okrilla gekommenen Olaf Matthes bedeutete das vorerst eine unfreiwillige Zwangspause. "Der Ware passiert nichts, die bleibt gekühlt", erläutert er. "Aber mir geht Arbeitszeit flöten". Denn in Drebach wartete unterdessen der nächste Kunde auf seine Lieferung. Deshalb entschied er auch, die Wartezeit auf maximal eine Stunde zu beschränken. Sollte das nicht reichen, bleibe die Ware im Auto und werde dann am nächsten Tag ausgeliefert.

Ein zu knappes Zeitlimit, denn erst gegen 12.45 Uhr trafen die ersten Sprengstoffspürhunde ein. Drei von ihnen suchten nach Angaben des Einsatzleiters vor Ort das etwa 1600 Quadratmeter große Objekt ab. Weitere Vierbeiner waren im Rahmen ihrer Ausbildung mit dort. Gegen 14 Uhr konnte seitens der Polizei Entwarnung gegeben werden: "Verdächtige Gegenstände wurden nicht gefunden." Aber die Ermittlungen wegen "des Verdachts der Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten" sind aufgenommen.

 
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