"Hört Ihr Leut' und lasst Euch sagen ..."

Mitte Mai 2018 ist Schwarzenberg Gastgeberstadt für das große Zunfttreffen aller Türmer und Nachtwächter aus ganz Europa

Schwarzenberg.

Da wird wohl kaum einer zum Schlafen kommen, wenn vom 10. bis 13. Mai mehr als 160 Türmer und Nachtwächter aus ganz Deutschland, Dänemark, den Niederlanden, Frankreich sowie aus vielen weiteren europäischen Nachbarländern sich zu ihrem alljährlichen Zunfttreffen ein Stelldichein geben. Gastgeber für dieses sehens- und erlebenswerte Spektakel ist 2018 die Stadt Schwarzenberg.

In ihren Ornaten und Gewändern sind sie nicht nur in ihren jeweiligen Heimatstädten und Herkunftsländern amtlich und ehrenamtlich aktiv, sondern zugleich auch immer beliebte Fotomotive. Dann erklingen viele verschiedene und ganz individuelle Türmerrufe und Lieder in unterschiedlichen Sprachen. Für den Schwarzenberger Türmer Gerd Schlesinger und Nachtwächter Jörg Eller (Foto) wird dieses Wochenende ein ganz besonderer Höhepunkt. Schließlich ist es Schlesinger zu verdanken, dass Schwarzenberg als Stadt heute Mitglied dieser europäischen Zunft ist. Bereits seit Himmelfahrt 2017 steht die Zunftfahne als "symbolischer Staffelstab" im Ratssaal von Schwarzenberg.

Höhepunkte des immer am Himmelfahrtswochenende stattfindenden Zunfttreffens sind neben der traditionelle Zunftsitzung als einer internen Versammlung besonders die öffentlichen Auftritte der Zunftmitglieder zum Beispiel beim "Wirtschaften". Dann ziehen die Zunftbrüder von Gastwirtschaft zu Gastwirtschaft und tragen dort sowie in den Straßen und Gassen ihre Rufe und Lieder vor - ein einmaliges Erlebnis für alle Gäste. Festlich wird es zum ökumenischen Gottesdienst. Mehr zum Programm unter: www.schwarzenberg.de


Fliegen statt Skifahren in Oberwiesenthal

Noch dominieren die alpinen Skifahrer den Haupthang. Sobald aber der Schnee geschmolzen ist, sollen gleich nebenan die Arbeiten für eine neue touristische Attraktion starten. Auch dabei geht es rasant vom Berg ins Tal.

Mit Groß-Investitionen ist Oberwiesenthal in den vergangenen Jahren nicht gerade verwöhnt worden. In diesem Jahr soll sich das ändern. Dafür sorgen will die private Liftgesellschaft Oberwiesenthal (LGO). Für die Summe von schätzungsweise einer Million Euro plant das Unternehmen die Errichtung einer sogenannten Fly-Line unmittelbar neben dem Vierer-Sessellift.

"Wir liegen mit unserem Vorhaben gut im Zeitplan", heißt es aus der Geschäftsführung der LGO. Was bedeutet das? Die Firma Fly-Line GmbH, die die Anlage bauen wird, erstelle derzeit die Unterlagen, die für die Einreichung des Bauantrages beim Landratsamt des Erzgebirgskreises notwendig sind. Ziel sei es, diese Dokumente Mitte, Ende Januar abgeben zu können. Bis dahin müssen aber zunächst noch die Verträge mit der Forstverwaltung unterzeichnet werden, auf deren Grund und Boden die Fly-Line zum Teil gebaut wird. Aber auch in dieser Hinsicht sendet die LGO-Geschäftsführung positive Signale aus: "Bis jetzt hat es sehr gute Gespräche mit den Vertretern der Forstverwaltung gegeben. Es gilt noch ein paar Details zu klären."

Das große Ziel der LGO heißt Baustart am 1. Mai. Mit Beginn der Sommerferien soll die Fly-Line dann eröffnet werden. Doch was ist das eigentlich? Fly-Line ist eine Mischung aus Seilrutsche, Sommerrodel- und Achterbahn. Der Fahrgast sitzt in einem Gurtsystem, das an einem fliehkraftgebremsten kleinen Schlitten hängt. Dieser wiederum gleitet an einem Rohrsystem aus Edelstahl fast lautlos ins Tal. Mit einer Länge von 1250 Metern wäre die Oberwiesenthaler die längste Fly-Line Europas.


Kleine und große Jubiläen

125 Jahre Theater

Am Ostersonntag 1893 wurde mit einer Festvorstellung von Johann Wolfgang von Goethes Schauspiel "Egmont" das Neue Stadt-Theater Annaberg eröffnet. Ein neues Kapitel in einer bereits lange existierenden Tradition, die bis ins 16. Jahrhundert zurückreicht, und zugleich der Beginn einer nunmehr 125-jährigen Geschichte: Am 5. Mai dieses Jahres feiert das Eduard-von-Winterstein-Theater in Annaberg-Buchholz sein großes Jubiläum. Neben einer langen Geburtstagsnacht mit vielen Überraschungen sind unter anderem ein Kinderfest und großes Gala-Programm geplant. Ganz der alten Tradition folgend wird es auch Straßentheater geben. Und beim Tag der offenen Tür können neugierige Gäste einen Blick hinter die Kulissen wagen. (af)

10 Jahre Erzgebirgskreis

Der runde Geburtstag soll am 3. und 4. August gefeiert werden. Höhepunkt wird am Samstagabend - wie schon bei Gründung des Erzgebirgskreises - ein Bergmännischer Zapfenstreich auf dem Markt in Annaberg-Buchholz sein. Die Kreisverwaltung ist dabei, ein buntes Rahmenprogramm zu organisieren. Zu den Feierlichkeiten werden auch Vertreter aus den Partnerlandkreisen eingeladen. (alu)

675 Jahre Stollberg

Mitte Juni feiert die Große Kreisstadt Stollberg 875 Jahre Stadtrecht. Die Party soll eine zehntägige Sause werden, die viele Bürger für viele Bürger mitgestalten. Wie es die Partnerstadt in Bayern macht: Dort laden Nördlinger andere Nördlinger in ihre Häuser, auf ihre Höfe. Entsprechende Ideen von etwa 100 Stollbergern werden derzeit gesichtet. (joe)

100 Jahre Kurbetrieb

Zu Pfingsten wird das Festwochenende zu 100 Jahre Kurbetrieb in Bad Schlema begangen. Denn 1918 startete im alten Kurhaus in Oberschlema der Kurbetrieb und das Radiumbad wurde eröffnet. Für das Maiwochenende ist eine große Show vor der traumhaften Kulisse des Kurparks geplant. Außerdem soll es weitere Veranstaltungen im Jubiläumsjahr geben. (tjm)

Partnerschafts-Jubiläen

Um die Kräfte zu bündeln, werden mit einer Reihe von Veranstaltungen in der ersten Oktoberwoche 2018 Jubiläen von zwei Rittersgrüner Ortspartnerschaften begangen: die dann 25-jährigen Beziehungen zur Gemeinde Münstertal im Schwarzwald und die 20-jährige Partnerschaft mit Nova Role (Neu Rohlau) in Tschechien. (stl)


Oelsnitz belebt Bergfest wieder

Am 9. September wird es im erzgebirgischen Oelsnitz erstmals wieder ein Bergfest geben. Dieses war im Lugau-Oelsnitzer Steinkohlenrevier etwa ab Mitte des 19. Jahr'hunderts bis zur Einführung des Bergmannstages im Jahr 1950 begangen worden . Ursprünglich stammt die Tradition aus dem Erzbergbau. Die Veranstaltung wird in Verbindung mit dem Oelsnitzer Bauernmarkt und in Zusammenarbeit mit der Knappschaft des Lugau-Oelsnitzer Steinkohlenreviers durchgeführt. Das ist der Förderverein des Bergbaumuseums. Zum Programm gehören ein Bergaufzug und ein Berggottesdienst unter freiem Himmel. (vh)


Der Zirkus in Scharfenstein geht weiter

Der Zirkus auf Burg Scharfenstein geht weiter - auch im neuen Jahr. Denn die Playmobil-Ausstellung "Zirkusgeschichte(n)" wird bis zum 12. August verlängert.

Die Besucher können in dieser ganz besonderen Schau die Zirkuswelt im Kleinen bestaunen. Möglich wurde dies dank der Sammlung von Oliver Schaffer. Drei Jahre war dieser alt, als ihm seine Eltern die erste Playmobil-Figur schenkten. So weit, so alltäglich. Doch in dem Jungen aus Kiel wurde eine Leidenschaft für die faszinierende Welt des Zirkus' geweckt, und er sammelte und sammelte. Als Teenager verlor er das Interesse an den Figuren. Das hat sich längst geändert: Oliver Schaffer hat mittlerweile 24 Ausstellungen gestaltet, die mehr als drei Millionen Besucher gesehen haben.

Der Zirkusausstellung folgt dann eine weitere Familienschau. In deren Mittelpunkt soll das Mittelalter stehen, heißt es seitens der Schlossbetriebe. (bz/mdeg)


Leinölfest: Stadt hofft auf zahlreiche Besucher

Bis zu 20.000 Gäste werden zum Leinölfest in Pockau erwartet, das nur aller fünf Jahre stattfindet. Am 8. und 9. September wird jede Menge geboten: von Einblicken in die Ölmühle über historisches Handwerk bis hin zu einem Kulturprogramm.

Zuständig für die Vorbereitungen ist die Stadt Pockau-Lengefeld. Nach dem jüngsten Fest hatte der Heimat- und Mühlenverein als Organisator die Reißleine gezogen. An vielem Bewährten will die Stadt bei der Neuauflage festhalten. Die Mühle öffnet ihre Türen, eine Sonderausstellung ist angedacht. Bühnen werden aufgebaut. Vereine sowie Einrichtungen präsentieren sich. Bands sollen auftreten.

Darüber hinaus soll historisches Handwerk gezeigt werden. In der Vergangenheit ließ sich zum Beispiel in Pockau ein Zigarrenmacher antreffen. Ob ein Festumzug stattfindet, steht noch nicht fest. Der hatte im Jahr 2013 besonders viele Besucher angelockt. (geom)


Schneeberg lädt zum Familientag

Der Sächsische Familientag findet dieses Jahr am 9. Juni am Filzteich in Schneeberg statt. Die eintägige Veranstaltung ist nach dem Tag der Sachsen eines der größten Feste im Freistaat. Es zieht einmal im Jahr Tausende Besucher an - so auch im vergangenen Jahr in Niesky bei Görlitz. 12.000 Besucher feierten ein buntes Spektakel mit vielen Spiel- und Mitmachaktionen. Die Planungen für den Familientag 2018 haben bereits begonnen. Stefan Unger, Mitarbeiter im Stadtmarketing, verrät: "Wir wollen Schneeberg als Bergbaustadt und Kreativstadt in den Fokus rücken." Geplant sind Spielangebote. Außerdem sollen sich Vereine präsentieren. (juef)


Phänomenia in Stollberg erlaubt Blick in die Sterne

Acht Monate nach der Eröffnung im sanierten Westflügel des früheren DDR-Frauengefängnisses Hoheneck in Stollberg wird die Lern- und Erlebniswelt Phänomenia im Januar bereits umgebaut. "Das hätten wir beim Start im Mai auch nicht gedacht", freut sich Chefin Doris Bradler. Die mehr als 350 Exponate, die Naturwissenschaft zum Anfassen bieten, rücken enger zusammen für eine Ausstellung über das Hubble-Teleskop. Diese soll ab 22. Januar zu sehen sein, ergänzend zum mobilen Planetarium, in dem seit Anfang des Monats kurze Filme für Kinder ab fünf Jahren gezeigt werden. Der Besitzer der Anlagen, Hans-Peter Schneider aus Zeulenroda, spielt zudem mit dem Gedanken einer Sonderausstellung, wenn der ESA-Astronaut Alexander Gerst dieses Jahr wieder zur Internationalen Raumstation ISS fliegt. (kan)

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