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Der spanische Komponist José Alberto Pina dirigierte die Bläserphilharmonie Thum am Wochenende bei seinem Stück "The Ghost Ship". Der Applaus dafür fiel riesig aus.

Foto: Dirk Trautmann

Musikalisches Geisterschiff legt mit Erfolg in Thum an

Bläserphilharmonie und Bläserkids haben mit einem harmonischem Weihnachtskonzert geglänzt. Dabei hat ein spanischer Komponist die Deutschlandpremiere seines Werks dirigiert.

Von Dirk Trautmann
erschienen am 05.12.2017

Thum. Mit zwei Weihnachtskonzerten haben die Bläserphilharmonie und die Bläserjugend Thum die Adventszeit eingeläutet. Am Freitag und am Samstag haben sie damit insgesamt 600 Besucher ins Volkshaus der Stadt gelockt. Längst sind die Weihnachtskonzerte zu Selbstläufern geworden, gehen die Karten dafür weg wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln. Und auch das Konzert im Eduard-von-Winterstein-Theater in Annaberg-Buchholz am 23. Dezember ist ausverkauft.

Und die Vorschusslorbeeren sind mehr als gerechtfertigt, haben sich doch die Ensembles in den vergangenen Jahren einen hervorragenden Ruf erspielt. Davon hat auch der spanische Komponist José Alberto Pina gehört. Er klickte sich durchs Internet und fand auf Youtube Interpretationen seiner Werke von der Bläserphilharmonie, unter anderem "The Legend of Maracaibo". Der preisgekrönte und international renommierte Künstler suchte den Kontakt zu Thomas Conrad, den künstlerischen Leiter der Thumer und machte diesem ein Angebot, das der nicht abschlagen wollte und konnte. Nichts weniger als die Deutschlandpremiere seines neuesten Werks stellte José Alberto Pina in Aussicht, behielt sich dafür aber das Dirigat vor. Für Thomas Conrad nichts Ungewöhnliches: "Für mich ist es nichts Neues, dass andere Dirigenten die Bläserphilharmonie leiten. Das haben wir schon bei Workshops so gemacht."

Also setzte sich José Alberto Pina in den Flieger, probte mit den Thumern und legte am Freitag und Samstag zwei fulminante Konzerte hin. In "The Ghost Ship" ließ er die Thumer Bläserphilharmonie die letzte Fahrt der "American Star" musikalisch schildern. Das Schiff hatte als Kreuzfahrer vor dem und als Truppentransporter im 2. Weltkrieg gedient, wurde mehrmals umbenannt und lief auf seiner letzten Fahrt, gezogen von Schleppern, bei einem Orkan vor Fuerteventura auf Grund. Viele Jahre lang lag das Wrack vor der Küste der spanischen Insel, bevor es für immer im Ozean versank. Diese letzte Fahrt erlebten nun die Besucher im Volkshaus Thum mit: Wie das Schiff durch die Wellen fährt, wie die Ratten das sinkende Schiff verlassen wollen, wie der Sturm mit all seiner Wucht aufbraust - dargestellt durch bombastische Klängen, denen sich kein Premierengast entziehen konnte.

Das Publikum verharrte nach den letzten Klängen zunächst kurz. Doch dann brach ein Applausorkan los, wie er nur selten im Volkshaus zu vernehmen ist. José Alberto Pina sprach nach dem Konzert von "einer unvergesslichen Premiere", lobte "die fantastischen Musiker" für ein "kraftvolles und aufregendes Konzert". Die Zuhörer waren ganz gefangen von dieser gewaltigen Szenerie, die der spanische Komponist und Dirigent mit der Bläserphilharmonie entwickelt hatte. "Das war außergewöhnlich schön. Ein temperamentvolles Werk. Ich konnte richtig mitempfinden, wie das Schiff im Sturm untergegangen ist", schilderte unter anderem Antje Melzer aus Thum ihre Eindrücke.

 
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