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Das war so nicht geplant: Weil zuviel weggebaggert wurde, besteht nun ein Baustopp.

Foto: Georg Ulrich Dostmann

Schon vier Wochen Baustopp auf Oberem Weg

Das seit Jahren geplante Projekt in Steinbach steckt in der Sackgasse. Weil die Firma nicht "so ganz nach Plan" vorging, heißt es nun warten. Doch der Winter steht vor der Tür.

Von Thomas Wittig
erschienen am 12.09.2017

Steinbach. Der Freude folgt die Ernüchterung: Jahrelang war die Sanierung bzw. der Ausbau des Oberen Weges mit Stützmauer im Ortsteil Steinbach Bestandteil des Jöhstädter Haushaltes. Jahrelang konnte nicht gebaut werden, weil die nötigen Fördermittel nicht wie von der Stadt erhofft zur Verfügung standen. Dieses Jahr sollte alles besser werden. Dank einer 90-prozentigen Bezuschussung steht die benötigte Summe von 432.000 Euro zur Verfügung. Vor reichlich vier Wochen dann der Baubeginn - dem zwei Tage später der Baustopp folgte.

Dieser Zustand hält bis heute an. Und derzeit kann bei der Stadt auch niemand sagen, wann es weitergehen wird. Andreas Schmidt-Brücken vom Bauamt hofft dennoch darauf, dass der Obere Weg bis zum Beginn des Winters fertiggestellt und wieder befahrbar ist. "Allerdings wird es dann noch keine Bitumendecke geben", sagt er. Doch was ist eigentlich passiert?

Nachdem sich der Baustart am Oberen Weg um einige Wochen verzögert hatte, ging es dort - für Stadt und Anwohner völlig überraschend - von jetzt auf dann los. Mit dem Ergebnis, "dass die Arbeiten nicht ganz so gelaufen sind, wie es in den Plänen steht", erklärte Bürgermeister Olaf Oettel (parteilos) zur jüngsten Ratssitzung zunächst noch vorsichtig. Dann wurde er deutlich: "Die Baufirma hat einfach zu viel Hang weggebaggert." Ein Anwohner bezeichnete das Ganze sogar als "Schildbürgerstreich".

Um ein Abrutschen des gesamten Hanges und eventuell der Häuser am Oberen Weg zu verhindern, musste dringend ein Baustopp ausgesprochen werden. "Seitdem ist eine komplette Umplanung des Projektes erfolgt, weil wir nicht mehr so bauen können, wie ursprünglich geplant", sagte Schmidt-Brücken. Die Stützmauer soll jetzt in Form sogenannter Gabionen errichtet werden. Das sind mit Steinen gefüllte Drahtkörbe. Dazu laufen momentan Preisverhandlungen. "Erst wenn wir wissen, welche finanziellen Auswirkungen das für uns hat und das Material geliefert werden kann, wird der Bau mit der entsprechend neuen Technologie fortgesetzt", erläuterte Schmidt-Brücken. An Mehrkosten glaubt er indes nicht, da die eigentlich kalkulierten hohen Betonkosten für den Randbalken nunmehr entfallen.

Damit die Anwohner aber vor allem auch Rettungsfahrzeuge in der Zwischenzeit an den Oberen Weg heranfahren können, werde seit gestern eine ehemalige Plattenstraße ertüchtigt. Auf dem Oberen Weg selbst dürfe derzeit niemand mehr entlang fahren. Zu groß sei die Gefahr, dass dort weiteres Erdreich abrutsche.

 
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