An Großbaustellen in Glösa fehlen Schülerlotsen

Die Schule im Stadtteil erhält einen Anbau, in der Nähe entsteht eine Kita. Das Rathaus hat eine Idee, wer nun für die Sicherheit der Kinder sorgen soll.

Glösa.

Der Bereich rund um die Grundschule in Glösa gleicht derzeit einer großen Baustelle. Die Bildungseinrichtung erhält nicht nur einen Anbau, der im Rohbau fertig ist. In der Nähe entsteht zudem bis September eine neue Kindertagesstätte. Bauarbeiter und Handwerker sind täglich vor Ort. In einer Bürgersprechstunde der Linken in Glösa berichteten mehrere Eltern von Problemen mit der Sicherheit auf dem Schulweg für ihre Kinder.

Doch Schülerlotsen, die die Erst- bis Viertklässler auf ihrem Weg in die Schule begleiten, Gefahrensituationen entschärfen und die Kinder notfalls auch schützen, gibt es in Glösa nicht, erfuhr die Stadtratsfraktion der Linken durch eine Ratsanfrage. Da die Bauarbeiten für die neue Kita ohnehin im September endeten und die Suche nach Schülerlotsen viel Zeit in Anspruch nehme, habe man sich mit der Bildungsstätte verständigt, nicht nach Schulweghelfern zu suchen, erklärte der zuständige Bürgermeister Sven Schulze. Zum einen werde bei Bauarbeiten grundsätzlich versucht, die Sicherheit auf dem Schulweg zu erhalten. Komme es dennoch zu gefährlichen Situationen sollen Regelungen wie Halteverbote, Reduzierung der Geschwindigkeit oder die Installation einer Fußgängerampel die Lage entschärfen, so Schulze.

Doch so ganz ohne die Helfer scheint es in Glösa nun doch nicht mehr zu gehen. Denn die Schule soll sich jetzt selbst auf die Suche nach Verkehrslotsen machen, sagte der Bürgermeister, und "beispielsweise Eltern, Großeltern oder andere engagierte Personen kurzfristig für diese Tätigkeit gewinnen". Jedoch habe sich dort bislang kein möglicher Helfer gemeldet, fügt er hinzu. Das sieht Linken-Fraktionsvorsitzende Susanne Schaper kritisch. "Die Entscheidung, die Suche nun der Grundschule aufs Auge zu drücken, ist verwerflich und kommt zudem zu spät", erklärt sie. Das bekräftige ihre Vermutung, dass von Anfang an die Notwendigkeit bestanden habe, in Glösa Schülerlotsen einzusetzen.

Diese würden laut "Freie Presse"-Informationen besonders vor Beginn des Unterrichts in Glösa dringend benötigt. Gegen 7.30 Uhr sei die Situation besonders angespannt. Dann erhöhten neben den Bauarbeitern und Handwerkern, die auf den beiden Baustellen tätig sind, auch Eltern, die ihre Kinder zum Unterricht bringen, das Verkehrsaufkommen im Bereich der Schule beträchtlich.

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