Anklage wegen Angriffs auf Beamte bei Chemnitz-Demos 2018

Dresden/Chemnitz (dpa) - Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden hat im Zuge der Demonstrationen nach dem gewaltsamen Tod eines Deutschen im August 2018 in Chemnitz eine weitere Anklage erhoben. Nach Angaben vom Freitag wirft sie einem 35-jährigen Deutschen einen tätlichen Angriff auf Polizisten und versuchte gefährliche Körperverletzung vor. Der Mann habe am 27. August eine Polizeikette zu durchbrechen versucht und als dies misslang, eine gefüllte Bierflasche und einen brennenden pyrotechnischen Gegenstand in Richtung Gegendemonstranten geworfen. Ob dadurch jemand verletzt wurde, konnte nicht ermittelt werden.

Der Angeklagte war bereits im September 2018 in einem beschleunigten Verfahren am Amtsgericht Chemnitz wegen Zeigens des «Hitlergrußes» bei der rechtsgerichteten Kundgebung zu fünf Monaten Freiheitsstrafe verurteilt worden. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.


Auslöser der Demonstrationen war die Tötung eines 35-Jährigen am 26. August. Zwei Asylbewerber stehen im Verdacht, den Mann nach dem Stadtfest auf der Straße erstochen zu haben. Einem Syrer wird derzeit der Prozess wegen gemeinschaftlichen Totschlags gemacht, nach einem flüchtigen Iraker wird gefahndet. Im Zusammenhang mit dem Geschehen gab es schon mehrere Anklagen und Verurteilungen.

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