Behörde lässt Blitzer in Lichtenwalde aufbauen

Auf Strecke zur B 169 und zur Autobahn soll Tempo gemessen werden

Lichtenwalde.

Keine 300 Meter lang ist die Ortsdurchfahrt und somit der mit Wohnhäusern bebaute Teil der Niederwiesaer Straße in Lichtenwalde. Auf 50 Kilometer pro Stunde abbremsen, das tun bei ihrer Fahrt zur B 169 oder von dort nach Niederwiesa offenbar nicht alle Auto- und Lkw-Fahrer: "Dieser Bereich stellt einen mehrjährig polizeilich festgestellten Unfallschwerpunkt dar", erklärt André Kaiser, Leiter der Pressestelle des Landratsamtes Mittelsachsen. Häufigste Unfallursache sei das Fahren mit überhöhter Geschwindigkeit. Mobile Geschwindigkeitsüberwachungen seien schon mehrfach an dieser Stelle durchgeführt worden. Nun soll ein fest installierter Blitzer den Unfallschwerpunkt entschärfen.

Aktuell werden zwei Geräte an der Staatsstraße montiert - von der Bundesstraße kommend, kurz vor der Kreuzung mit der Straße Lichtenwalder Höhe und der August-Bebel-Straße, die in den Niederwiesaer Ortsteil führt. Bauarbeiter gießen in diesen Tagen das Fundament aus Beton. In der ersten Septemberhälfte soll die Anlage in Betrieb gehen. "Es wird in beiden Fahrtrichtungen innerorts gemessen", so Kaiser.

Im Hauptausschuss des Gemeinderates traf die Neuigkeit auf Zustimmung: Ortsvorsteher Jens Bossard kritisierte, wie schnell Autofahrer aus beiden Richtungen angefahren kommen. Das erschwere es, sicher von der August-Bebel-Straße abzufahren. "Ein Kreisverkehr wäre schöner", sagte der Gemeinderat.

An der Kreuzung kracht es häufig: Zuletzt berichtete die Polizei im Juni über einen Auffahrunfall, bei dem eine Frau leicht verletzt wurde. Einen Monat vorher wurde ein von der Lichtenwalder Höhe einbiegender Pkw von einem Auto erfasst, das auf der Niederwiesaer Straße in Richtung B 169 unterwegs war. Bilanz: eine Leichtverletzte, 18.000 Euro Schaden.

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