Debatte um Nahverkehr für 1 Euro pro Tag

Was für Chemnitz noch diskutiert wird, ist anderswo bereits Praxis. Mit allerdings ganz unterschiedlichen Erfahrungen.

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12Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 15
    0
    Hankman
    01.10.2019

    Wow, eine interessante Diskussion hier mit vielen guten und überlegenswerten Argumenten. Ich finde auch, man muss beides im Blick haben: ein attraktives Angebot mit mehr Verbindungen und engerem Takt ebenso wie die Preise. Ich bewege mich in Chemnitz vorwiegend mit dem Auto. Aber wenn ich mal den Nahverkehr nutze, bin ich immer wieder angetan davon, wie flott man mit der Straßenbahn (!) vorankommt (nützt mir aber leider für den täglichen Arbeitsweg nicht viel). Ich finde auch die Monitore in der Bahn gut, die mir sagen, in welche Linien ich bei den nächsten Haltestellen umsteigen kann und wann diese Busse/Bahnen fahren. Was mir nicht gefällt, sind die langen Wartezeiten am Abend.

    Und das Straßenbahnnetz müsste mit Hochdruck ausgebaut werden. Das heißt zum Beispiel, dass es wieder Trassen auf der Frankenberger und Leipziger Straße geben sollte. Und auch der Kaßberg und der Sonnenberg müssten wieder erschlossen werden. Da muss man eben auch technische Lösungen suchen. Ich habe noch erlebt, wie die uralten Schmalspur-Straßenbahnen mühelos die steile Kaßbergauffahrt hinaufgekraxelt sind. Man muss sich vielleicht auch von der Vorstellung verabschieden, dass jede Straßenbahnlinie einen separaten Gleiskörper haben muss. Und man bräuchte auch eine kleinere Fahrzeugvariante für Strecken, auf denen es eng zugeht.

    @HHCL: Sie bringen noch einen anderen wichtigen Gedanken ein.Ja, früher hatten die Leute mehr Zeit. Wenn aber alles immer schneller und effektiver gehen muss und die Menschen darauf angewiesen sind, ganz fix von A nach B zu kommen, wird die Diskussion über die Verkehrswende schwierig. Vielleicht müsste sich die Gesellschaft generell etwas entschleunigen.

  • 12
    1
    MuellerF
    01.10.2019

    Der Ausbau des ÖPNV in Chemnitz schreitet ja seit einigen Jahren langsam aber kontinuierlich voran- was grundsätzlich erfreulich ist. Leider war auch hier in der FP immer mal wieder von Personalsorgen von CVAG/ VMS zu lesen - da wird es wohl schwierig, bei zukünftig noch mehr Linien eine höhere Taktung hinzubekommen, insbesondere bei den Linien in die Randgebiete & ins Umland.

  • 20
    0
    Zeitungss
    01.10.2019

    @Blackadder: Der Ausbau des ÖPNV in Wien läuft zielstrebig seit den 60er Jahren. Man baut bis heute und modernisiert weiter. Ein wichtiger Hintergrund dürfte sein, Österreich ist kein Autoland und die paar Zulieferer haben dort keine Lobby.
    Einem Wiener könnte man auch nicht erklären, dass 19.00 Uhr der letzte Bus oder Straßenbahn fährt. Bei meinen vielen Aufenthalten in Wien bleibt das Auto in der Garage, man braucht es einfach nicht.
    In Deutschland wird das noch einige Generationen bis zu diesem Zustand brauchen, einige Ballungsgebiete ausgeschlossen.

  • 16
    3
    Kreisimaus
    01.10.2019

    Finde die Aktion gut. Warum erst 2021?

    Zum Thema Personal und zusätzliche Fahrzeuge finde ich, sollte man noch warten. Wer mal in Chemnitzer Busse und Bahnen schaut sieht ausser zur Stosszeit 8 und 16 Uhr oft große Lücken.

    Autostadt Chemnitz: Unsere Firma ist in momentan in Leipzig, Berlin und Hamburg am umziehen. An allen drei Standorten gibt es maximal 3 Parkplätze am Objekt. Die Leute überlegen dann schon ob das Auto die beste Wahl ist. In Chemnitz fehlen allerdings komplett Pendlerparkplätze an den Endhaltestellen und die City bietet derzeit noch genug Stellfläche. Das wird sich aber demnächst auch ändern wenn man sich die Baugebiete anschaut. Die wenigstens Mitarbeiter werden bereit sein sich auf eigene Kosten einen Dauerstellplatz zu mieten, was andernorts üblich geworden ist.

    Zum Verkehr: dem ÖPNV in Chemnitz fehlt trotz vieler großer Straßen der Vorang. Wer mal in Dresden war kennt es. Dort muss man teilweise Kilometerweit hinter der Tram herfahren da Überholverbot ist und an allen Haltestellen eine Ampel den Fußgängern den Vorang zur Bahn gewehrt. Dort verliert man mit der Zeit auch die Lust am PKW. Das Umdenken zwischen Komfort des Einzelnen und dem Gemeinnutz des ÖPNV hat in Chemnitz noch Nachholbedarf. ÖPNV nutzen in vielen Köpfen nur sozial schwächer gestellte Mitbürger. Dort liegt noch viel Arbeit vor den Verkehrslenkern und Verbänden.

    P. S. Radverkehr nicht vergessen. Auch im ÖPNV müssen dafür Räume geschaffen werden. In Großstädten fahren viele mit dem Rad zur Bahn, mit der Bahn in die Stadt, von der Haltestelle in die Werkhalle/Büro.

  • 14
    1
    DTRFC2005
    01.10.2019

    Der Ticketpreis ist ja eine super Idee, nur dann bitte auch die Taktung von Bus und Bahn entsprechend erhöhen, sonst wird es kaum jemanden veranlassen auf Bus und Bahn zu wechseln.

  • 9
    4
    HHCL
    01.10.2019

    @Deluxe: Ich bin nicht sicher, ob das wirklich Lösungen sind, denn dieses System für ÖPNV ist schon sehr alt und stammt aus einer Zeit, in der noch deutlich mehr Zeit verfügbar war und von Leuten auch nicht eine derartige Flexibilität verlangt wurde.

    Ich halte es für wahrscheinlicher, dass die Zukunft des ÖPNV in autonom fahrenden Leihautos, o.ä. liegen wird. Ein Problem bekommen Sie mit dem herkömmlichen ÖPNV nämlich grundsätzlich nur schwer in den Griff: Annehmbare Taktzeiten mit ausgelasteten Bussen und Bahnen zu kombinieren. Für Dörfer und Randlagen ist das fast unmöglich und selbst in Chemnitz ist es schwierig: In den Stoßzeiten sind die Busse voll, sonst oft leer. Größerer Taktfrequenzen sind aber auch kaum zumutbar, weil niemand zwanzig Minuten und mehr an Haltestellen zubringen will. Dazu kommen noch die langen Strecken, die sich durch die Wohngebiete schlängeln und die Fahrzeiten gegenüber dem Auto stark verlängern. Das Problem hätte man dann nicht. Man könnte sich per App das nächste freie Auto suchen oder kommen lassen und würde auf kürzestem Weg ans Ziel fahren. Dann kann es dort der nächste nutzen. (Die Idee ist nicht ausgereift, ich weiß.)

    Auch das Konzept des massenhaften privaten PKW-Besitzes könnte sich angesichts der aktuellen Entwicklung schon bald überlebt haben. (Obwohl selbst die FfF-Demonstranten meist trotzdem das Auto zum 18. Geburtstag für selbstverständlich halten.)

  • 27
    3
    Deluxe
    01.10.2019

    Eine Verkehrswende besonders in den Städten ist nötig - darüber sind sich sicher die meisten Leute einig. Das ist auch unabhängig vom Antriebskonzept der PKW - ob Verbrenner oder elektrisch, im Stau stehen letztlich beide und die Ökobilanz ist beim E-Fahrzeug am Ende genauso fragwürdig, nur eben an anderer Stelle in der Rohstoffkette.

    Wer genau hinschaut, der versteht auch schnell, daß diese Verkehrswende nicht zu machen ist, wenn man gleichzeitig an der Gewinnmaximierung interessiert ist. Es gibt Bereiche, in denen ein gesellschaftlicher Konsens dazu führen muß, vom kapitalistischen Wirtschaftsmodell wegzukommen.

    Ein ökologischer Verkehr wird immer Zuschußgeschäft sein - und das ist auch kein Problem, wenn eine Gesellschaft das wirklich will und dazu bereit ist. Solange aber die Sharholder-Value-Fraktion das Sagen in diesem Lande hat und das Gesellschaftsmodell des Kapitalismus und des unbegrenzten Wachstums weder generell noch in Teilbereichen unserer Lebenswelt in Frage gestellt wird, brauchen wir weder über 365€-Tickets noch über kostenlosen ÖPNV zu reden. Denn unter solchen Prämissen wird das alles nicht funktionieren - solange Aktionäre befriedigt oder öffentliche Kassen geschont werden müssen, wird es außer ein wenig Kosmetik keine wirkliche Verkehrswende geben.

    Für Chemnitz würde eine wirkliche Verkehrswende bedeuten:
    1. Rückkehr zu einem Straßenbahnnetz, das mindestens so dicht ist wie vor 1939, insbesondere die Leipziger Straße, die Frankenberger Straße, die Vollendung des Streckenastes nach Reichenbrand/Verlängerung bis Grüna, der Streckenast Richtung Glösa/Draisdorf usw. - alles Dinge, die es früher gab und die später durch Buslinien ersetzt wurden. Das muß alles wieder her und noch in die Vorote verlängert werden.

    2. Zügigster Ausbau des Chemnitzer Modells - Erschließung von Röhrsdorf, Kändler, Limbach-Oberfrohna und anderen Orten der Umgebung

    3. Wiedereinbindung der kleinen Zentren im 50km-Umkreis: Rochlitz gehört wieder ans Bahnnetz, möglichst mit Straßenbahnanschluß Richtung Chemnitz und Richtung Großbothen/Grimma (Muldentalbahn)

    4. Wiederaufbau stillgelegter Streckenabschnitte - die Chemnitztalbahn zugunsten eines Radweges abzubauen war ein enormer Fehler.

    5. Aufbau einer Ring-Straßenbahn um die gesamte Stadt

    Ja, das ist dauerhaft ein Zuschußgeschäft - betriebswirtschaftlich gesehen. Es wird auch immer eins bleiben!
    Aber volkswirtschaftlich kann es dennoch großen Nutzen bringen.

    Im übrigen muß der Straßenverkehr aber trotzdem nicht verteufelt werden - und einen vierspurigen Südring bis zur A4 brauchen wir auch weiterhin - egal ob es besseren ÖPNV gibt oder nicht.

  • 29
    4
    gelöschter Nutzer
    01.10.2019

    @fnor: Auf MDR Aktuell kam heute morgen ein Bericht, wie man in Wien zuerst über einen Zeitraum von 10 Jahren das Netz ausgebaut und verbessert hat, ehe man ein 365€ Ticket einführte. Sowas braucht Zeit, leider ist in Deutschland auch viel Zeit verschlafen worden...

  • 29
    1
    fnor
    01.10.2019

    Ich bin vom Bus auf das bereits jetzt teurere Auto umgestiegen, weil die Verbindung schlecht ist und ich täglich 1 Stunde länger unterwegs wäre. Das nur auf 7 km im Stadtgebiet von Chemnitz. Ein günstigerer Fahrpreis bringt mir wenig, weil ich dadurch noch immer nicht schneller ans Ziel komme. Bei 30 Euro lohnt es sich auch nicht zusätzlich eine Monatskarte zu haben, um einige Fahrten mit dem Bus zu erledigen. Erst wenn das Netz besser ist, würde ich wieder mitfahren. Dazu sollte auch innerorts die Straßenbahn ausgebaut werden. Z.B. eine Ringlinie entlang des Südrings.

  • 22
    3
    HHCL
    01.10.2019

    So verlockend es klingt, glaube ich nicht, dass man damit allein viele Menschen zum Umstieg auf den ÖPNV bewegen wird. Spätestens wenn man das erste mal vergeblich wegen "betriebsbedingter Fahrtausfälle" auf den nächsten Bus wartet, wird der Wunsch nach dem eigenen Auto wieder stärker werden. Wenn man für die gleiche Strecke die doppelte Zeit in teilweise ziemlich vollen Bussen zubringt, ebenso.

    Viele Dinge sind auch einfach nervig und hindern am Umstieg. Beispiel: Gestern fuhr eine Weile die Linie 5 nicht, weil ein Baum auf der Schiene lag. Dafür kann die CVAG natürlich nichts und auch beim eigenen Auto kann ja mal was sein. Was mich allerdings nervt ist die Informationspolitik: Es lief zwar der Hinweis durch, dass die Bahn nicht fährt, im oberen Bereich der Anzeige wurden aber die normalen Fahrten weiterhin angezeigt. Was denn nun? Fährt die Bahn oder nicht? Auf der Öffi-App war gar kein Hinweis zu den Ausfällen zu lesen; eine eigene App gibt es nicht. Das ist nicht zeitgemäß und müsste sich ändern, wenn man Leute zum Umsteigen bringen will; und das sollte sich ändern bevor man Leute mit Billigtickets anlockt. Die sind sonst nämlich ganz schnell (und wohl für immer) wieder weg.

    Billig allein reicht nicht (oder ist sogar kontraproduktiv), es muss auch ein gewisser Komfort und vor allem Zuverlässigkeit geboten werden. Wo kommt eigentlich diese Zahl von 1 Euro her? Gerechnet hat da sicher niemand, sondern populistisch irgend eine Zahl genannt. Kann man mit einem dermaßen unterfinanzierten ÖPNV noch in die Infrastruktur investieren und attraktive Angebote für die Fahrer machen? Wahrscheinlich nicht; dafür braucht man dann (noch mehr) Steuergelder. Man zahlt also auch dann deutlich mehr als einen Euro pro Tag, aber versteckt über die Steuern; auch die, die Bus und Bahn nicht nutzen können (Dörfer). Das ist Augenwischerei und wird den ÖPNV in der Gunst nicht steigen lassen.

  • 39
    8
    gelöschter Nutzer
    01.10.2019

    @ArnmdtBremen: Preiswerter ÖPNV wird ein wichtiger Kernpunkt der dringend nötigen Verkehrswende sein. Das können Sie gerne ignorieren, ist aber so.

  • 2
    47
    ArndtBremen
    01.10.2019

    Schon erstaunlich, dass die FP über das Hirngespinst einer Randgruppe hier so einen Aufriss machst.



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