Endspurt beim Sporthallen-Neubau

Am Montag beginnen Innenarbeiten. Mit neuem Schuljahr sollen in dem Gebäude Unterricht und Training stattfinden. Auf dem Weg dahin gab es einige Hürden.

Claußnitz.

Ab September soll der Sporthallen-Neubau an der Oberschule für den Unterricht und für Trainingsgruppen der Vereine zur Verfügung stehen. Am Dienstag war ein wichtiges Etappenziel beim Bau erreicht: Es wurde Richtfest für die neue Zweifeld-Sporthalle gefeiert.

Mehr als drei Millionen Euro investiert die Gemeinde in ihr derzeit wichtigstes Bauprojekt. Laut Bürgermeister Günter Hermsdorf (CDU) sind davon rund 1,4 Millionen Euro Fördermittel, die das sächsische Staatsministerium bewilligt habe. "Am 6. Mai startet der Innenausbau", sagte er. Ziel sei es, die Halle bis zum 30. August fertigzustellen.


34 von 39 Gewerken seien vergeben, so der Ortschef. Nachdem der Rohbau fertiggestellt und der Dachstuhl errichtet wurden, konnten die Gäste die Umrisse der neuen Sportstätte bereits erkennen. Im modernen Haus sollen Schüler, Lehrer und Sportler des TSV Einheit Claußnitz bessere Bedingungen als in der alten Turnhalle vorfinden. Diese wurde abgerissen. Sie war 1981 gebaut worden. Die Gemeinde hätte zum Erhalt Reparaturen ausführen müssen, erläuterte Hermsdorf. "Doch Kapazität und Größe waren im Hinblick auf Wettkampfbedingungen, speziell für den Handball, nicht ausreichend", so Hermsdorf.

Aus diesem Grund wurde seit rund 20 Jahren über den Bau einer neuen Turnhalle diskutiert. Lange Zeit gab es jedoch dringendere Vorhaben. "Die Gemeinderäte setzten andere Investitionsschwerpunkte", sagte Hermsdorf. Vorrang hatten die Beseitigung der Schäden des Hochwassers sowie der Ausbau der Schulen, Kitas und Straßen. 2015 gaben die Räte schließlich das Konzept für eine neue Zweifeld-Sporthalle mit separatem Außenzugang für die Fußballer in Auftrag. Im Jahr darauf wurden Fördermittel beantragt und für den Standort ein Bebauungsplan aufgestellt. "Zu diesem Zeitpunkt sollte der Neubau hinter der alten Turnhalle errichtet werden, um während der Bauzeit den Sportbetrieb aufrecht zu erhalten. Doch es stellte sich heraus, dass dies nicht möglich war", so Hermsdorf. Die alte Halle musste weichen. Der Abriss begann im August 2018. Baustart für die neue Halle war im September.

Doch es gab weitere Hürden: "Die Neuvermessung ergab, dass das Baufeld rund drei Meter über die Grundstücksgrenze hinaus auf Kirchenland reichte", schilderte er. Das Problem konnte durch einen Grundstückstauschvertrag gelöst werden. Weiterhin ergaben sich bisher rund 234.000 Euro Mehrkosten. Als Grund dafür nannte Hermsdorf die seit der Planung gestiegenen Preise für Bauleistungen.

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