Extra-Geld für Sanierung der Kirche

Glocken- und Dachstuhl werden erneuert

Claußnitz.

Der letzte Bauabschnitt der Sanierung der Claußnitzer Kirche kann in Angriff genommen werden. Das sagte Staatssekretär Marco Wanderwitz (CDU), der für die Region im Bundestag sitzt. Im Haushaltsausschuss des Bundestages sei jetzt beschlossen worden, dass 100.000 Euro aus dem Denkmalschutzsonderprogramm für Claußnitz zur Verfügung gestellt werden. "Ich freue mich, dass es auch 2018 wieder gelungen ist, ein Projekt aus unserer Heimat eingeordnet zu bekommen", sagte Wanderwitz. Zudem beteilige sich der Freistaat mit der gleichen Summe an der Kofinanzierung.

Die etwa 450.000 Euro teure Sanierung des Glocken- und Dachstuhls war in mehrere Bauabschnitte unterteilt worden, sagt Bürgermeister Günter Hermsdorf (CDU). Dazu zählten die Sanierung des Tragwerks an Dachreiter und Dachraum, eine Traufsanierung am Kirchenschiff sowie ein Neubau des Glockenstuhls und die Sanierung der Läuteanlage. Ursprünglich habe nur der Glockenstuhl erneuert werden müssen. Der Glockenstuhl ist das Tragwerk für die Glocken. Ein Stahlteil, das Glockenjoch, war nach 80 Jahren verschlissen. Die alte Stahlkonstruktion werde nun durch eine neue aus Eichenholz ersetzt. Zudem habe es Probleme bei der Dachkonstruktion gegeben. Historiker gehen davon aus, dass die älteste Glocke in der Kirche aus dem Jahr 1569 stammt. Das Gotteshaus soll bereits um 1200 erbaut worden sein. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz. Zur Kirchgemeinde gehören heute rund 900 Mitglieder. Bürgermeister Hermsdorf reagierte erfreut über die Fördermittelzusage: "Die Kirche als markantes Gebäude hat große Bedeutung für unseren Ort." (bj)

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...