Fahrgastverband hält Verlängerung von IC-Linie von Berlin nach Chemnitz für schlechte Lösung

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Pro Bahn zweifelt am Nutzen der geplanten Verbindung und spricht sich stattdessen für eine Verlängerung der Regionalexpress-Linie Göttingen-Glauchau nach Chemnitz aus

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88 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 2
    0
    Zeitungss
    23.04.2021

    @Klemmi: Welchen subventionierten FV gibt es in Thüringen??? Der RE ist ein Produkt des NV und wird bis DGL von der DB durchgeführt. Neues BL und neuer Verein, genau hier liegt der Hase im Pfeffer. In SN will man den FV zwischen DH und DC subventionieren um für Chemnitz den Begriff FV nicht aus den Augen zu verlieren. Für die Strecke DH - NN/HRH würde sich sicherlich Bedarf ergeben, nur diese Fahrgäste hätten nicht das Ziel im Norden. DC-LL steht nach wie vor im Raum und genau dort tut sich NICHTS außer Sonntagsreden der Beteiligten. Einen Vorteil der jetzigen Alibiveranstaltung hätte lediglich Freiberg, von dort aus gibt es keine Strecke Richtung Norden. Wir werden sehen, was andere EVU anbieten oder auch nicht, nach Berlin fahren die mit Sicherheit nicht über Dresden. Nebenbei, auch heute gilt der Spruch noch "ZEIT IST GELD", deshalb holt man mit diesem "Angebot" niemanden hinter dem Ofen vor. Woanders werden Milliarden verbraten, für einige Minuten Fahrzeitverkürzung (zB S21).

  • 2
    1
    Klemmi
    22.04.2021

    @hkremss: Ich teile Ihre Meinung. Bevor ich in Leipzig oder Elsterwerda umsteige, nehme ich einen kleinen Umweg, in einem FV-Zug, gern in Kauf.
    @Zeitungss: Wenn die Kohle nur für den Abschnitt C-DD gedacht ist, wäre es ohnehin "halb so schlimm". Schließlich würden Pendler zwischen DD und C eine Variante zum RE3/RB30 angeboten bekommen. Subventionierter FV wie in Thüringen, mehr nicht. Die Fahrplanlage wäre interessant zu wissen. Dann verstehe ich den Ausschreibungsumfang nicht. Die Ausschreibung ist für Chemnitz-Berlin gestellt, somit wäre die Variante über Elsterwerda immer noch möglich- fraglich ob sich wer darauf einlässt? Wenn die Bahn jetzt schon weiß, dass es sich nicht rechnet, warum hält sie in ferner Zukunft an den IC 17 HRO-B-D-C-HO-R-M fest? Das ist seit 2015 so geplant gewesen. Betrachten Sie diese Lösung als das was es ist: Kurzfristige, provisorische Lösung

  • 6
    0
    hkremss
    22.04.2021

    Eine Verlängerung des RE1 bis Chemnitz wäre absolut wünschenswert, ist aber auch keine Anbindung an den Fernverkehr! Natürlich sind die Fahrzeiten des IC17 nicht attraktiv, aber gerade im Fernverkehr sind auch der Komfort, die Anzahl an Umstiegen und die Wartezeiten relevant. Wenn man über Leipzig nach Berlin fährt, dauert das zwar nur knapp 3h, aber davon rumpelt man eine Stunde mit einem Museumszug nach Leipzig, lungert dort dann 48 Minuten auf dem Bahnhof herum, bevor man mit einem komfortablen Zug und einem einzigen Zwischenhalt schon in Berlin Südkreuz ist. Wenn man zum BER über Elsterwerda fährt, schleicht man eine anderthalbe Stunde über 18 (!) Zwischenhalte, bevor man erstmal in Elsterwerda ist, wo man dann 20 stehen darf, bevor es endlich weitergeht. Ich will keine Eisenbahnromantik, sondern bequem, klimatisiert und stressarm mit Gepäck von A nach B kommen. Der IC17 ist besser als gar nichts. Der RE1 kann nur eine weitere Option sein.

  • 5
    1
    Zeitungss
    22.04.2021

    @Klemmi: Die Kohle welche Sachsen hier ansetzt (2,5 Mio) ist auch nur für den Abschnitt DH-DC, denn auch die Bahn weiß, dass dieses Mogelpaket sich in dieser Form nicht rechnet. Und wer Richtung Norden will, wird auch nicht erst nach Erfurt fahren wollen. Aber keine Sorge, die Kohle für den RE DGL-DC ist schon irgendwo verbraten. Die Eigenkosten der 5 Vereine in Sachsen, welche uns die Kleinstaaterei am Leben erhalten, hält man geheim, diese in Fahrleistung umrechnen würde so manchen Zeitgenossen die Augen öffnen was da alles möglich wäre, was man auf keinen Fall will. Nach neuesten Erkenntnissen kommt eher eine Fahrradschnelllinie auf die Tagesordnung, der BVM stellt dazu gerade die Weichen, ach nö, für Fahrräder braucht man ja gar keine Weichen. Man ist in der heutigen Zeit einfach unfähig, ein brauchbares Konzept durzuziehen, denn viele Köche verderben den Brei, was heute in verstärkter Form gilt.
    Es grüßt der ewige Miesepeter !

  • 10
    3
    Zeitungss
    22.04.2021

    @lax123: Man wird den Gedanken nicht los, Sie sind in irgendeiner Form daran beteiligt, mit der Kirche ums Kreuz zu fahren. Die Vertreter des Fahrgastverbandes konnten es nicht besser darstellen. Auch über Rom geht es, dauert etwas länger, aber man hat "Fernverkehr". Das Thema RE Glauchau lässt erkennen, was hier für Kapazitäten am Wirken sind. Sie sollten das Jahr 1994 nicht vergessen, damals wurde der Grundstein für die heutigen Verhältnisse gelegt. Sollten Sie zu dieser Zeit den Planeten noch nicht bewohnt haben, da war die Bahnreform mit all seinen Annehmlichkeiten, Chemnitz ist eine davon.
    Ein anderer Anbieter, falls irgendwann vorhanden, fährt mit Sicherheit nicht über Dresden, es wäre dem Kunden (Fahrgast) wirklich nicht zu vermitteln.

  • 10
    0
    Klemmi
    22.04.2021

    Der Kritik kann ich in Teilen zustimmen. Das der RE1 weiterhin in Glauchau endet, gleicht einem Schildbürgerstreich, die Erreichbarkeit des ICE-Knoten Erfurt, der inzwischen eine höheren Stellenwert als Leipzig einnimmt , ist vergeigt. Welche Route zukünftig Chemnitz mit Berlin verbindet, wird sich zeigen. Sicher wird es die Verlängerung der IC-17 Linie, viel Konkurrenz gibt es nicht im FV. Das jetzige Finanzierungsmodell ist bis Berlin durchgezogen, so lese ich das raus. Wäre es nicht sinnvoller gewesen, Berlin-Dresden eigenwirtschaftlich betreiben zu lassen und lediglich DD-C (vllt. bis Hof) jedes Zugpaar zu subventionieren? So finanziert Sachsen, der Bundeshauptstadt zwei IC-Zugpaare und diese hat es nicht wirklich notwendig.

  • 19
    2
    gelöschter Nutzer
    21.04.2021

    Man verlängert zweimal am Tag die IC-Linie Rostock-Dresden bis Chemnitz, bezahlt vom Nahverkehrsverbund VMS. Damit hat man die 1/4 Mio EW der Kulturhauptstadt Chemnitz "an den Fernverkehr angebunden" und schlägt sich dafür stolz in die Brust. Wow!

    Zum Vergleich: Innerhalb von fünf Jahren wurde ab 1846 für die Fernbahnlinie Leipzig-Hof (die inzwischen auch wegrationalisiert wurde) die größte Ziegelsteinbrücke der Welt erbaut.

    Anstatt die vorhandene Bahninfrastruktur durchgängig instand zu setzen und mit langlaufenden, pünktlich verkehrenden, bezahlbaren und bequemen Eisenbahnzügen zu befahren, investiert man Milliarden in sinnlose Prestigeprojekte, die nie fertig werden. Welchen Vorteil, bitteschön, hat man hierzulande von Stuttgart21?

    Es wird allerhöchste Zeit, dass im „Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur“ endlich mal mit dem eisernen Besen gekehrt wird.

    Also: Augen auf bei der Bundestagswahl!

  • 12
    9
    lax123
    21.04.2021

    Wie bitte? Hauptsache es gibt überhaupt mal eine Verbindung, auch wenn sie in den Osten und Rostock führt ;)
    Schon paradox wenn es Geld kostet, damit ein Zug fahren kann