Geld für Viadukt bereitgestellt

Das Rathaus hat für die Instandhaltung der Brücke in Oberrabenstein Eigenmittel eingeplant. Die allein reichen aber nicht.

Rabenstein.

Vor rund 121 Jahren ist der erste Zug von Wüstenbrand nach Limbach über das Viadukt in Rabenstein gefahren. Heute ist die Brücke ein technisches Denkmal, nur noch für Fußgänger und Radfahrer zugänglich - und ein Fall für Bauarbeiter. Im Frühjahr 2017 untersuchten Industriekletterer die Überführung. Ergebnis: Die Schäden, vor allem durch Rost, sind gravierend. Eine Sanierung sei dringend nötig, um eine Sperrung zu vermeiden, hieß es damals. Unter anderem müsse die Brücke einen neuen Überbau, ein Entwässerungssystem und ein höheres Geländer erhalten.

Für die Sanierung setzt sich seit Jahren die Bürgerinitiative Rabenstein ein. Passiert ist aber seit 2010 nichts - in dem Jahr fanden die letzten Arbeiten an dem Bauwerk statt. Das Rathaus verwies zuletzt auf die Vielzahl an Brücken, Straßen und Gebäuden im Besitz der Stadt, die saniert werden müssten.

Nun könnte es aber tatsächlich losgehen. Wie die Stadtverwaltung in einer Antwort auf eine Ratsanfrage von Andreas Schmalfuß (fraktionslos) mitteilt, seien im Haushalt für dieses und kommendes Jahr insgesamt 560.000 Euro Eigenmittel für die Instandhaltung eingeplant. Das allein wird allerdings nicht reichen: Das Rathaus beziffert den Rückstau auf mindestens 1,8 Millionen Euro. Helfen könnten Fördermittel des Freistaats. 1,5 Millionen Euro stellt Sachsen bis 2022 für Betrieb und Sanierung der Überführung bereit. Der Zuschuss stammt aus Mitteln von Parteien und Massenorganisationen der DDR. Voraussetzung dafür, dass die Stadt das Geld verwenden darf, ist die spätere Nutzung des Viaduktes als Radweg. Dem hatte der Stadtrat bereits zugestimmt. Einen konkreten Termin für den Baustart nennt die Stadt in ihrer Antwort jedoch noch nicht. (mit jpe)

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1Kommentare
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  • 3
    0
    Eltdix
    12.02.2019

    Eine Gute Nachricht, dass sich unsere Stadt endlich zu ihrem Denkmal bekennt, nicht nur für die Bürger die seit Jahrzehnten für den Erhalt kämpfen, sonder für alle die sich an Schönem erfreuen können.
    Allerdings muss man bei aller Freude auch feststellen, dass das jahrelange zögern der Stadtoberen nun den Steuerzahler Hunderttausende mehr kosten wird, als dies vor 10 Jahren nötig gewesen wäre…



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