Gemeinde zieht vor Gericht

Jahnsdorf.

Im Streit um das Asylheim in Pfaffenhain hat die Gemeinde Jahnsdorf einen Antrag auf einstweilige Anordnung beim Chemnitzer Verwaltungsgericht gestellt. Das teilt Bürgermeister Albrecht Spindler mit. Das Landratsamt will die Einrichtung weiterbetreiben, die Gemeinde wehrt sich dagegen und will nun klagen. Ihr Argument: Die Baugenehmigung für das Containerdorf, in dem knapp 100 Geflüchtete leben, ist mit dem 30. September 2020 ausgelaufen. Daher will die Gemeinde eine vorübergehende Schließung der Einrichtung erzwingen, bis zur Hauptverhandlung generell über die Zukunft des Containerdorfes entschieden wird. "Wenn wir weitere viele Monate oder noch länger bis zu einem endgültigen Urteil warten, ist der Frieden im Dorf gefährdet", so Spindler. Jahnsdorf hat 2015 mit dem Kreis vereinbart, das Asylheim zu akzeptieren - für fünf Jahre. (joe)

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