Kostenfreier Eintritt zum Jubiläum im Museum

Archäologiemuseum feiert fünfjähriges Bestehen mit einem Tag der offenen Tür

Anlässlich seines fünfjährigen Bestehens hat das Archäologiemuseum am Stefan-Heym-Platz am Sonntag zu kostenfreiem Eintritt geladen. Hunderte Besucher ließen sich die Gelegenheit zu einem Bummel durch das Haus nicht nehmen.

Bereits im Foyer wurden die Gäste ungewöhnlich begrüßt: Die Blossfechter aus Chemnitz zeigten in einer Schau Kampfkunst des europäischen Mittelalters. Wulf Hein, verantwortlich für einige Museumsinstallationen, erläuterte in der ersten Etage, wie Menschen vor 40.000 Jahren aus Elfenbein Pfeilspitzen oder kleine Figuren schnitzten. "Das war enorm aufwendig. An einer fingergroßen Figur sitze ich 30 Stunden", berichtete er. Ein paar Meter weiter bot Caroline Krüger vor allem den jüngeren Besuchern die Möglichkeit, sich über Naturfarben aus gemahlenen Steinen und Erden herzumachen und damit als kleine Höhlenmaler zu fühlen. Im zweiten Obergeschoss versammelte Manuela Hain mit ihrer Ur-Keramik zahlreiche Kinder am Basteltisch. Töpfern wie in der Steinzeit mit Tonerde, wie es sie schon vor mehr als 7000 Jahren gab, stand auf dem Programm. Musikalisch wurden die Besucher durch das Trio Fidelius unterhalten. Mit Harfe, Hackbrett und Schalmei spielten die Herren mittelalterliche Klänge, wie das Palästina-Lied oder das Ave Maria.


Es sei gestern ihr fünfter Besuch innerhalb von fünf Jahren gewesen, zählte Sabine Eckart auf. "Ich mag das Haus, weil es den alten Stoff Archäologie wunderbar modern an den Mann bringt", sagte die Chemnitzerin. Besucher Bernd Schulze lobte vor allem die Gestaltung des Museums. "Es ist alles sehr ansprechend präsentiert", sagte der Dresdner, der das Haus zum ersten Mal besuchte. Dass das Museum im alten Kaufhaus Schocken seinen Platz gefunden hat, freute vor allem Lotte Meier. "Es ist spitze, wie das hier integriert wurde", sagte die Seniorin.

Für das neue Archäologiemuseum wurde das seit 2001 leer stehende, ehemalige Kaufhaus Schocken denkmalgerecht saniert. Auf drei Etagen und 3000 Quadratmetern werden seit 2014 rund 300.000 Jahre sächsische Landesgeschichte in einer Dauerausstellung präsentiert. Seit der Eröffnung kamen insgesamt gut 330.000 Besucher.

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