Lieferengpass für Tablet-Computer

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Die Gemeinde Taura will Grundschülern den digitalen Unterricht erleichtern. Doch das gestaltet sich schwierig.

Taura.

Die 30 Tablet-Computer, die die Gemeinde Taura seit Herbst für die Johann-Esche-Grundschule bestellt hat, sind immer noch nicht eingetroffen. Wann sie kommen, sei nicht bekannt, erklärte Bürgermeister Robert Haslinger (CDU) in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Mit einem erneuten Beschluss bestätigten die Räte jedoch ihr Festhalten an der Entscheidung, die Einrichtung mit mobilen Endgeräten auszustatten.

Der Auftrag dürfe nicht fallen gelassen werden, denn die Beschaffung der Computertechnik sei dringend, begründeten die Gemeinderäte ihre Bereitschaft, die Kosten dafür trotz der Ungewissheiten infolge der Coronapandemie dieses Jahr zusätzlich zu den ohnehin geplanten Ausgaben zu bewilligen. Die Lieferschwierigkeiten sind nach der Ansicht von Vertretern des Gremiums kein lokales, sondern eher ein bundesweites Problem. Die Tauraer Schule ist von dem Engpass allerdings besonders betroffen. Das ehemalige Computerkabinett ist bei Umbauarbeiten im Schulhaus ausgeräumt worden, um Platz für ein Klassenzimmer zu schaffen. Die Einrichtung hinkt seither nach Angaben der Gemeinde bei der Digitalisierung anderen Schulen in der Umgebung hinterher.

Gemeinde- und Ortschaftsräte hatten bereits im vergangenen Jahr kritisiert, dass Computertechnik für den Einsatz im Unterricht ebenso fehle wie mobile Endgeräte, die bei Bedarf für Fernunterricht an Schüler ausgeliehen werden können. Sie billigten deshalb eine Eilentscheidung des Bürgermeisters zum Kauf der Technik. Der Auftrag umfasste laut Haslinger die 30 Tablet-Computer für die Schüler, die Einrichtungskosten und einen Server, mit dem die Funktionalitäten aller anderen Geräte und Programme der Computertechnik gewährleistet werden solle. Rund 20.000 Euro wollte die Gemeinde dafür 2020 ausgeben, das meiste Geld sollte aus dem eigenen Etat kommen. Nur zehn mobile Endgeräte würden gefördert, dadurch reduziere sich die Belastung um etwa 5000 Euro, so Haslinger.

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