Morgner-Figur soll Vorbote für Skulpturen-Park sein

Auch vor dem Heck-Art-Haus soll sichtbar werden, dass sich darin Kunst befindet. Eine erste Arbeit ist zu sehen. Sie erinnert an ein bekanntes Symbol.

Eine menschlich anmutende Figur, umgeben von einem Rahmen, der ihren Umrissen folgt. Eine solche Skulptur steht seit Kurzem vor dem Heck-Art-Haus an der Mühlenstraße. Die Skulptur ist aus Stahl und stammt vom Chemnitzer Künstler Michael Morgner. Danach befragt sagt er, die Arbeit sei zusammen mit der Skulptur entstanden, die seit 2003 auf dem Kiliansplatz am Würzburger Dom steht. Seitdem befand sie sich bei einem Sammler aus dem Erzgebirge. Sie habe auf dem Gelände seiner Firma gestanden, sagt der Mann, der gern anonym bleiben möchte. Er habe die rund drei Tonnen schwere Skulptur lieber einem breiteren Publikum zugänglich machen wollen, sagte er.

Mit der Dauerleihgabe an den Verein "Kunst für Chemnitz", der seinen Sitz im Heck-Art hat, soll das Vorhaben von einem Skulpturenpark endlich Realität werden, sagt Vereinsvorsitzender Thomas Ranft. Schon seit zwei Jahren habe man versucht, das Projekt zu starten. Die Stadt trägt 50 Prozent der Kosten, die für Transport und das Aufstellen der Skulpturen entstehen, erklärt Schatzmeister Falk Bertram. Bis Ende Februar müsse das Fördergeld vom Freistaat ausgegeben sein. Bis dahin sollen auch, wenn alles gut geht, zwei weitere Skulpturen oder Plastiken stehen. Ranft wünscht sich, dass es später noch mehr werden. Bisher habe er die Zusage von drei Künstlern, die Arbeiten für den Heck-Art-Vorplatz anfertigen wollen, sei aber mit weiteren im Gespräch. Gekauft werden die Kunstwerke vom Verein nicht. Sie sollen als Dauerleihgaben zur Verfügung gestellt werden, sodass Kosten nur für die Sockel und Transporte entstehen. "Kunst für Chemnitz" wird im August 20 Jahre alt. Bis dahin, so hofft Ranft, soll vor der Tür des Heck-Art ein Skulpturenpark entstanden sein.

Wer die Skulptur von Michael Morgner betrachtet und das Gefühl hat, sie zu kennen, liegt richtig. Denn das Innere des Kunstwerkes hat Ähnlichkeit mit dem von Morgner geschaffenen Symbol, das das Restaurant Heck-Art verwendet und das die Mitglieder des Kunstvereins als Anstecknadel tragen.

Eine weitere Morgner-Skulptur hatte kürzlich den Standort gewechselt. Von der Schmidtbank-Passage zog sie auf den Friedensplatz, die Fläche vor dem neuen Technischen Rathaus.

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