Mühlau will Ausbau von Kulturstätte "Linde" schnell vorantreiben

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Der Gemeinderat setzt bei dem Vorhaben auf die Fachleute im Burgstädter Rathaus.

Mühlau.

Viele Mühlauer warten darauf, dass der Ausbau des Gasthofes zum kulturellen Zentrum "Linde" vorankommt und das Haus wiedereröffnet wird. "Wir wollen es 2021 schaffen", sagte Gemeinderat Frank Rüger (Mühlauer Vereine) bei der jüngsten Gemeinderatssitzung. Tagungsort für die Räte war erneut das Ausweichquartier in der Begegnungsstätte "Lindenhof" in Niederfrohna.

Denn ohne das kulturelle Zentrum im Ort fehlt den Mühlauern nach Überzeugung der Räte während der Coronapandemie ein geeigneter Raum für öffentliche Sitzungen. Die Debatte darum, wie es gelingen kann, die Lage schnell zu verbessern und alle Veranstaltungen mit Bürgerbeteiligung wieder in der Gemeinde durchzuführen, betraf deshalb Räte und Gäste gleichermaßen. In der Debatte prallten unterschiedliche Ansichten aufeinander. Die Mehrheit im Gremium plädierte dafür, bei dem Vorhaben den Mitarbeitern der Burgstädter Stadtverwaltung zu vertrauen.

Zugleich stimmten sie gegen einen Beschlussvorschlag, mit dem ein fachkundiger Mühlauer Bürger und zugleich Gemeinderat beauftragt werden sollte, dass Bauvorhaben zu begleiten. Das sei nicht mehr nötig, weil das Burgstädter Bauamt wieder involviert sei, sagte die zweite stellvertretende Bürgermeisterin Kerstin Richter (Mühlauer Vereine). Frühere Meinungsverschiedenheiten seien beigelegt, die Unterlagen für die anstehenden Arbeiten in der "Linde" würden wieder im zuständigen Amt liegen.

Einige Räte hatten allerdings Bedenken, Burgstädter Rathausmitarbeiter könnten dem Mühlauer Anliegen zu wenig Beachtung schenken. Gemeinderat Johannes Dietrich (Bürgerinitiative Mühlau) fürchtete zudem Bevormundung. "Wir müssen uns darauf besinnen, was wichtig ist", so Richter. Das sahen auch andere Gemeinderäte so. "Im Burgstädter Rathaus arbeiten Fachkräfte. Ich will ihnen vertrauen und nicht ständig jeden ihrer Arbeitsschritte hinterfragen", erklärte Gemeinderat Mario Windrich (Mühlauer Vereine). Laut Gemeinderat Frank Rüger geht es darum, den Fördergeldanspruch der Gemeinde zu sichern und zügig zu bauen. Der barrierefreie Umbau erfordere aber noch Entscheidungen, etwa wohin der Fahrstuhl soll. Um das Vorhaben rechtlich abzusichern brauche Mühlau auch aus Sicht anderer Räte die Stadt Burgstädt.

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