Neue Zweifeldhalle soll auf Bauhofgelände gebaut werden

Der Gemeinderat Lichtenau hat sich für einen von drei Standorten entschieden. Dafür wird es einen Umzug geben.

Lichtenau.

Wenn es nach dem Willen der Gemeinderäte und Sportler geht, dann sollte so schnell wie möglich eine neue Sporthalle in Lichtenau gebaut werden. Laut Sportstättenkonzept ist das auch dringend notwendig, denn die 1976 errichtete Turnhalle in Auerswalde ist zu klein und weist schwerwiegende Mängel auf.

Ausgangspunkt: Ein Gutachter hatte 2018 erklärt, dass spätestens 2025 kein Betrieb dort mehr möglich ist. Die Hallen in Oberlichtenau, Ottendorf und Niederlichtenau erhielten gute und ausreichende Bewertungen. Seitdem suchen die Räte einen Standort für den Bau einer neuen Sportstätte. Zur jüngsten Gemeinderatssitzung haben sie dafür zwei Grundsatzbeschlüsse gefasst. Eine Zweifeld-Sporthalle wird in fußläufiger Entfernung der Grundschule Auerswalde errichtet. Dazu gab es drei Standortmöglichkeiten.


Fläche neben der Grundschule: Untersucht wurde ein Gelände neben der Schule am Kirchberg, das Eigentum der Kirchgemeinde ist. Ein Verkauf des Grundstücks oder Erbbaupacht seien möglich, sagte Bürgermeister Andreas Graf (CDU). Durch steinigen Untergrund und Bergbaufläche sei das Territorium schwer zu bebauen, fügte er hinzu.

Sportplatz-Gelände: Zwei mögliche Flächen wurden am Sportplatz untersucht, die sich in Privateigentum befinden. Außerdem liegen sie im Außenbereich, sagte Graf. Um dort eine Sporthalle zu bauen, sei ein aufwendiges Bauleitverfahren notwendig, das sich bis zu drei Jahre hinziehen könne.

Bauhofgelände: Untersucht wurde auch ein etwa 10.000 Quadratmeter großes Gelände, das Eigentum der Gemeinde ist. Dort befindet sich der Bauhof. Ein Festplatz wird für Veranstaltungen genutzt. Kaninchen- und Geflügelzüchter nutzen eine Halle für Ausstellungen. "Wir könnten die gesamte Fläche kommunal entwickeln", sagte Graf. So bleiben der Festplatz und die Halle für die Vereine erhalten. Im Ensemble mit einer neuen Turnhalle biete das Areal beste Entwicklungsmöglichkeiten - auch für einen möglichen Hort-Neubau. Es könnten 5500 Quadratmeter bebaut werden. Für den Bau der Zweifeldhalle rechnet er mit Investitionen zwischen vier und fünf Millionen Euro. Der Gemeinderat stimmte dem Vorzugs-Standort zu. Im Haushalt sind für dieses Jahr Planungen für 50.000 Euro vorgesehen. Jetzt sollen Fördermittel beantragt werden. Gemeinderäte wie Stephan Lazarides (CDU), Jens Hermann und Denny Haunstein (beide Freie Wähler) nannten die Entscheidung eine historische Chance.

Neuer Bauhof-Standort: Damit das Bauhofgelände bebaut werden kann, fassten die Gemeinderäte einen zweiten Grundsatzbeschluss: Der Bauhof soll auf eine Freifläche zwischen Turnhalle und Rathaus an die Rathausstraße ziehen. "Der Platz ist zentral und gut erreichbar", sagte Graf. Der Rathaus-Parkplatz soll daneben erhalten bleiben. Die dortige alte Sporthalle soll für Vereine und die Oberschule weiter zur Verfügung stehen.

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