Prozess um Angriff auf Kassiererin

Psychiatrisches Gutachten für Angeklagten gefordert

Das brutale Vorgehen eines Mannes gegen eine Tankstellen-Mitarbeiterin bleibt womöglich ohne juristische Folgen für den Täter. Ein Prozess, bei dem dem Angeklagten auch zwei Diebstähle vorgeworfen wurden, ist kurz nach Verhandlungsbeginn abgebrochen worden. Der Richter ordnete eine psychiatrische Untersuchung des 32-jährigen Tatverdächtigen an. Er soll versucht haben, in der Tankstelle an der Dresdner Straße im Februar Bargeld und drei Getränkedosen zu stehlen. Dabei schüttelte er die Kassiererin und schrie sie an. Als sie ihm kein Geld herausgab und die Dosen abnahm, warf er einen Holzstuhl nach ihr. Noch am selben Tag stahl er in einer anderen Tankstelle Getränkedosen sowie Alkohol und Lebensmittel. Auch die dritte Tat, die ihm zur Last gelegt wird, soll im Februar passiert sein. In einem Geschäft im Chemnitzer Hauptbahnhof soll der Angeklagte eine Flasche Rotwein gestohlen haben. Dabei trug er einen Teleskopschlagstock mit sich. Im April wurde der Chemnitzer festgenommen, wobei er versuchte, Widerstand zu leisten. Seitdem sitzt er in Untersuchungshaft.

Noch bevor die Anklage verlesen wurde, stellte der Verteidiger den Antrag auf psychiatrische Untersuchung. Der Richter stimmte dem zu. Für Anfang Oktober ist ein neuer Termin angesetzt. Falls der Sachverständige von einer Schuldunfähigkeit ausgeht, könnte der Angeklagte straffrei bleiben, stattdessen aber dauerhaft in der Psychiatrie untergebracht werden. (schab)

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