Schlagloch-Pisten: So soll es mit der Sanierung weitergehen

Chemnitz diskutiert: Leser der "Freien Presse" hatten auf zahlreiche baufällige Straßenabschnitte hingewiesen. Für einen Teil davon gibt es jetzt Aussicht auf Besserung.

Genau 500.000 Euro stehen in diesem Jahr in Chemnitz für die Beseitigung der ärgsten Winterschäden auf den Straßen zur Verfügung. Diese Summe ist laut Stadtverwaltung seit Jahren konstant. Hinzu sollen 2019 und 2020 noch jeweils mehr als fünf Millionen Euro für Instandsetzungsarbeiten an Straßen, Rad- und Fußwegen kommen. Dafür, wo dieses Geld eingesetzt werden soll, hatten Leser der "Freien Presse" Anfang März zahlreiche Vorschläge unterbreitet. Für einen Teil davon gibt es inzwischen konkrete Pläne, teilte das Rathaus auf Anfrage mit.

Weißer Weg: Die Strecke zwischen Dresdner und Eubaer Straße, die noch für etliche Jahre als Ersatz für den in nordöstlicher Richtung unvollendeten Südring herhalten muss, bedarf aus Sicht vieler Autofahrer auf voller Länge eines neuen Belages. Die Stadtverwaltung hat tatsächlich vor, den Abschnitt zwischen Dresdner Straße und Einfahrt zur Deponie 2019 zu sanieren. Baubeginn soll voraussichtlich noch vor Mitte des Jahres sein. Für 2020 sei ein zweiter Abschnitt vorgesehen, zu dessen Länge es noch keine Angaben gibt.

Christoph Ulrich

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Vettersstraße: Ortskundigen zufolge sind auf dieser Straße im Lutherviertel bereits seit Jahrzehnten immer wieder nur Schlaglöcher geflickt worden. Eine grundlegende Sanierung erfolgte nicht. Die Stadtverwaltung teilt dazu mit, dass für dieses Jahr die Sanierung eines ersten Abschnitts der Vettersstraße zwischen Wartburgstraße und Senefelder Straße als sogenanntes koordiniertes Bauvorhaben vorgesehen ist. Das heißt, dass daran auch Ver- und Entsorgungsunternehmen beteiligt sind, die Leitungen erneuern.

Paul-Jäkel-Straße: Auf dieser wichtigen Verbindung zum Flemminggebiet und zum Klinikum wurde vor Jahren die Fahrbahndecke aufgeschnitten, um eine Leitung zu verlegen. Der Asphalt, mit dem der Streifen wieder verschlossen wurde, ist Anwohnern zufolge inzwischen stark zerbröckelt. Auf dem Abschnitt zwischen Beyerstraße und Liebigstraße haben Mitte März Kanalbauarbeiten begonnen, in deren Rahmen bis Ende September laut Stadtverwaltung auch die Straße ausgebaut werden soll.

Max-Saupe-Straße: Vor allem die Strecke zwischen der Wendeschleife der Buslinien 21 und 63 und dem Stiftsweg ist mit Schlaglöchern übersät, deren Anzahl und Größe von Jahr zu Jahr zunehmen. Die Stadtverwaltung hat für 2019 die Sanierung der Fahrbahndecke auf einem ersten Teilabschnitt der Straße angekündigt. Zu dessen Länge, dem vorgesehenen Bauzeitraum und zu möglichen Folgeabschnitten in den nächsten Jahren gibt es noch keine Aussagen.

Augustusburger Straße: Nutzer und Anlieger kritisieren besonders den Zustand des Abschnitts zwischen der ehemaligen Germania-Brauerei und der Walter-Klippel-Straße. Dort gibt es viele Schlaglöcher; zudem fehlt ein Fußweg. Laut Stadtverwaltung ist der Ausbau der Strecke mit Gehweg bereits geplant. Im aktuellen Doppelhaushalt für 2019 und 2020 sei aber noch kein Geld dafür vorgesehen.

Noch dieses Jahr will das Tiefbauamt nach eigenen Angaben über die genannten Strecken hinaus auch die Fahrbahndecken auf einem Abschnitt der Yorckstraße bis zur Heinrich-Schütz-Straße, auf der Chemnitzer Straße in Röhrsdorf, auf der Kreuzung des Südrings mit der Wladimir-Sagorski-Straße, auf der Kleinolbersdorfer Straße, der Hofer Straße in Mittelbach, der Annaberger Straße zwischen Erdmannsdorfer und Heinrich-Lorenz-Straße sowie auf einem Abschnitt der Mittelbacher Dorfstraße sanieren. Auch dazu gibt es noch keine Angaben zur Ausführungs-Zeit.

Das Flicken von Schlaglöchern, mit dem seit Anfang März Mitarbeiter von vier vertraglich gebundenen Privatfirmen und eine Kolonne des städtischen Bauhofes beschäftigt sind, geht unterdessen noch weiter. Ihr Einsatz, der von drei Instandhaltungsbauleitern der Stadtverwaltung koordiniert werde, ist laut Rathaus unter anderem noch auf der Eubaer Straße und der Wladimir-Sagorski-Straße vorgesehen. Verarbeitet würden von allen fünf Kolonnen pro Tag insgesamt zwischen 18 und 30 Tonnen Heißmischgut - der Inhalt von fünf bis zehn Thermocontainern. Das reicht allerdings nur für eine überschaubare Anzahl Schlaglöcher: Eine Tonne Heißmischgut füllt laut Stadtverwaltung ein Loch, das einen Quadratmeter groß und 40 Zentimeter tief ist.

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