Schuh-Aktion: Schulförderer über Kritik empört

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Vereinschef findet Debatte im Limbach-Oberfrohnaer Stadtrat abwegig


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1818 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 1
    6
    Albatros
    04.04.2021

    @Haju: Es geht nicht um eine Gleichsetzung. Wenn aber vor allem Querdenker und "Freie Sachsen" gezielt zu diesen Aktionen aufrufen, kann sich ein Jeder selbst die Frage stellen, ob er unbedingt mit solchen Gruppierungen zusammen protestieren will und damit ihren Einfluss vielleicht auch unbewusst steigert.

    @Hinterfragt: Sie haben den Bezug zu aufgereihten Schuhen in Schuhgeschäften erst hergestellt, da stellt sich die Frage, wer hier wohl wild spekuliert... :o)
    Ich habe den Eltern keine Böswilligkeit unterstellt, nur dazu ermuntert, einfach mal über die Aktion nachzudenken. Was Sie sonst noch aus meinen Kommentaren herauslesen, bleibt weiterhin sehr rätselhaft.

    Natürlich haben viele Eltern und Kinder aktuell aufgrund der Pandemie große Probleme. Nur werden die nicht weniger, wenn sich Kinder ohne Maske in Schulen und Kindergärten infizieren und die Krankheit weitertragen. Impfskepsis wird auch nicht weiterhelfen. Das Coronamanagement in Deutschland war und ist eine Katastrophe.

  • 8
    1
    Haju
    03.04.2021

    Man sollte auch mal darüber nachdenken, daß gerade die älteren Kinder durchaus mitbekommen, wie ihre Eltern diffamiert werden. Manchen Ideologen ist das freilich egal.

  • 7
    0
    Haju
    03.04.2021

    Letztlich wird den Organisatoren UNTERSTELLT, sie würden vorsätzlich die Behörden, die Schulschließungen anordnen, mit Nazis vergleichen und so den Holocaust relativieren. Abgesehen von der Unterscheidung von Böser Nazivergleich/ Guter Nazivergleich bei manchen, sollten sich eben diese mal überlegen, ab wann so etwas justiziabel wird.

  • 10
    1
    Hinterfragt
    03.04.2021

    @Albatros; nun Spekulieren sollten Sie lieber lassen!

    Sie unterstellen den Eltern ganz einfach Böswilligkeit und in einem einen Vergleich mit den Vernichtungslagern setzen Sie und Andere die Aktion ins Perverse, das ist ganz einfach abartig!
    Denn in Ihrem ersten Kommentar sprechen Sie nicht davon, dass Sie spekulieren, NEIN Sie unterstellen!

    Evtl. sollten Sie sich das Gedicht von J.R. Becher mal zu Gemüte führen um Ihre abartigen Vergleiche mal genauer zu überdenken!

    https://gedichte.xbib.de/Becher_gedicht_Kinderschuhe+aus+Lublin.htm

  • 5
    2
    Haju
    03.04.2021

    Der scharfe Protest jüdischer Organisationen ist völlig verständlich. Ich wünschte mir, es wäre niemals dazu gekommen, daß eine Schuhaktion solche Bilder im Kopf auslöst. -

    Die schlimmste Relativierung des Holocaust ist aber nach wie vor die inflationäre Beleidigung als Nazi bei jedem irgendwie Andersdenkenden. Leider sind Versuche der Gleichsetzung: Schuhprotest = Querdenker = Nazi nicht weit davon entfernt.
    Und den Linken muß man aber auch entgegenhalten, daß allein ihr Parteiname bei Angehörigen von Opfern des Stalinismus/ Moaismus die Erinnerung an 100 Millionen Tote im letzten Jahrhundert auslösen kann. Ich beschimpfe nicht diejenigen, bei denen das nicht so ist - oder sollte ich das etwa?! Ich trete nur (ohne Gleichsetzungen) jeglichen Argumentationsweisen entgegen, die sagen: "Das war doch noch nicht der richtige, einzig wahre Sozialismus!"

  • 0
    10
    Albatros
    03.04.2021

    Warum ich und andere die Aktion kritisch sehen, hatte ich bereits erwähnt und eingeladen, einfach mal innezuhalten und darüber nachzudenken, was die Aktion bei manchen auslöst. Mein Eindruck ist, dass das bei Einigen hier nicht stattfindet.

    @Hinterfragt: Die Menschen hinter der Aktion wollten bestimmt nicht an aufgereihte Schuhe in Schuhgeschäften erinnern, spekuliere ich mal. :o)

    @Freigeist14: Früher™ hätte man gesagt, lmgtfy. In meinem Beitrag ist durchaus erkennbar, dass ich die Worte von Diana Sandler wiedergebe. Hier die Quelle: RBB24: https://www.rbb24.de/studiofrankfurt/panorama/coronavirus/beitraege_neu/2021/03/corona-juedischegemeinde-holocaust-protest-demonstration.html

    Gerne auch der MDR: https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/politik/kindershuh-aktion-corona-protest-schule-oeffnung-eltern-100.html
    Es "scheinen die problematischen Hintergründe der bundesweit geplanten 'Aktion Kinderschuhe' am 1. April vielen nicht bewusst zu sein – oder ignoriert zu werden."

  • 3
    5
    acals
    03.04.2021

    KInder und Eltern sind nicht schuld - sie koennen schliesslich nichts dafuer das sie das Virus einstecken. Sie tragen es aber idRegel symptomfrei weiter und streuen es damit anderen in den Rachen.

    Es ist bedenklich, wenn das immer noch nicht angekommen ist - die grosse Feldstudie hierzu gab es in Dt.

    Schnelltests - so wertvoll wie sie zum Zeitpunkt der Probennahme sind (sie zeigen zusaetzlich nur hochinfektioes aus) - bilden eben dann auch nur diesen ab; schon einen Tag spaeter kann es (und sieht nachgewiesenermassen) ganz anders aus.

    Ich hab selber Kinder - aber gegen solch eine Aktion wuerde ich meinem Klassen- bzw Schulelternsprechern gegenuber vehement protestieren und ihn darauf hinweisen das nur ein uebertragener Infekt mit Todesfolge einer zu viel ist.

    Extreme Inzidenzien im Vogtland sind ja seit --Monaten-- allgegenwaertig, und es ist korrekt das geschlossene Schulen/kitas offenkundig wenig diesen Wert senken. Tja ... nicht nur mir fallen einige Gruende ein.

  • 11
    2
    KTreppil
    02.04.2021

    Schulen und Kitas sind im Vogtland seit Wochen dicht, die Inzidenzen sind dennoch weiter jenseits der 300, Tendenz steigend. Schüler und Kita-Kinder können dafür wohl nicht verantwortlich sein. Eltern sind nicht schuld, dass Menschen auf ITStationen sterben. Nur weil sie auf ihre schwierige Situation aufmerksam machen, heißt das nicht, dass ihnen dies egal ist.
    Was für eine krumme Argumentation wird hier geführt, nur um diese Aktion zu diskreditieren?! Umkehrschluss: Bürgern in Sorge um ihre Gesundheit sind wohl die Sorgen der Eltern und das Wohl der Kinder egal? 'Omma und Oppa', die zur Betreuung der Kinder einspringen, könnten sich auch gerade deshalb infizieren und sterben, diese Bilder sprechen dann wohl eine andere Sprache?
    Das Recht auf Bildung und das Recht auf körperliche Unversehrtheit steht und darf nicht gegeneinander aufgewogen werden. Dies endlich zu vereinbaren ist Aufgabe der Politik und solange die Aufgabe nicht erfüllt ist, gehört darauf aufmerksam gemacht.

  • 5
    8
    acals
    02.04.2021

    In C ist die Inzidenz jenseits der 300, drumherum nahe dran.

    In Halle wird zB bei 200 strikt geschlossen, KITA Schulen etc.

    Das sind halt unterschiedliche Sichtweisen, das wird auch Förderalimus genannt.

    Die Leidtragenden in C und Umgebung sind die, die auf den ITS sterben. Müssen erst wirklich all Betten belegt sein und die Patienten zum Sterben auf den Flur geschoben werden?

    Mit diesen Bildern (und zwar denen von Omma und Oppa nach Abschalten der Beatmung und im Sondermüllleichensack) dürfte man die Kinderschuhinitiatoren konfrontieren. Sie in die Nazi-Ecke zu stellen ist nicht zulässig und entbehrt jeder Grundlage.

  • 11
    9
    Freigeist14
    02.04.2021

    Albatros@ Sie brauchen sich nicht hinter einer Äußerung eines Mitgliedes der Jüdischen Gemeinde verstecken und den größten Knüppel rausholen : "Widerliche Aktion " und Relativierung von NS-Verbrechen . Die Motive der Mütter und Väter nach einem halben Jahr Lockdown und der fehlenden Perspektive spielen da keinelei Rolle mehr und die Eltern sollen sich auch noch rechtfertigen für die vermeintlich unbedachte Aktion . Nein . Ihr Querverweis auf die "Querdenker " rundet die Anklage ab . Quellen bitte für Ihre unerhörten Vorwürfe .

  • 10
    10
    Hinterfragt
    02.04.2021

    @Albatros; offensichtlich scheinen Sie barfuß durch's Leben zu gehen?
    Oder ist Ihnen beim Betreten eines Schuhgeschäfts, in Anbetracht der dort aufgereihten Schuhe, auch der Gedanke gekommen, diesen Anblick mit den NS-Verbrechen in Verbindung zu bringen.
    Gleiche Frage an diejenigen Politiker und Bürger, die diese Auffassung teilen...

    So das war mein Dritter Heute, schöne Ostern allen.

  • 8
    13
    Albatros
    02.04.2021

    An den Reaktionen wird deutlich, dass es unterschiedliche Auffassungen zu der Aktion gibt. Das ist legitim und ich erhebe mit meiner Position auch keinen Absolutheitsanspruch.
    Gleichwohl wäre ich vorsichtig, Kritikern der Aktion vorzuwerfen, sie würden instrumentalisieren, Steigbügel halten, seien unverschämt oder versündigten sich an den Opfern der Shoa. Mahnung und scharfe Kritik an der Schuh-Aktion kommt nämlich gerade von Vertretern der jüdischen Gemeinde, die aus nachvollziehbaren Gründen ein feines Gespür für problematische gesellschaftliche Entwicklungen haben. So etwa von Diana Sandler: Man protestiere auf das Schärfste gegen diese widerliche Aktion, die die Morde an jüdischen Kindern symbolisch mit den Corona-bedingten Beschränkungen gleichsetze und ein weiteres Mal die Verbrechen des deutschen Hitler-Faschismus relativiere.
    Für "Eltern stehen auf e.V", der Desinformationskampagnen betreibt, wurde eine Nähe zur Querdenker-Szene festgestellt. Das einfach mal reflektieren...

  • 11
    11
    Maschinenbauer
    02.04.2021

    Wer in einer solchen Art und Weise gegen beherzte Eltern hetzt, wie es der Politiker der Linken tut, versucht nicht aufzuklären, sondern zu spalten.

  • 23
    6
    HolgerS
    01.04.2021

    Wenn man ständig in der politischen Debatte Vergleiche aus der NS-Zeit benutzt um seine eigene Haltung zu legitimieren dann versündigt man sich an den Opfern.
    Das hat wenig mit Geschichtsbewußtsein zu tun, eher mit moralischer Überheblichkeit. Für das gesellschaftliche Klima ist es Gift.

  • 14
    13
    Freigeist14
    01.04.2021

    Albatros@ Woher nehmen die Unverschämtheit , den Eltern mangelnde Sensibilität mit Symbolen des NS - Massenmordes zu unterstellen ? Was haben Kinderschuhe , aufgereiht wie in einer lebendigen KITA-Garderobe , mit einem Berg der Tod geweihten Kinder im Vernichtungslager zu tun !? Johannes R. Becher hatte sicher nicht im Sinn gehabt , ein für alle mal den Anblick von Kinderschuhen mit einem Tabu des Gedenkens an den schlimmsten Terror des Faschismus zu belegen . Fragen Sie lieber , warum eine Johannes R.Becher Straße und eine -Schule in Chemnitz nach 1990 umbenannt wurden. Der Linke Stadtrat in Limbach-Oberfrohna zeigt leider nur ,wie die neue Generation der Partei die Basisnähe und Traditionen der PDS über Bord geworfen hat.

  • 20
    9
    franksdt
    01.04.2021

    Jede, aber auch jede Aktion in der heutigen Demokratie mit Dingen aus einer dunklen Epoche unseres Landes zu vergleichen ist ein primitiver Vorgang. Damit gelingt es immer wieder, berechtigte Kritik, welche mit Symbolen unserer Gegenwart arbeitet, unmöglich zu machen. Genau diese unsachliche Kritik ist das Ende unserer Demokratie und wer sich dessen bedient, hält die Steigbügel für Extremisten von Links und Rechts.

  • 20
    8
    KTreppil
    01.04.2021

    Ein Kommentar hierzu meinerseits hierzu blieb leider unveröffentlicht. Nun noch ein Versuch. Da ich selbst, bzw. mein Kind, von Schulschließung betroffen sind, auch ich einfach nur enttäuscht und sprachlos war, als die erneute Schulschließung verkündet wurde, möchte ich hiermit meine Sympathie und mein vollstes Verständnis für diese Aktion zum Ausdruck bringen. Was hier daraus gemacht wird, ist inakzeptabel und wirklich beschämend. Eltern und Kinder haben dort ihre Schuhe abgestellt um auf eine andauernde unhaltbare Situation aufmerksam zu machen. Ganz bestimmt nicht um Opfer der Nazizeit zu instrumentalisieren oder zu verunglimpfen. Das eine hat mit dem anderen überhaupt nichts zu tun und die Jenigen, die da einen Zusammenhang konstruieren, sind die, die eigentlich instrumentalisieren und 'vor den Karren spannen'. Wer eifrig sucht, der findet immer. Es wäre aber besser, man hätte eifrig Lösungen gesucht, statt nach Argumenten und Möglichkeiten, diese Aktion zu diskreditieren.

  • 31
    33
    Albatros
    01.04.2021

    Die Elternvertreter reagieren mit Unverständnis. Soso. Die Haufen von Schuhen in den Konzentrationslagern hätten ihnen vor ihrer Aktion durchaus in den Sinn kommen können. Fehlt es den Elternvertretern also an Wissen über die Geschichte? Heutzutage scheint es schwer zu fallen, einen Fehler einzusehen. Warum ist es nicht möglich, zu sagen, dass die Aktion vielleicht nicht so klug war und gleichzeitig zu betonen, dass viele Eltern und ihre Kinder aktuell mit großen Belastungen zu kämpfen haben?