Stadtgeflüster: Eine Chemnitzerin trumpft im TV auf

Als neue Frau Doktor auf die Mattscheibe, mit Probierlust ins Restaurant und für Kinder in den Berliner Politzirkus.

Mai Duong Kieu, Schauspielerin, ist in Chemnitz aufgewachsen und mischt jetzt die deutsche Film- und Fernsehszene auf. Für Aufmerksamkeit sorgte sie schon mit ihrer Rolle als Investment-Managerin in der preisgekrönten ZDF-Serie "Bad Banks". Und nun sitzt sie in der MDR-Reihe "In aller Freundschaft" am Bett der Patienten. Mai Duong Kieu spielt ab sofort eine Neurochirurgin in der TV-Klinik. Geradezu filmreif klingt auch ihr Name: Mai Duong Kieu ist vietnamesisch und bedeutet übersetzt "schöne Pfirsichblüte". Zur Schauspielerei kam die Chemnitzerin eher zufällig. Denn eigentlich ist sie gelernte Fremdsprachenkorrespondentin und Kung-Fu-Meisterin. Ein Agent suchte irgendwann für einen Film Asiatinnen. Im Internet fiel ihm dabei ein Bild von Mai Duong Kieu auf. Und wie es der Zufall wollte, hatte Mai Duong Kieu schon erste Bühnenerfahrung am Theater in Chemnitz sammeln können. Ihren Durchbruch feierte sie nicht nur mit der Bankerserie im ZDF. Sie war auch schon in diversen anderen Fernsehfilmen, Krimis und als durchgehende Rolle in der letzten Staffel der Vorabend-Arztserie "Dr. Klein" zu sehen.

Frank Heinrich, Bundestagsabgeordneter, ist überglücklich: Vor wenigen Tagen hielt er erstmals sein viertes Enkelchen im Arm. "Die kleine Lilou wurde zwar schon am 23. Dezember geboren", so der Politiker. "Aber erst jetzt haben wir es bei einem Familienfest geschafft, uns ein bisschen kennenzulernen." Lilous Eltern leben in Bayern, der Rest der großen Heinrich-Familie in Chemnitz. "Wir bekommen es leider viel zu selten hin, uns alle an einem Tisch zu versammeln", bedauert Frank Heinrich. "Unser jetziges Zusammenkommen war tatsächlich die nachgeholte Familienweihnachtsfeier." Vier Kinder hat der Bundespolitiker, nun auch noch vier Enkel. Klar, dass er sich mit dem Nachwuchs bestens auskennt. Und daher weiß er auch, dass gerade Kinder sich schwertun, politische Dinge zu verstehen. Deshalb macht der Chemnitzer jetzt den Polit-Onkel. Heinrich hat einen Podcast ins Leben gerufen. "Frank und frei" erklärt er darin, was die Volksvertreter in Berlin so treiben. "Das Ganze ist natürlich kindgerecht aufbereitet, sodass Mädchen und Jungen im Alter von etwa acht bis vierzehn Jahren sich unkompliziert mit politischen Themen auseinandersetzen können", so Heinrich. In seinen Podcasts, die später unter anderem auf Heinrichs Facebookseite laufen sollen, gibt es noch eine weitere Hauptrolle. Der Politiker hat immer einen schwarzen Plüschraben dabei. "Der Vogel ist eine Anspielung auf meine Heimat. Ich lebe ja in Rabenstein."

Clemens Lutz, Initiator der Kochsternstunden, führt seinen Menüwettbewerb derzeit durch die zwölfte Runde. Noch bis zum 15. März buhlen im Raum Chemnitz acht Restaurants um die Gunst der Gäste. Diese bewerten die teilnehmenden Lokale nach Kriterien wie Kochkunst, Service, Kreativität, Preis-Leistungsverhältnis Getränkebegleitung und Ambiente. Erstmals werden alle teilnehmenden Lokale, also auch die aus den Regionen um Leipzig und Dresden, gemeinsam in einem Heft vorgestellt. Clemens Lutz: "Das macht es leichter, auch außerhalb der eigenen Essgewohnheiten neue Genussorte kennenzulernen." Das Kochsternstunden-Menüheft kann im Netz unter www.kochsternstunden.de heruntergeladen werden. Und es liegt auch in den Restaurants aus. In Chemnitz dabei: der "Fleischladen" auf dem Brühl, das Gewölberestaurant im Schlosshotel Klaffenbach, die "Speisekammer" am Schloßberg und das "Max Louis" in der Schönherr-Fabrik. Dort tafelte Chef Markus Arnold im Vorfeld schon mal sein Menü auf: Brust und Keule von der Wachtel mit Brombeere werden da aufgetischt, Haferwurzel, Korn und Honig, eine Bouillabaisse mit Safranmayonnaise, Zitrone und Kräuter-Tramezzini, danach Dry-Aged-Rind, fermentierter Knoblauch, Heusalzmöhre, Apfel und Kamille und zum Abschluss Pina Colada Nitro mit Mango und Pistazie. Der Gast kann nun in den kommenden Wochen bis Mitte März die Menüs in den teilnehmenden Lokalen essen und bewerten. Die Restauranttester haben dann auch die Chance, einen von mehr als 200 Preisen zu gewinnen, unter anderem zwei Uhren aus der Nobelschmiede Mühle-Glashütte.


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