Stadtgeflüster : Herr Stingl und sein steiniges Präsent

Geburtstag mit himmlischer Party, Jubiläumsfest mit verschicktem Menü und Sushi-Genuss mit Urlaubsempfehlung.

Heike Fischer, Chefin des Chemnitzer Vertriebsunternehmens Tradu4You, hat am Montag ihren 60.Geburtstag gefeiert. Genau 60Gäste hatte sie eingeladen, die im luftigen Marmorsaal des Hotels "Chemnitzer Hof" in den Himmel gucken konnten. Das Dach wurde für die mittägliche Brunch-Party nämlich aufgeschoben. "So konnten wir den herrlichen Sommer genießen", freute sich die Unternehmerin. Dem Himmel ganz nah, das Gefühl kennt in Chemnitz wohl keiner besser als Jörg Stingl. Der bekannte Bergsteiger kraxelte als erster Mensch auf die sieben höchsten Gipfel der Welt, ohne dafür zusätzlichen Sauerstoff zu benötigen. Und von einer Tour auf den Himalaya brachte er auch ein besonderes Geschenk für seine Bekannte Heike Fischer mit: einen Gebirgsstein. Dass er den auf dem Weg zur Fete nicht einfach am Chemnitzer Straßenrand aufgesammelt hatte, bewies er mit einem Foto seiner Erlebnisreise ins höchste Gebirge der Erde. Auf dem Bild, das er den Gästen zeigte, hielt er nämlich genau diesen Stein schon in die Kamera. "Er wird bei mir einen Ehrenplatz auf dem Schreibtisch bekommen", so Heike Fischer. Angucken kann sie ihn erst einmal jedoch nicht. Denn bevor sie wieder ins Büro geht, hat sie eine Reise geplant. Mit ihrem Mann lässt sie sich in einem Bus quer durch Irland kutschieren.

Dirk Herrmann (Foto oben) und Michael Veihelmann (Foto, unten), Geschäftsführer der Zeisigwaldkliniken Bethanien, tauschten am Freitag ihren Arbeitsplatz in der Krankenhausverwaltung mit der Küche in der Schönherrfabrik. Dort feierten sie die Übernahme des einstigen Bezirkskrankenhauses durch die jetzige Betreibergesellschaft vor genau 25 Jahren. 140 Gäste lauschten den Reden darüber, was die diakonische Gesellschaft in dem Vierteljahrhundert am Standort verändert hat. Das Krankenhaus gehört zur edia.con-Gruppe, einer deutschlandweiten Vereinigung von Krankenhäusern, Altenpflege- und Rehabilitationseinrichtungen, Medizinischen Versorgungszentren sowie sozialen Häusern. Das Klinikpersonal selbst durfte auch feiern. Am Abend rückten 500 Mann Personal in die schönherrsche Fabrikküche ein. Und die Patienten waren sich derweil selbst überlassen? "Nein", lenkte Veihelmann ein. "Ein Teil des Teams muss leider arbeiten." Die Kollegen wurden aber bestens versorgt. Ein Menü mit Huhn in Kokossoße wurde direkt in die Schwestern- und Ärztezimmer gebracht.

Zhangzhang Chen, aus Shanghai stammende Chinesin, serviert den Chemnitzern jetzt frisches Sushi. Im ehemaligen Lokal "Eis-Temmler" an der Zschopauer Straße wird seit Mittwoch mit Stäbchen gegessen. In einem sogenannten Soft-Opening, also einer Eröffnungsveranstaltung ohne großes Tamtam, wurden die Rollen, Reisschiffchen und Wan-Tan-Täschchen nun erstmals im neuen "Aiko" serviert - ultramodern mit Bestellung per Nachrichtensendung vom Tablet-PC aus. Einer der Ersten, der am Mittwoch naschen durfte: der langjährige "Temmler"-Inhaber Karsten Richter. Er hatte den Umbau seiner bisherigen Restaurantfläche mit voran getrieben und saß nun unter Reispapier-Lampen, vor holzverstrebten Wänden und neben plätschernden Springbrunnen. "Hier ist kein Stein auf dem anderen geblieben", sagte er nach einer kurzen Hausführung. "Wir haben die Einrichtung einmal von innen nach außen gekrempelt." Vom Sushi waren Richter und seine Familie jedenfalls angetan. Am Ende des Abends hielten sich die Tischgenossen allesamt den viel zu vollen Bauch. Zhangzhang Chen wirbelte da noch durch ihr Restaurant und plauderte über die asiatische Küche und ihr Heimatland: "Sie müssen Asien, besonders China, bereisen. Dort erwartet Sie eine einzigartige Kultur", sagte sie. "Und wer grad nicht weg kann, wird eben hier verwöhnt." Eis gibt es übrigens auch im nach der japanischen Prinzessin benannten Sushi-Laden - in den Geschmacksrichtungen Mango und Kokos zum Beispiel. "Und im kommenden Jahr öffnet hier am Standort ein Lokal für handgemachtes Manufaktur-Eis", verspricht Karsten Richter schon jetzt. "Es wird keine tausend Sorten geben, dafür wird jede Portion von Hand zubereitet, ohne Geschmacksverstärker!"

Christian Alexander Müller, Musicalsänger, lädt seine liebsten Gesangspartner am heutigen Samstag in den Kabarettkeller ein. Mit ihnen gemeinsam bringt er seiner eigenen Firma vor Publikum ein Ständchen. Vor sechs Jahren gründete er mit Nadine Wagner, der Chefmaskenbildnerin des Chemnitzer Theaters, die Produktionsgesellschaft "Heartmade". Mit sprichwörtlich viel Herz gemacht, veröffentlichten die beiden besten Freunde schon Musicals wie den Hollywood-Stoff "Die Brücken am Fluss". Kennengelernt hatten sich Christian Alexander Müller und Nadine Wagner am Chemnitzer Theater. Da beschlossen sie auch, parallel eine eigene Produktionsfirma zu gründen. Zum Geburtstagskonzert singen heute Angelina Biermann, Jo-Ann Kirchner, Maike Switzer und Udo Eickelmann. Karten zum Mitschwofen gibts noch.

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