Stadtgeflüster : So geht es hinter den Dinner-Kulissen zu

Essen fassen und ein Hündchen bespaßen, Leitern schmücken und Witztipps geben, klug reden und viel zitiert werden.

Ramon Hopman, Comedian und Entertainer, lüftete am Donnerstag das Geheimnis, was er hinter den Kulissen der zweiten Moments-Show so treibt. Die Dinner-Gala läuft derzeit beinahe täglich in der Eventhalle Kraftverkehr. Hopman bringt die Besucher in seiner Rolle als Gastgeber zum Lachen. Was also macht er nun, bevor die Spots ihre bunten Strahlen auf ihn richten? Essen. Jeden Tag zaubert Showkoch Andreas Kirsch den Künstlern ein persönliches Wunschmenü, mal Pasta, mal Salat. "Wir werden hier bestens verwöhnt", sagte Hopman am Donnerstag, wollte aber dann doch mal in die richtige Küche gucken, um zu sehen, ob die Vorbereitung der Gäste-Menüs reibungslos geht. "Was gibts diesmal?", fragte er gewitzt den Koch, wohlwissend, dass bei der Gala immer ein aufs Programm abgestimmtes Menü serviert wird. "Ach, diesmal tragen wir Entenschmalz mit krosser Zwiebel und Apfel sowie Limetten-Creme-Fraiche mit Räucherlachs-Tatar auf", gab Kirsch zurück. Währenddessen zeigte sich Artist Mikhail Stepanov schon ganz sportlich. An roten Tüchern schwang er sich durch den noch leeren Gastraum. "Ich muss mich aufwärmen, sonst ist die Verletzungsgefahr zu hoch", erklärte er. Zu Hilfe kam ihm Trapezkünstlerin Isabel Anobian. Sie bereitete sich ebenfalls auf die Show vor, sagte aber auch: "Während unserer Freizeit gehen wir manchmal auf den Weihnachtsmarkt. Glühwein mag ich persönlich nicht so gern. Aber eine Nascherei ist auch für uns Artisten drin." Wer will, kann mit den Künstlern der Dinnershow übrigens Silvester feiern. "Wir sind hier, zeigen erst unser Programm und machen danach Party", ließ Gastgeber Ramon Hopman durchblicken.

Irina Stepanov (Foto), Ehefrau des Artisten Mikhail Stepanov, vermisst derweil die gemeinsamen Kinder. Sie sind in Berlin bei den Großeltern, während die Eltern in Chemnitz jonglieren und durch die Luft schweben. Ein kleiner Trost: Hündchen Manjy. Der Vierbeiner wirbelt während der "Moments"-Show die ganze Zeit hinter den Kulissen rum, nur ganz selten kommt er mal zur Ruhe und platziert sich dann auf Zwiebeltürmchen. Mit der Sehenswürdigkeit ist das Kissen des kleinen Hundes bestickt. Zu Weihnachten sehen die Stepanovs ihre Kinder endlich wieder. "Dann kommen sie hierher und wir feiern gemeinsam in Chemnitz", freut sich die Jonglage-Künstlerin schon jetzt auf die Familien- tage.

Kerstin Heine, Kabarettistin, und ihre Kollegen Martin Berke und Eckard Lange, verteilen gerade die wohl witzigsten Geschenke der Stadt: leere Kartons und armeegrüne Benzinkanister. Was das soll? Alles nur Requisite! "Schrottwichteln" nennt sich das Ganze, übrigens auch der Name des aktuellen Weihnachtsprogramms der drei Kollegen. Sie haben tolle Tipps für ein gut gelauntes Weihnachtsfest auf Lager: "Erstens: Die CD mit den Weihnachtsliedern durchbrechen. Zweitens: Dem Nachbarn eine Birne in der Lichterkette rausdrehen. Drittens: Vor Mutters Kartoffelsalat die Patientenverfügung unterschreiben", empfiehlt Martin Berke. Schon vor dem Gastraum zeigen die Kabarettisten, wie kreativ sie ein Weihnachtsbäumchen gestalten. Aus Echtholz! Dieses Prädikat bekam der wohl ungewöhnlichste Baum der Stadt aufgedrückt. Tatsächlich handelt es sich nämlich um eine Leiter aus dem Baumarkt, die über und über mit Kugeln behangen ist. Die Idee dazu hatten - Überraschung! - zwei Frauen: Kerstin Hänsel und Antje Ulbricht vom Kartenservice.

Dagmar Zemke, Künstlerin, hängte die Bilder zur aktuellen Ausstellung im Restaurant "Heck-Art" auf - eine jahresendliche Sammelschau mit Arbeiten des Vereins "Kunst für Chemnitz". Da reihen sich bis Anfang Januar Drucke von Klaus Süß neben Fotografien von Dieter Wuschanski an Malerei von Gregor Torsten Kozik und Zeichnungen von Steffen Volmer. Obwohl es am Donnerstag Stollen, Glühwein zum Selbstschöpfen - so sah die ex-weiße Tischdecke unterm Glühweintopf dann auch aus - und Weihnachtslieder von der Schallplatte (!) gab, war es den Künstlern wichtig: Dies sollte keine thematische Ausstellung mit Weihnachtsmotiven sein. Einer schlug quer: Osmar Osten. Er lässt auf seinem Kunstdruck einen Räuchermann dampfen, aber politisch: "Bundeszentrale für politische Einbildung", kriecht ein Spruchband schlohweiß aus dessen Mund.

Thomas Seyller (Foto oben), Physikprofessor an der TU Chemnitz und Oliver G. Schmidt (Foto unten), Lehrstuhlinhaber für Nanotechnologie, zählen zu den weltweit am häufigsten zitierten Wissenschaftlern. Das kam jetzt beim jährlichen Ranking "Highly Cited Researcher" des amerikanischen Datenanalytik-Unternehmens Clarivate Analytics raus. Beide gehören somit zu den einflussreichsten Autoren in ihren Forschungsbereichen. 2018 finden sich auf der Liste 6078 Namen von Forscherinnen und Forschern aus 21 Wissenschaftsgebieten. Davon kommen 366 Wissenschaftler aus Deutschland.

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