Zivilgesellschaft global unter Druck

Protestforscher Piotr Kocyba von der TU Chemnitz ist Mitherausgeber einer Sammlung internationaler Forschungsbeiträge zur Unterdrückung der Zivilgesellschaft in autoritär geführten Ländern. Der wissenschaftliche Mitarbeiter an der Professur Kultur- und Länderstudien Ostmitteleuropas spricht von global schmelzenden Gestaltungsspielräumen für zivilgesellschaftliches Engagement. Beispiele seien der Giftanschlag auf den russischen Oppositionellen Alexej Nawalny, die Stigmatisierung zivilgesellschaftlicher Organisationen in Ungarn oder staatlich gelenkte Hetz-Kampagnen gegen sexuelle Minderheiten in Polen. Nur drei Prozent der Weltbevölkerung leben demnach in Staaten, in denen sich die Zivilgesellschaft frei entfalten kann. (ros)

Publikation Piotr Kocyba, Dániel Mikecz: Lethargie, zivilgesellschaftlicher Aufruhr und Shrinking Spaces - Protest und Bewegungsforschung in Ostmitteleuropa, Forschungsjournal Soziale Bewegungen. Band 33: Heft 3. De Gruyter Verlag 2020.

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