Am Unteren Bahnhof sollen schon bald die Bagger anrollen

In diesem Jahr muss der erste Bauabschnitt der Schnittstelle Bus/Bahn fertiggestellt werden. Aber auch beim Campusprojekt geht es vorwärts.

Annaberg-Buchholz.

Die Augen vieler Annaberg-Buchholzer sind seit Monaten auf den Unteren Bahnhof gerichtet. "Der Campus kommt" ist dort auf einem großen Banner zu lesen. Tatsächlich zu sehen aber ist noch nichts. Bauliche Aktivitäten am Gebäude sowie im Umfeld halten sich in Grenzen. Dennoch soll schon bald am Bahnhof oder besser davor einiges passieren, rollen die Bagger an. Es geht um die sogenannte Mobilitätsschnittstelle.

Schon lange geplant, wird nun endlich die Schnittstelle zwischen Bus und Bahn realisiert. Entsprechend des Förderprogramms "Europäischer Fonds für regionale Entwicklung" muss dafür noch in diesem Jahr der erste Bauabschnitt fertiggestellt werden. Dementsprechend hat der Stadtrat während seiner jüngsten Sitzung die Vergabe für den Tief- und Straßenbau entsprechend des Angebotes zu einem Preis von knapp 357.000 Euro vergeben.

Dieser erste Bauabschnitt beinhaltet laut Bürgermeister Thomas Proksch ein sogenanntes Park-und-Ride-Areal mit 20 Pkw-Stellplätzen. Davon sind zwei für Taxis reserviert. Weitere zwei dieser Flächen sollen mit Ladestationen für Elektroautos ausgestattet werden. Zudem ist die Errichtung einer Fahrradbox vorgesehen für diejenigen, die vom Rad in den Zug steigen. Auch der Bau eines Fußweges aus Richtung B 101 zum Unteren Bahnhof gehöre zum ersten Bauabschnitt.

Im kommenden Jahr sollen die Arbeiten mit dem Bau eines überdachten Terminals weitergehen. Das soll für maximal vier Linienbusse Platz bieten. Anschließend werden dorthin dann die beiden Haltestellen verlegt, die sich momentan noch direkt an der B 101 vor dem Kreisverkehr befinden. Errichtet wird das Busterminal mit Blick auf den Bahnhof rechtsseitig unmittelbar am Hang. Laut Proksch entspricht das dem zweiten Bauabschnitt. Abschließend sei noch ein dritter Abschnitt vorgesehen - ebenfalls im Jahr 2021. Dieser umfasse die Herstellung des Bahnhofsvorplatzes plus einer 6,50 Meter breiten Regelfahrbahn von der B 101 in Richtung Bahnhofsgebäude. Letzteres passiere parallel zu dem vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr für das kommende Jahr angekündigten Bau der B 101 im Bereich zwischen dem Kreisverkehr und dem Abzweig Klosterstraße.

Doch auch in Sachen Smart Rail Connectivity Campus tut sich einiges. Damit möglichst schnell die TU Chemnitz als Partner der Stadt Annaberg-Buchholz in dem Projekt entsprechende Räume im Bahnhofsgebäude nutzen kann, hat der Stadtrat Fachplanungen für Elektroinstallation und Heizung, Sanitär, Lüftung, Klima sowie die Tragwerksplanung vergeben. Diese Arbeiten der einzelnen Büros müssen bis 31. August vorliegen.

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