Arbeitslosigkeit im August leicht gestiegen

7559 Erzgebirger haben derzeit keine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Erhöht hat sich dabei vor allem die Anzahl junger Menschen.

Annaberg-Buchholz.

Die Arbeitslosigkeit ist im Erzgebirgskreis in den zurückliegenden vier Wochen leicht gestiegen. 103 Personen sind Ende August mehr arbeitslos als Ende Juli, sagt Nino Sciretta, Leiter der Agentur für Arbeit in Annaberg-Buchholz. Damit haben 7559 Erzgebirger derzeit keine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung.

Erhöht hat sich dabei hauptsächlich die Anzahl bei jungen Menschen unter 25 Jahren. Dieser Anstieg in dieser Zeit des Jahres ist aber durchaus üblich, da für viele die Ausbildungszeit endet. 88 Personen haben sich laut Nino Sciretta in der Region nach Ende ihrer Ausbildung oder ihres Studiums vorerst arbeitslos gemeldet.

Der Arbeitsmarkt zeige sich aber trotz des leichten Arbeitslosenanstiegs weiterhin stabil und aufnahmefähig. Und: "Die Dynamik am Markt nimmt wieder zu", sagt der Agenturleiter. So hätten im August mehr Menschen die Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer Beschäftigung oder Ausbildung beenden können als im Vormonat. Gleichzeitig hätten sich weniger aus Beschäftigung beziehungsweise Ausbildung arbeitslos melden müssen.

Die Arbeitslosenquote hat sich damit um 0,1 Prozentpunkte im Vergleich zum Vormonat erhöht und liegt aktuell bei 4,4 Prozent. Sie ist damit nach wie vor eine der niedrigsten in Sachsen. Im erzgebirgsweiten Vergleich führen weiterhin die beiden Geschäftsstellen in Stollberg und in Zschopau die Statistik an. In den beiden Altkreisen liegt die Arbeitslosenquote bei 3,7 Prozent. Es folgen die Geschäftsstelle Marienberg mit 4, Annaberg-Buchholz mit 4,6 und Schwarzenberg mit 4,9 Prozent. Die rote Laterne hält weiterhin Aue mit 5,1 Prozent.

Unverändert auf hohem Niveau präsentiert sich der Bestand an freien Stellen. Er liegt mittlerweile bei 2876. Allein im August seien der Arbeitsagentur wieder 435 neue Stellen gemeldet worden. Die meisten aus dem verarbeitenden Gewerbe (87), der Zeitarbeit (83) sowie dem Gesundheits- und Sozialwesen (67).

Unterdessen wird auf dem Ausbildungsmarkt zum Endspurt geblasen: Von ursprünglich 1060 gemeldeten Bewerbern sind laut Nino Sciretta in der Region noch 283 Jugendliche ohne Ausbildungsstelle. Demgegenüber stehen 702 unbesetzte Ausbildungsplätze. Die meisten freien Stellen gibt es in den Bereichen Verkauf (63), Metallbearbeitung (60) und Metallbau (42 Stellen).

Wer noch keinen Ausbildungsvertrag unterschrieben hat, sollte sich daher schnell an seine Berufsberaterin beziehungsweise seinen Berufsberater wenden, rät der Agenturchef. Denn in den meisten Branchen startet das neue Ausbildungsjahr Anfang September.

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